Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gemeinderat gibt grünes Licht

„Ausbau des Rüstungsbetriebs dringend notwendig”: So wirkt sich die Weltlage auf Aschau aus

Industriegebiet statt landwirtschaftlicher Fläche: Nitrochemie und Bayern-Chemie möchten ihr Werks-Gelände in Aschau am Inn Richtung Fraham erweitern.
+
Industriegebiet statt landwirtschaftlicher Fläche: Nitrochemie und Bayern-Chemie möchten ihr Werks-Gelände in Aschau am Inn Richtung Fraham erweitern.

Die Nitrochemie in Aschau und die Bayern-Chemie wollen ihre Flächen erweitern. Laut Bürgermeister Christian Weyrich zwingt die Weltlage den Rüstungsbetrieb zum Ausbau. Welche Flächen dafür vorgesehen sind und was dafür weichen muss.

Aschau am Inn – Die Firma Nitrochemie möchte ihre Betriebsflächen erweitern. „Die aktuelle geopolitische Lage macht den Ausbau des Rüstungsbetriebs dringend notwendig”, erklärte Bürgermeister Christian Weyrich in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Vorgesehen ist dafür ein Grundstück der Gemarkung Fraham, das dem Unternehmen gehört und bisher landwirtschaftlich genutzt wurde.

Auf dem blau markierten Gebiet möchten die Nitrochemie und die Bayern-Chemie ihre Firmengelände erweitern. Denn eine Nachverdichtung auf dem bestehenden Werksgelände ist nicht oder nur bedingt möglich.

Das 9,6 Hektar große Grundstück grenzt im Norden an das bestehende Werk Aschau und im Westen an die Photovoltaikfreiflächenanlage Urfahrn an. Eine Nachverdichtung auf dem bisherigen Industriegebiet ist nicht möglich. „Auch alternative Flächen nördlich und westlich im Anschluss an den bestehenden Betrieb wurden geprüft, scheiterten aber letztendlich am Grundstückserwerb”, heißt es im Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans.

Langfristig könnte PV-Anlage weichen

Auch die Bayern-Chemie möchte ihr Gelände mittelfristig erweitern. Momentan verdichtet sie im bestehenden Werk nach, stößt aber ebenfalls an ihre Kapazitätsgrenzen. Darum soll auch der Flächennutzungsplan im Bereich der Photovoltaikfreiflächenanlage geändert werden. Das „Sondergebiet Photovoltaik” könnte dann ebenfalls zum Industriegebiet werden, eine Änderung des Bebauungsplans ist aber vorerst nicht geplant. „Wenn der Flächenbedarf da ist, wird die PV-Anlage abgebaut und das Gebiet anderweitig genutzt”, erklärte Weyrich.

Der Solarpark Aschau Werk könnte langfristig Industriegelände weichen.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig und ohne Diskussion, den Flächennutzungsplan für die genannten Grundstücke zu einem Industriegebiet zu ändern und beauftragte die Gemeinde damit, das Bauleitplanverfahren zu beginnen. „Grundsätzlich hätten die Unternehmen auch die komplette Fläche belegen können, haben aber bewusst darauf verzichtet und sich auf die Flächen beschränkt, die zur Nutzung herangezogen werden müssen – das ist unüblich und hat mich selbst überrascht”, schloss Weyrich den Tagesordnungspunkt.

Gemeinderat einstimmig dafür

Zudem war die Aufstellung des Bebauungsplans „Industriegebiet Aschau-Werk Süd” auf der Fläche der Nitrochemie nötig, damit das Unternehmen sein Industriegebiet dort erweitern kann. „Die Bauleitplanung beschränkt sich auf was aktuell notwendig und absehbar ist: Das ist die Fläche der Nitrochemie”, führte Weyrich aus.

Auch dem stimmte der Gemeinderat einstimmig und ohne Diskussion zu. Ein Artenschutzgutachten und ein schalltechnisches Gutachten wurden bereits in Auftrag gegeben. Die Grenzwerte hinsichtlich des Schalls werden rund um die Uhr um mindestens zehn Dezibel unterschritten. Die Ergebnisse des Artenschutzgutachtens sollen bis Ende Juli vorliegen. Auch die verkehrliche Anbindung ist bereits geklärt: Diese erfolgt laut Weyrich über das Werk und nicht die Gemeinde Fraham.

Kommentare