Brillanter Nachwuchs
Junge Musiker – große Gefühle: St. Veit erlebt magische Serenaden-Nacht mit Sepp Eibelsgruber
Ein Sommerabend voller Musik: Im Pfarrgarten St. Veit verzaubert Sepp Eibelsgruber mit seiner „nächsten Generation“ das Publikum. Von Volksmusik über Klassik bis zu Filmhits spannt sich der Klangbogen – begleitet von Witz, Charme und musikalischer Leidenschaft.
Neumarkt-St. Veit – Der idyllische Pfarrgarten in St. Veit ist wie geschaffen für Theaterveranstaltungen, größere Gottesdienstfeiern oder musikalische Darbietungen. So ließ es das Wetter auch am vergangenen Sonntag (17. August) zu, dass Musemoaster Sepp Eibelsgruber mit seiner „nächsten Generation“ einem großen Publikum seine musikalischen Schmankerl anbieten konnte.
Nahezu jedes Genre vertreten
Für vier Bläser mit hellem Blech und vier mit dunklem hatte er Stücke vorbereitet, die vom Vitusberg weit ins Rott-Tal und in die Stadt klangen.
Unter den 20 Titeln war nahezu jedes Genre der Musikwelt vertreten. Seine Musiker intonierten Volksmusik, Geistliches, Klassisches, Modernes, Film- und Serienmelodien und Selbstgemachtes. Polkas und Walzer waren auch darunter, aber beim Sepp klingen diese halt nicht einfach nach typischer Bierzelt-Musik. Sepp Eibelsgruber schafft es, jedem einzelnen Stück eine besondere Note zu geben. Schafft das mit unterschiedlichen Temposetzungen und großer Dynamik.
Er verwendet nicht die einfachsten und weichsten Harmonien. Besonders auffällig war das dieses Mal bei den als Gesangsstücke bekannteren Liedern „Schwarze Madonna“ oder beim Wolgalied aus Lehars Zarewitsch.
Charmanter Plauderer und spannender Geschichtenerzähler
Es sind keine schlichten Harmonien, die die Bläser bringen, aber sie tun das mit einer Freude, die ins Publikum übergeht. Die jungen Musikanten spielen fürs Publikum, aber auch ganz besonders für ihren Ausbilder und Dirigenten Sepp Eibelsgruber.
Er hat ihnen eine Begeisterung für diese Musik vermittelt, die sie widerspiegeln und weitergeben. Er selbst glänzt bei dieser Serenade wieder als Unterhalter, ist ein charmanter Plauderer und spannender Geschichtenerzähler.
Die Instrumente waren gut zu hören, auch die feinen Soli, die er besonders bei dem Stück „The Story“ seinen jungen Schülern zugewiesen hatte. Brillant, wie sich hier Marius Preisinger mit dem Flügelhorn und Lukas Obermaier mit dem Bariton präsentierten.
Namentlich zu erwähnen ist auf jeden Fall die 12-jährige Trompeterin Theresa Brandmeier aus Niederbayern. Sie bereicherte diese Blechblasmusikabendveranstaltung zwischendurch mit drei Soli am E-Piano: mit Frank Sinatras Ballade „My Way“, mit Bachs „Invention Nr. 13“ und Joe Dassins „Aux Champs-Elysées“.
Da auch in dieser Abendmusik das Gebetläuten vom hohen St. Vitus Turm ein Teil des Programms war, nützte Heimatforscher Walter Jani die Gelegenheit, in einem Kurzvortrag vom Kloster, vom Turm und von den fünf Glocken darin zu erzählen.
Einladung zum Juchitzen
Sepp Eibelsgruber forderte sein Publikum immer wieder auf, mitzusingen, mitzuklatschen und zu juchzen, wenn es gerade passte. Ja, er stellte sogar Instrumente bereit zum Mitspielen. Eine Besucherin mit Glocken von Alpenkühen erhielt für ihren Einsatz viel Beifall – Sepp Eibelsgrubers Konzerte sind immer voller Überraschungen.
Auch voller Traditionen, wie das stehende Absingen der Bayernhymne am Ende der Veranstaltung. Doch zwei Zugaben musste der Musemoaster noch gewähren, ehe das Publikum sehr zufrieden nach Hause ging.
