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39-Jähriger droht mit Anschlag

Bombendrohung gegen Arbeitsagentur Mühldorf – So ist die Gefahrenlage

Die Arbeitsagentur in Mühldorf wurde Opfer einer Bombendrohung. Geschäftsführer Markus Eberl sorgte für Sicherheit.
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Die Arbeitsagentur in Mühldorf wurde Opfer einer Bombendrohung. Geschäftsführer Markus Eberl sorgte für Sicherheit.

Amokläufe, ein tödlicher Messerangriff auf einen Kollegen, Drohungen: Gewalttaten gibt es auch in Betrieben und Schulen. Jetzt wurde die Mühldorfer Arbeitsagentur Ziel einer Bombendrohung. Wie ernst ist diese Drohung zu nehmen?

Mühldorf – Die Sorge bei einigen Mitarbeitern in der Mühldorfer Agentur für Arbeit ist groß: Seit Mittwoch, 2. Juli, gab es eine Bombendrohung gegen die Behörde. Ausgesprochen hat sie ein 39-jähriger Mann aus dem Landkreis. Die Ämter in Mühldorf und Waldkraiburg wurden darauf hin geschlossen. Die Polizei hat den mutmaßlichen Bombendroher aufgesucht und eine sogenannte Gefährderansprache gehalten.

Kann keine Bombe bauen

Nach unserer Einschätzung ist das nicht ernstzunehmen“, sagt Polizeihauptkommissar Maximilian Maier. „Er kann es nicht umsetzen.“ Der verdächtige 39-Jährige ist nach Einschätzung der Beamten nicht in der Lage, eine Bombe zu bauen.

Der Deutsche mit türkischen Wurzeln ist kein Unbekannter. Schon früher hat er sich zu Drohungen gegen die Arbeitsagentur in Mühldorf hinreißen lassen, einmal einen Amoklauf angekündigt. Passiert ist bislang aber nichts. Maier, der bei der Mühldorfer Polizei den Sachbereich Einsatz leitet, ist davon überzeugt, dass auch diesmal keine reale Gefahr droht. Mögliche andere Angriffe auf Mitarbeiter der Behörde nennt er „reine Spekulation“.

Sorge vor weiterer Attacke

Manche Mitarbeiter beruhigt das kaum. Namentlich will sich niemand zitieren lassen, aus Sorge, damit in der Öffentlichkeit zu stehen. Ihre zentrale Angst ist: „Was kann passieren? Dreht er irgendwann durch?“

Die Agentur für Arbeit in Mühldorf war Ziel einer Bombendrohung

Markus Eberl kennt diese Sorgen und er kennt Drohungen gegen seine Mitarbeiter. Er leitet die Arbeitsagentur in Mühldorf. Der 39-jährige Bombendroher habe sich per E-Mail gemeldet, sagt Eberl. Weil er bei der Behörde registriert sei, sei seine Identität sofort klar gewesen. Eberl sagt: „In solchen Fällen sind wir lieber vorsichtig.“ Das bedeutet: Info an die eigene Security und die Polizei, Türen schließen, niemanden mehr reinlassen.

Markus Eberl ist Geschäftsführer des Jobcenters Mühldorf.

Polizei fuhr sofort zum Bombendroher

Nach der telefonischen Information und einer schriftlichen Übermittlung durch die Arbeitsagentur sei die Polizei sofort tätig geworden, betont Polizist Maier. „Wir sind unverzüglich hingefahren und haben mit ihm gesprochen. Er ist uns ja kein Unbekannter.“ Gefährderansprache heißt das im Polizeideutsch.

Harte Worte oder Drohungen sind in der Arbeitsagentur bekannt. „Schließlich geht es hier oft um die Existenz von Menschen“, sagt Eberl. Es könne schon mal hart hergehen. Deshalb gebe es Sicherheitsmaßnahmen für solche Fälle. Eine Bombendrohung sei ihm aber erstmalig bekannt geworden, die Agentur noch nie aus Sicherheitsgründen geschlossen worden.

Drohung per WhatsApp und E-Mail verbreitet

Der Bombendroher will nach Einschätzung der Polizei Aufmerksamkeit erregen. Dafür spricht, dass er die Nachricht von einer Bombendrohung auch in einer WhatsApp-Gruppe verbreitet und sich mit einer E-Mail an die OVB Heimatzeitungen gewandt hat. Dort spricht er von einer Bombendrohung, ohne sich selbst zu bezichtigen. Auf eine Anfrage der OVB Heimatzeitungen zu seinen Gründen, hat er bislang nicht geantwortet.

Die Polizei hat Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und dem Landratsamt gegen den Mann gestellt. Am Freitag, 4. Juli, haben die Arbeitsagenturen in Mühldorf und Waldkraiburg wieder geöffnet.

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