Bestandsaufnahme abgeschlossen
Nach Ende der Kontrollen: So viele Waldkraiburger Hundehalter zahlten keine Steuern
Damit nicht nur die ehrlichen Hundebesitzer zahlen: Die Stadt Waldkraiburg hat jetzt nachgezählt, wie viele Hunde tatsächlich in der Stadt leben. Jetzt liegen die Zahlen vor.
Waldkraiburg – Es war eine Frage der Gerechtigkeit: Denn wenn die Stadt überlegt, die Hundesteuer zu erhöhen, dann sollten auch alle Hundehalter für ihre Vierbeiner die Steuer zahlen. Eine höhere Hundesteuer hatte der Stadtrat zwar abgelehnt, aber die sogenannte Hundebestandsaufnahme hat die Stadt trotzdem durchgeführt.
Bis Ende Juni waren Kontrolleure im Stadtgebiet unterwegs, damit liegen der Stadt Waldkraiburg jetzt auch konkrete Zahlen vor. Zum Jahresende waren in Waldkraiburg 1130 Hunde gemeldet, neu hinzugekommen sind jetzt 212 Anmeldungen. Das teilt die Stadt auf Nachfrage mit.
Offene Fälle werden bis Jahresende bearbeitet
Aber es könnten sogar noch ein paar Hunde mehr werden: „Die Zahlen sind vorläufig, da die offenen Fälle bis zum Jahresende noch bearbeitet werden müssen“, heißt es bei der Stadt. Die Liste mit unklaren Fällen sind zum Beispiel solche, wenn ein Hund gebellt hat, aber niemand die Haustür geöffnet hat oder es einen entsprechenden Hinweis von Nachbarn gibt.
Hat sich damit die Aktion für die Stadt gelohnt? Mit rund 137 nicht-angemeldeten Hunden hatte die Verwaltung im Vorfeld kalkuliert, diese Zahl ist auf jeden Fall übertroffen worden. Mit den neu-angemeldeten Hunden generiert die Stadt dadurch Steuereinnahmen von 29.777,50 Euro, die Kosten für die Hundebestandsaufnahme belaufen sich auf 25.228 Euro. Bei einigen Hunden wurde die Hundesteuer sogar rückwirkend fällig.
Fehlende Gerechtigkeit als Auslöser
Die fehlende Gerechtigkeit war Auslöser für eine Hundebestandsaufnahme. Nur unter dieser Voraussetzung hatte nämlich der Finanzausschuss nach einem ersten Patt die Diskussionen zu einer Erhöhung der Hundesteuer wieder aufgenommen, der Stadtrat hatte aber einer Erhöhung schlussendlich knapp nicht zugestimmt.