Im Gedenken an ein Original
Zuwachs im „Bankenviertel“: Die „Breznbäcker“ ehren damit einen besonderen Neumarkter
Bänke aus aller Welt in Neumarkt-St. Veit: Vor einigen Jahren hat die Stadt zusammen mit den „Breznbäckern“ diese Aktion ins Leben gerufen, um den Ortskern etwas aufzuhübschen. Ein Neumarkter hat diese Idee mit besonderer Leidenschaft umgesetzt. Ihm wurde nun ein Denkmal gesetzt.
Neumarkt-St. Veit – Eine Extra-Bank für einen der Gründerväter der Neumarkter „Breznbäcker“. Damit ehren die Vereinsmitglieder einen ganz besonderen Neumarkter, der erst vor wenigen Monaten gestorben ist. Und so gibt es im Gedenken an den ehemaligen Stadtrat der UWG jetzt eine eigene Sitzgelegenheit: Die Emil-Steinbach-Bank wurde nun im „Neumarkter Bankenviertel“ ihrer Bestimmung übergeben.
Breznbäcker setzen sich für die Völkerverständigung ein
Neumarkt-St. Veits „Breznbäcker“ sind ein Verein, der für viele Aktionen nicht nur in der Rottstadt bekannt ist. Einmal ist er völkerverbindend mit Aktionen in Frankreich, speziell im Elsass und in Italien, aber er hat auch Verbindungen zu fast allen Nachbarländern. In Neumarkt-St. Veit selbst setzt er sich sozial ein, hilft Kindern und sozial Schwächeren, unterstützt Behinderte und beteiligt sich an Festlichkeiten in der Stadt mit geschmackvollen Beiträgen.
Seit der Werbefachmann Emil Steinbach mit der Werbegemeinschaft auf die Idee kam, prägende Sitzbänke europäischer Großstädte nach Neumarkt zu holen und an exponierten Stellen in der Rottstadt aufzustellen, sind auch die Breznbäcker mit von der Partie.
Bänke aus Paris, Prag, Wien, Meran und Caneva
Es gelang Emil Steinbach im Laufe der Jahre mit seinen Mitstreitern, bis zu seinem Tode im Januar dieses Jahres, originale Parkbänke aus Prag, Wien, Meran und Caneva im „Bankenviertel“ der Stadt aufzustellen. Die echte Pariser Bank holte er sogar selbst mit Frau und Tochter aus dem Pariser Bauhof ab.
Sein großer Wunsch, eine Parkbank aus dem Elsass; wurde ihm jetzt posthum erfüllt. Dazu fühlte sich der Boss der Breznbäcker, der „Elsassbäcker“ Toni Jung, berufen. Er ließ seine Verbindungen spielen, verhandelte mit Stadtoberhäuptern und besorgte sich die originalen, historischen Füße einer Parkbank aus der Orangerie in Straßburg.
Eine Parkbank aus ganz besonderem Ulmenholz
„Die Füß´wurden gereinigt und mit Originalfarbe neu gestrichen. Und die Sitzbretter und die Lehne sind originales Ulmenholz aus Schloss Adlstein.“ Die Stämme hatte, als sie geschlagen wurden, Vereinsmitglied Anton Ortmeier gekauft und in seiner Schreinerei entsprechend bearbeitet. Zuletzt arbeitete er in die Rücklehne das von Emil Steinbach entworfene Neumarkter Logo ein. Diese Bank ist wiederum ein Schmuckstück.
Ehrung für einen „Europabürger“
Zu der Eröffnungsfeier der Bank kamen die Breznbäcker, die Bürgermeister, Christian Göttlinger von der Werbegemeinschaft, natürlich die Familie Steinbach und Bürger zusammen zum Bankenvierte. Toni Jung erklärte allen, dass diese Bank zum Gedenken an den „Europabürger“ Emil Steinbach aus Neumarkt-St. Veit erstellt wurde.
Emil Steinbach hatte sich ja auch 30 Jahre als Stadtrat um die Geschicke Neumarkts gekümmert, wobei er sich für soziale Belange und die der Jugend eingesetzt hatte. „Und weil unser Emil bei Anlässen wie jetzt immer einen Grund zum Feiern mit Speis und Trank sah, wollen wir das jetzt auch tun“, wusste Schreinermeister Anton Ortmeier.
Beste Werbung für die Stadt
Flugs baute der Elsassbäcker ein Büffet mit herrlichen Elsässer Backspezialitäten auf und reichte dazu Gläser mit Crémant, ebenfalls eine Spezialität seiner Heimat. Bürgermeister Erwin Baumgartner und der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Christian Göttlinger begrüßten beide die Aktion als Würdigung eines hochverdienten Bürgers und auch als Werbung für die Stadt.
Die Familie Steinbach erlebte diese Zeremonie dankbar, bewegt und auch freudig, denn „Emil hätte das bestimmt auch gefallen“, waren sich alle sicher.
