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Live-Show im Waldkraiburger Haus der Kultur

Was der Hund braucht – und der Mensch oft falsch macht: Profi-Tipps von Holger Schüler

Hundeprofi Holger Schüler im Waldkraiburger Haus der Kultur
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Hundeprofi Holger Schüler war zu Gast mit seiner Show im Waldkraiburger Haus der Kultur.

Ob Leinenziehen, Kommandosalat oder falsch verstandene Tierliebe – Hunde-Profi Holger Schüler nimmt im Haus der Kultur gängige Fehler auf die Schippe und erklärt, wie man sie vermeidet.

Waldkraiburg – „Man kann in Tiere nichts hinein prügeln, aber man kann erstaunlich viel aus ihnen heraus streicheln“ – dieses Zitat der Schriftstellerin Astrid Lindgren bringt es für Hundeprofi Holger Schüler auf den Punkt. Gewalt lehnt er kategorisch ab. Für ihn ist klar: Nicht der Hund ist das Problem, sondern der Mensch.

Mit seiner Live-Show „Hundeerziehung mit Holger Schüler“ im Haus der Kultur begeisterte er sein Publikum nicht nur mit Humor und Unterhaltung, sondern vor allem mit seinem Wissen und praxisnahen Tipps rund um das Zusammenleben mit Hunden.

Glatze, Kinnbart und Pfälzer Charme sind sein Markenzeichen

Holger Schüler zählt zu den bekanntesten Hundeprofis Deutschlands, ist Bestsellerautor, seit über 18 Jahren ein vertrautes Gesicht in Fernsehformaten wie „Der Hundeversteher“ oder „Mein Hund, die Kilos und ich“. Seine Glatze, ein langer Kinnbart, dazu seine direkte und ehrliche Art und sein Pfälzer Charme sind sein Markenzeichen. Er ist der nette Typ von nebenan, der es mit einer Leichtigkeit schafft, selbst mit schwierigen Menschen und Tieren klarzukommen. Aktuell tourt er mit seinem Bühnenprogramm „Hundeerziehung mit Holger Schüler“ und gibt hilfreiche Tipps, wie ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Hund gelingen kann.

Das gleichnamige Buch zu seinem Bühnenprogramm bietet zusätzlich Anleitungen, um Hunde zu verstehen, Probleme zu lösen und für den Alltag richtig zu trainieren. An seiner Seite: seine treuen Hunde Dakota und Anuki, die zeigen, wie viel Spaß es macht, wenn Mensch und Tier eine Einheit sind. So wird schon zu Beginn der Show klar: wenn der Mensch richtig „erzogen“ ist, klappt es auch mit der Hundeerziehung.

Diskussionen mit dem Hund führen selten zum Ziel

Mit viel Witz nahm der Experte das Verhalten vieler Hundebesitzer auf die Schippe: Sei es die feine Dame, die ihren Mini-Hund im Buggy vor sich herschiebt, oder der knallharte Typ, der seinem Schäferhund das Apportieren beibringen will. Klar ist: Der Hund ist ein treuer Partner, aber Diskussionen mit ihm führen selten zum Ziel. Bei vielen Hundebesitzern überschlagen sich die Kommandos und sorgen für Verwirrung. Klare, eindeutige Kommandos statt widersprüchlicher Anweisungen sorgen für Orientierung. „Hunde sehen die Welt klar und strukturiert“, sagt Schüler.

Die meisten Hunde mögen es nicht, dass man ihnen über den Kopf streichelt. Der Mensch macht es trotzdem. Dafür liebt es der Hund zu schnüffeln, aber das gefällt weder Herrchen noch Frauchen. „Lasst eure Hunde doch einfach mal schnüffeln – das ist für sie wie Zeitung lesen“, rät der Experte. Schüler weiß das Verhalten der Tiere zu deuten und den Besitzern zu erklären, wie sie damit umzugehen haben. Es gehe nicht um blinde Tierliebe, sondern um einen ehrlichen Blick auf das Verhalten des Tieres.

Schüler spricht über Alltagsgeschichten: Ob Probleme beim Rückruf, Ziehen an der Leine oder Aggressionen gegenüber Mensch oder anderen Hunden. In seiner Arbeit ist Schüler auch auf „Problemhunde“ spezialisiert. Ganz oft beginnen die Probleme beim Menschen – und hier setzt er mit seiner Erziehungsphilosophie an. Damit aus dem Mensch-Hund-Gespann ein eingespieltes Team wird, muss der Mensch den Sozialpartner Hund verstehen und lernen, mit ihm richtig zu kommunizieren.

Klares Kommando und Leckerlis

In seiner Show gibt der Hundeprofi Tipps, wie sich Fehler korrigieren oder vermeiden lassen. Er zieht Vergleiche zu früher und stellt fest: Wirklich arbeiten müssen heute nur noch Einsatzhunde wie bei Polizei oder Rettungsdienst. Hunde wollen aber beschäftigt werden, viel Bewegung und Spaß haben. Davon profitiert auch der Mensch. Ein fauler Couch-Potato zu sein, liege nicht in der Natur des Hundes.

Ein zentraler Ansatz bei Schüler sind Belohnungen für den Hund. „Immer wenn der Hund etwas toll macht, muss man ihn belohnen – ob mit Leckerli oder dem Lieblingsspielzeug.“ Hilfreich seien auch Trainingspläne, die auf drei grundlegenden Schritten basieren: den Hund mit Namen gezielt ansprechen, ein klares Kommando und ihn dafür auch mit einem Leckerli belohnen und sich Zeit nehmen für den Hund und sich mit ihm intensiv befassen. „Positive Verstärkung fördern und das geht nun mal mit Spiel und Beschäftigung.“

Mehr als zwei Stunden begeisterten Holger Schüler und seine Vierbeiner Dakota und Anuki ihr Publikum – mit viel Wissen und Humor. So auch bei seinem Tipp an die Frauen: „Wenn es mit dem Hund nicht funktioniert, dann probiert das einfach mal mit euren Männern aus.“

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