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Sportstadt Waldkraiburg

„Enormer Zulauf”: Waldkraiburger OVB-Reporterin testet Wasserspaß mit Trainingseffekt

Einmal in der Woche bietet der Reha-Sportverein Waldkraiburg Wassergymnastik an – zumindest in der Wintersaison. OVB-Reporterin Helena Gennutt (rechts) hat eine Trainingseinheit besucht.
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Einmal in der Woche bietet der Reha-Sportverein Waldkraiburg Wassergymnastik an – zumindest in der Wintersaison. OVB-Reporterin Helena Gennutt (rechts) hat eine Trainingseinheit besucht.

Ein bisschen im Wasser planschen oder langweilige Gymnastikübungen? Ganz im Gegenteil – bei der Wassergymnastik des Reha-Sportvereins Waldkraiburg geht es flott zu. OVB-Reporterin Helena Gennutt hat es selbst ausprobiert.

Waldkraiburg – Mit gepackter Badetasche ging es für Reporterin Helena Gennutt zur Schulschwimmhalle in Waldkraiburg. Dort trainiert der Reha-Sportverein in der Wintersaison einmal wöchentlich im Wasser. Wer dabei an eine kleine Gruppe denkt, die sich vorsichtig im Wasser bewegt, liegt falsch: In der guten halben Stunde Training geht es ganz schön flott zu und die anfängliche Kälte des Wassers ist schnell vergessen.

Die drei Übungsleiterinnen (von links) Annette Neumann, Susanna Maier und Daniela Teuber sorgen bei der Wassergymnastik des Reha-Sportvereins für gute Stimmung während des Trainings.

Drei qualifizierte Übungsleiterinnen stehen am Beckenrand und sorgen mit Musik für gute Stimmung. Mit dem Song „Rock mi” von Voxxclub geht es gleich mit dem Aufwärmen los, angelehnt an den klassischen Schuhplattler: Das eine Bein anwinkeln und mit der Hand den Fuß berühren, dann geht das andere Bein nach hinten und auch hier die Hand zum Fuß, dazwischen kleine Sprünge. Alles gegen den Widerstand des Wassers. Die Koordination von Armen und Beinen erfordert etwas Übung. Das Gute: Im Wasser fällt es nicht auf, wenn man mal durcheinander kommt.

Bis zu 45 Personen trainieren gemeinsam im Wasser

Dann geht es ans Trainingsgerät. Bei meinem Besuch steht die klassische Schwimmnudel an, das wechselt jedoch wöchentlich. Die Trainerinnen geben die bunten Nudeln aus. „Wir haben nochmal zusätzliche Geräte angeschafft, weil wir inzwischen so einen enormen Zulauf haben”, sagt Michael Bartesch, Vorsitzender des Reha-Sportvereins. Bis zu 45 Personen können sich gemeinsam im Wasser auspowern. Denn pro Übungsleiterin sind maximal 15 Teilnehmer erlaubt. Sie kommen entweder mit einer ärztlichen Verordnung oder sind Mitglieder im Reha-Sportverein.

Mit den Schwimmnudeln geht es beschwingt weiter, während „Über den Wolken” erklingt. Mit ausgestreckten Armen werden sie vor dem Körper zügig im Wasser gedreht, Richtungswechsel inklusive. Mit den Beinen wird derweil schnell auf der Stelle gelaufen. Arme und Beine werden während des gesamten Trainings gleichermaßen angesprochen.

Ein Teil der Aktiven, die regelmäßig die Wassergymnastik des Reha-Sportvereins in Waldkraiburg besuchen. Das Training im Wasser ermöglicht ihnen, sich wegen des wegfallenden Körpergewichts freier und sicherer zu bewegen.

Wasser entlastet Gelenke und bietet Bewegungsspielraum

„Im Wasser können sich unsere Teilnehmer Sachen trauen, die sonst nicht mehr gehen, wie hüpfen oder auf einem Bein stehen”, erklärt Trainerin Annette Neumann. „Das Körpergewicht fällt weg und sie fühlen sich sicherer”, ergänzt Kollegin Daniela Teuber. Viele Sportler sind schon etwas älter, andere haben schon in jungen Jahren mit körperlichen Einschränkungen zu kämpfen. Wer sich trotzdem gerne bewegen möchte, ist im Reha-Sportverein willkommen.

Der Ehrgeiz der Teilnehmer und ihr Fitness-Level sind unterschiedlich. „Jeder kann in seinem Modus und Gesundheitszustand mitmachen”, sagt Übungsleiterin Susanna Maier. Während der Übungen weisen die Trainerinnen auf die richtige Haltung und Ausführung hin, haben dabei aber stets ein Lächeln im Gesicht. „Ein Teilnehmer hat Schmerzen am ganzen Körper und uns erzählt, dass das durch Wassergymnastik bedeutend besser ist”, erzählt Teuber.

Trainingseinheit erfordert hohen Personalaufwand

Für den Reha-Sportverein ist der Personalaufwand für die Trainingseinheit hoch: Neben den Übungsleiterinnen muss auch immer ein Rettungsschwimmer anwesend sein. „Aber wenn sich jemand nicht gut fühlt, geht er eigentlich selbst raus”, sagt Teuber, die in ihrer 15-jährigen Tätigkeit noch keinen Notfall erlebt hat. Auch Gesunde können am Wassersport teilnehmen, sofern sie Mitglied im Reha-Sportverein werden.

OVB-Reporterin Helena Gennutt hat die Wassergymnastik des Reha-Sportvereins Waldkraiburg selbst ausprobiert. Ihr Fazit: Arme und Beine werden gleichermaßen trainiert und der Spaß kommt auch nicht zu kurz.

Nach einer guten halben Stunde Gymnastik bleibt noch Zeit, einige Bahnen im eigenen Tempo zu schwimmen. Dann heißt es zügig duschen und umziehen, denn die nächste Sportgruppe wartet schon.

Wassergymnastik in den Sommermonaten ungewiss

Für mich als junger Mensch ging die Trainingseinheit schnell vergangen und ich hätte noch ein bisschen weitermachen können. Wobei ich gerade in den Armen gegen Ende schon bemerkt habe, dass sie etwas getan haben. Die Stimmung in der Gruppe habe ich als offen und ausgelassen wahrgenommen. Gleichzeitig war jeder und jede durch das ihn umgebende Wasser sehr bei sich selbst und die Beweglichkeit des Nebenturners hat keine große Rolle gespielt. Als selbsternannte Wasserratte hat mir die Sporteinheit Spaß gemacht und war unterhaltsamer, als ich gedacht hätte.

Die OVB Heimatzeitungen stellen in den nächsten Wochen die Waldkraiburger Sportvereine vor. Heute: Der Reha-Sportverein Waldkraiburg.

Die Saison in der Schulschwimmhalle ist nun vorbei, da sie wegen der Wiedereröffnung des Waldbades jetzt geschlossen ist. „Da waren wir die letzten zwei Jahre verwöhnt”, gibt Vereinsvorsitzender Bartesch zu. Ob auch im Waldbad eine Trainingseinheit angeboten werden kann, ist noch offen. Ansonsten geht es erst ab Oktober im Wasser weiter.

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