Drei Häuser unbewohnbar
Die Suche geht weiter: Was hat zu dem verheerenden Brand in Oberbergkirchen geführt?
Nach dem verheerenden Brand in Oberbergkirchen dauern die Ermittlungen an: Was die Polizei zu Gerüchten sagt und wie in den Trümmern jetzt nach Hinweisen gesucht wird.
Oberbergkirchen – Die Brandfahnder waren am Freitag wieder vor Ort. Sollten sie konkrete Hinweise auf die Brandgründe haben, so halten sie damit noch hinter dem Berg. „Die Untersuchungen dauern noch an“, sagt Polizeisprecherin Lisa Maier. „Das müssen wir abwarten, zu Gerüchten können wir nichts sagen.“
Polizei reagiert nicht auf Gerüchte
Es gibt Hinweise aus Polizeikreisen, dass die elektrische Einrichtung in einer der Garagen den Brand verursacht hat. Es ist von einer Wallbox die Rede, mit der Elektroautos geladen werden, oder von den Batterien eines E-Autos. „Natürlich gibt es solche Gerüchte, aber von uns gibt es dazu noch nichts“, sagt Maier
Der Großbrand in Oberbergkirchen hatte am Donnerstag gegen 1 Uhr nachts begonnen und von einer Garage auf vier Häuser übergegriffen. Auf einen niedrigen Millionenbetrag beziffert Maier die Schäden, ein Haus ist nach ihren Angaben bewohnbar, die anderen derzeit nicht mehr. Vier Familien sind vom Brand betroffen.
Kreisbrandrat Harald Lechertshuber betont am Tag nach dem Brand die Einschätzung, dass es einfach zu lange gedauert habe, bis die Feuerwehren alarmiert worden seien. Es sei mitten in der Nacht gewesen, bevor jemand das Feuer bemerkt habe, sei vermutlich eine halbe Stunde vergangen. Da hätte der Brand schon auf die Nachbarschaft übergegriffen.
Zu den Brandursachen kann auch der oberste Feuerwehrmann im Landkreis noch nichts sagen. Er betont aber: Brennende E-Autos oder Wall-Boxen waren im Landkreis in der Vergangenheit kein Problem. „Mir ist bis dato nicht bekannt, dass es da Brände gegeben habe.“ Allerdings gab es nach seinen Angaben zwei Vorfälle mit brennenden Batterien im laufenden Betrieb, einer davon auf der Autobahn. „Das E-Autos brennen ist vom Ausmaß her völlig unbekannt.“ Da stellten brennende Benziner einen häufigeren Einsatzgrund für Feuerwehren dar.
Hätten Warnsysteme in der Garage das Inferno verhindern können? Da ist Lechertshuber skeptisch, Schutzmaßnahmen durch Rauch- oder Feuermelder in Garagen hält er nicht für sinnvoll. Entweder würden sie nicht gehört oder durch Abgase zu häufig anschlagen.
