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Feier-Stimmung am ersten Wochenende

Zwischen Bier-Bingo und Blasmusik: Mühldorfer Volksfest mit neuem Besucher-Liebling?

Auf dem Mühldorfer Volksfestplatz drehen sich bis Montagabend (8. September) nicht nur das Riesenrad und das Weißbierkarussell.
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Auf dem Mühldorfer Volksfestplatz drehen sich bis Montagabend (8. September) nicht nur das Riesenrad und das Weißbierkarussell.

Von der Holzkegelbahn über das „Chaos-Pendel“ bis zu Blasmusik und Bier-Bingo: Das Volksfest in Mühldorf bot am Wochenende für jeden etwas. Ab 20 Uhr füllten sich Zelte und Biergärten, die Stimmung stieg – und die Volksfestbusse waren um Mitternacht rappelvoll. Was besonders gut ankam.

Mühldorf – Es gibt einen neuen Liebling der Volksfestbesucher: die Holzkegelbahn vor dem Spatenzelt. Sie ist den ganzen Samstagabend (30. August) dicht belagert. Auf der einen Seite Frauen und Männer, Alte und Junge, Kinder, die die Holzkugeln rumpelnd über die Bahn in Richtung Kegel schieben.

Beliebt: Die Holzkegelbahn am Spatenzelt.

Auf der anderen Schaulustige, die ihre Köpfe von außen in die Bahn strecken und dem lustigen Treiben zuschauen. Sind die Kegel zufriedenstellend gefallen, gilt es sie mit Muskelkraft und Seilzug wieder aufzurichten.

In den frühen Abendstunden kann man in den Biergärten noch leicht einen Platz ergattern.

Der Start in den Abend verläuft eher zurückhaltend. Die Zelte sind nicht wie früher am ersten Samstag vorgekommen ausreserviert, um 19 Uhr gibt es auch noch ausreichend Platz in den Biergärten. Das milde Spätsommerwetter lädt zum Verweilen ein. Draußen ist Schlendern zwischen den Budengassen leicht möglich.

Vergnügtes Kreischen aus „Chaos-Pendel“

Erst nach 20 Uhr wird es voll. Im Innbräu haben die Heldensteiner HeuBodnBlosn mit ihrer Mischung aus Schlager und Blasmusik die ersten auf die Bierbänke gehoben. Im Spatenzelt stehen fast schon alle, als D’Moosner zum zweiten Mal beim Volksfest heuer Partyalarm geben.

Vergnügtes Kreischen aus dem Chaos-Pendel.

Aus dem „Chaos-Pendel“ dringen die schon vertrauten Schreie, vor den anderen Fahrgeschäften und Süßigkeitsbuden bilden sich kurze Schlangen.

Das Interesse an der Holzkegelbahn des Spatenzelts verschärft von Stunde zu Stunde mehr den Engpass im Bermuda-Dreieck des Volksfests zwischen Tiroler Alm und Bierkarussell. Hunderte vor allem junger Leute verbringen dort den Abend, ein Durchkommen gibt es kaum.

Wer es in die Alm geschafft und einen Tisch ergattert hat, das sind meist ältere Volksfestbesucher, kann sich über einen gemütlichen Abend freuen. Als die Volksfestbusse um Mitternacht die Gäste nach Hause fahren, sind sie voll besetzt.

Watten oder Bier-Bingo?

Die Veranstaltungen, die begleitend zum Volksfest stattfinden, erfahren unterschiedliche Resonanz. So gibt es eine Rekordbeteiligung beim Watt-Turnier der „Boarischn“, was Vorsitzenden Klaus Werkstetter und Spielleiter Hans Ludwig freut.

Teilnehmerrekord beim Watt-Turnier im Erhartinger Zelt: Gespielt wurde an 35 Tischen. Unser Bild zeigt die Sieger (von links): Klaus Werkstetter, Elfriede und Julia Plank, Festwirt Markus Leserer, Marco Harrer, Christian Schober, Bürgermeister Michael Hetzl und Hans Ludwig.

Im Erhartinger Festzelt zocken 70 Mannschaften an 35 Tischen vier Studen lang, ehe nach acht Spielen die Sieger feststehen. Die Gesamtwertung gewann die Mannschaft Schober/Harrer, in der Damenwertung hatte das Mutter-Tochter Team Plank/Plank die Nase vorn. Die vereinsinterne Wertung ging an die Mannschaft Prametsberger/Ludwig.

Stellt sich besser an, als es sich zutraut: das Team Salzburger Magistrat beim internationalen Fußballturnier in Mühldorf.

Beim internationalen Fußballturnier auf der Sportanlage des TSV Mühldorf treten acht Mannschaften an; mit dabei ein Team aus der künftigen Partnerstadt Salzburg und zwei Mannschaften aus der ungarischen Partnerstadt Cegled. Für die Kicker vom Magistrat der Stadt Salzburg ist es die erste Teilnahme.

Beim internationalen Fußballturnier trug sich Bürgermeister Dr. András Csáky aus der ungarischen Partnerstadt Cegled ins goldene Buch der Stadt Mühldorf ein. Über die Schulter schauen ihm (von links) Bürgermeister Michael Hetzl, Dolmetscher Istvan Molnar, Zweite Bürgermeisterin Ilse Preisinger-Sontag und die ungarische Konsulin Renáta Eszter Boros, die sich ebenfalls eingetragen hat.

Die Hobbyspieler stellen sich besser an, als sie es sich zunächst selbst zutrauen. Im Finale setzt sich der FC Mühldorf gegen die Polizei Mühldorf mit 1:0 durch. Platz 3 belegt nach einem 4:3 Sieg gegen das Landratsamt Mühldorf der 1. FC Lehrer. Sieger und Besiegte feiern im Anschluss gemeinsam bei der Siegerehrung im Innbräu Festzelt.

Bier Bingo: 30 Teilnehmer spielten um Freibier.

Zögerlich trudeln die Teilnehmer beim ersten Bier-Bingo im Innbräu Festzelt ein. 30 Personen spielen - wie beim echten Bingo - um die passenden Zahlen auf ihrer Karte. Der Preis für die Gaudi: eine Maß Festbier.

Nachgefragt bei der Polizei Mühldorf gab es am Freitag und Samstag keine besonderen Vorkommnisse auf der Festwiese.

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