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Ein Nachmittag mit Familie und Freunden

Ein Jahrhundert voller Leben: Neu-Mühldorfer feiert seinen 100. Geburtstag

Lothar Esau 100 Mühldorf
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Die Leiterin des Wohn- und Pflegezentrum Sonnengartens Ann-Kathrin Wild mit Jubilar Bewohner Lothar Esau und Mühldorfs Bürgermeister Michael Hetzl als Gratulant.

In 100 Jahren führte Lothar Esaus Weg von Danzig bis nach Altmühldorf. Dort hat er im Sonnengarten eine neue Heimat gefunden. Ein Blick zurück auf ein langes und erfülltes Leben.

Mühldorf – Am 26. August feierte Lothar Esau in Altmühldorf im Kreise seiner Familie seinen 100. Geburtstag. Seine Angehörigen hatten den Anlass liebevoll vorbereitet, um diesen besonderen Meilenstein gemeinsam zu begehen. Kinder, Enkel, Patensohn sowie einige Bekannte waren zu Esau ins Wohn- und Pflegezentrum Sonnengarten gekommen. Der Jubilar pustete stolz die Kerzen auf seinem Kuchen aus und nahm die Glückwünsche entgegen.

Ein Kuchen, Kerzen und Glückwünsche

Ann-Kathrin Wild, die Einrichtungsleiterin des Sonnengartens, überreichte ihrem Bewohner einen selbst gebackenen Kuchen in Herzform aus der Küche – eine süße Geste voller Wärme und Herzlichkeit. Auch Mühldorfs Bürgermeister Miachel Hetzl ließ es sich nicht nehmen, dem Bewohner persönlich zu gratulieren. In seiner kurzen Ansprache würdigte er das lange Leben, die gesammelten Erfahrungen und die Lebensleistung des Geburtstagskindes.

Geboren 1925 in Danzig als älterer Sohn, blickt Lothar Esau auf ein bewegtes und erfülltes Leben zurück. Nach Schulzeit und Kriegsjahren absolvierte er eine Maurerlehre und studierte anschließend Tiefbau.

Bereits zu Beginn seines Berufslebens lernte er im Hunsrück seine spätere Frau kennen, 1956 wurde geheiratet. Die beiden waren bis zum Tod seiner Ehefrau 67 Jahre lang verheiratet war.

Von Danzig über Hamburg nach München

Kurz nach der Hochzeit trat Esau seine erste Arbeitsstelle für den Bau einer Pipeline in Hamburg an. Dort kamen auch die beiden Söhne zur Welt. Ein beruflicher Wechsel führte die Familie nach Mülheim an der Ruhr, wo die Tochter geboren wurde.

Schließlich ging es für die junge Familie nach München. Für die Transalpine Pipeline (TAL) zog die Familie 1965 nach Ottobrunn, wo sie viele Jahre lebte.

Neben seiner erfolgreichen Arbeit als Ingenieur fand Lothar Esau immer Zeit für seine vielfältigen Interessen. Gemeinsam mit seiner Frau unternahm er zahlreiche Reisen, Wanderungen und Radtouren. Kunst und Kultur hatten für ihn stets einen hohen Stellenwert: Er malte, fertigte Silberschmuck, band Bücher und sammelte sowie bearbeitete Mineralien. Auch die Ahnenforschung zählte zu seinen Leidenschaften. Bis ins hohe Alter blieb er neugierig auf neue Entwicklungen – besonders in der Computertechnik.

Seine Freundschaften pflegte er mit großer Herzlichkeit und Beständigkeit, zudem engagierte er sich viele Jahre aktiv in der evangelischen Kirche. Seit Mitte 2024 lebt er im Sonnengarten in Altmühldorf.

Im Kreise seiner Familie und Freunde wurde das hohe Wiegenfest mit Erinnerungen aus vergangenen Jahrzehnten und netten Gesprächen gefeiert, sodass der nun Hundertjährige einen schönen Nachmittag genießen konnte.

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