Rattenkirchen: Bahn präsentiert Plan
Aufweitung, Pumpstation, Straßensperre: Das ist der aktuelle Planungsstand bei der Ausbaustrecke 38
Rattenkirchen – In der jüngsten Sitzung des Rattenkirchner Gemeinderates wurde der Planungsstand der Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing (ABS38) im Gemeindegebiet vorgestellt.
Noch bevor Projektleiter Wolfgang Kriechbaum zu Wort kam, richtete Bürgermeister Rainer Greilmeier (CSU/FWG) ernste Worte an ihn: die Gemeinde Rattenkirchen sei durch die A94 bereits stark belastet, besonders Lärm sei ein Problem. Aber auch die Beschädigung von Gemeindestraßen beim Bau sei ein Thema, der Bau- und Lieferverkehr für dieses nächste große Vorhaben im Gemeindebereich solle soweit möglich über die Staatsstraße 2084 abgewickelt werden: „Wir stehen der Bahn und dem Ausbau grundsätzlich positiv gegenüber. Alle sollen die Vorteile der Bahn genießen können mit möglichst wenigen Nachteilen für die Anwohner.“
Kurve muss aufgeweitet werden
Der zweigleisige Ausbau, so Kriechbaum, habe eine bessere Qualität des Betriebsablaufs zum Ziel. Alle Abschnitte werden elektrifiziert und zwischen Markt Schwaben und Ampfing für eine Streckengeschwindigkeit von bis zu 200 km/h ausgebaut. Grundsätzlich soll das zweite Gleis nördlich des Bestandes gebaut werden.
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Das gelinge jedoch in der Kurve bei Ziegelsham nicht vollständig: aufgrund der höheren Streckengeschwindigkeit muss die Kurve aufgeweitet werden, östlich von Ziegelsham wird eine Abrückung von der Bestandstrasse um bis zu 38 Meter nötig sein. Den Grund, der dafür benötigt wird, muss die Bahn erwerben.
Bahnübergang Ziegelsham: große Baumaßnahmen nötig
Große Baumaßnahmen sind beim bisherigen Bahnübergang in Ziegelsham nötig: dieser wird ersetzt durch eine Eisenbahnüberführung. Diese wird auch einen Geh- und Radweg bekommen, damit die Anbindung zum Isental als Naherholungsgebiet auch für Fußgänger und Radfahrer gefahrlos möglich ist.
100 Meter lange Grundwasser-Wanne nötig
Dieser Geh- und Radweg liegt im Vergleich zur Fahrbahn etwa zwei Meter erhöht. Zum Schutz des Bauwerks vor Überflutung verläuft die Straße von der Isentaler Straße her kommend erst nach oben um dann unter der Bahnlinie hindurch geführt zu werden.
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Für das Bauwerk ist aufgrund des hohen Grundwasserstandes eine 100 Meter lange Grundwasser-Wanne nötig.
Pumpstation wird errichtet
Damit es auch bei Regen nicht zu Überflutungen in der tiefergelegten Straße kommt, wird eine Pumpstation errichtet. Diese geht nach dem Bau in das Eigentum und die Erhaltungslast der Gemeinde über. Während der Bauzeit wird an dieser Stelle eine Straßensperrung nötig sein, der Planer rechnet mit bis zu zwei Jahren.