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Bundespolizei sucht Zeugen

Nach Angriff auf 15-Jährigen am Bahnhof in Mühldorf: So ist die Sicherheitslage

Ein 27-Jähriger ging rund um den Mühldorfer Bahnhof auf junge Frauen, Arbeitskollegen und Polizisten los. Dafür musste er sich jetzt vor dem Landgericht Traunstein verantworten.
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Am Montag, 13. Oktober, gingen drei junge Männer am Bahnhof Mühldorf auf einen 15-Jährigen los. Die Bundespolizei sucht Zeugen.

Drei junge Männer griffen am Montag (13. Oktober) am Bahnhof Mühldorf einen Jugendlichen (15) an und verletzten ihn. Die Bundespolizei ermittelt und bittet um Zeugenhinweise zum Tatablauf. Warum die Täter sich sorgen müssen.

Mühldorf – Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag, 13. Oktober, am Bahnhof in Mühldorf; die Bundespolizei machte ihn erst jetzt öffentlich. Gegen 15.30 Uhr sollen drei junge Männer zwischen 15 und 21 Jahren versucht haben, einen 15-jährigen Mühldorfer aus dem Bahnhof zu drängen. Dabei kam es zu einem Gerangel und ein Täter soll den Mühldorfer mit einem Gegenstand in die Rippen geschlagen haben.

„Dabei hat es sich wohl um einen metallischen Gegenstand gehandelt“, sagt Jan-Uwe Polte, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Freilassing. „Durch den Aufschrei einer Mitarbeiterin der Bahn haben die Drei ihr Treiben eingestellt und das Weite gesucht.“

Täter sind bereits im Visier – trotzdem braucht es Zeugen

Der Mühldorfer sei dann wenig später bei der Bundespolizei erschienen und habe den Vorfall gemeldet, sagt Polte. Die Bundespolizei ermittelt wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Bedrohung gegen die Tätergruppierung.

„Wir sind relativ sicher, die Verdächtigen namentlich identifizieren zu können“, sagt Polizeisprecher Polte. Um den Verdacht zu untermauern, sucht die Bundespolizei Zeugen, die Angaben zum Tatablauf und zur Tatausführung machen können. Beobachtungen und Hinweise nimmt die Bundespolizei telefonisch (08631-16660-0) oder via E-Mail (bpoli.freilassing@polizei.bund.de) entgegen.

Hausherr und Chef der Südostbayernbahn (SOB), Matthias Krause, bedauert den Vorfall. „Bei uns sind täglich so viele Menschen unterwegs, da kommt es leider zu solchen Vorfällen.“ Die SOB sei aber im ständigen Austausch mit ihrem Sicherheitsdienst und den Behörden, „damit wir die Sicherheit für unsere Kunden und Mitarbeiter weiter erhöhen“.

Bahnhof wurde sicherer

Trotz des jüngsten Vorfalls bescheinigt Polizeisprecher Polte dem Mühldorfer Bahnhof ein „hohes Maß an Sicherheit“: So gingen die Straftaten im Vergleich zu den Jahren 2023 und 2024 um ein Drittel (32 Prozent) zurück. „Insbesondere die Körperverletzungs- sowie Eigentumsdelikte, die für das Sicherheitsgefühl von besonderer Bedeutung sind, bewegen sich auf einem niedrigen Niveau.“ Mehr als Dreiviertel aller in Mühldorf erfassten Straftaten tangierten die Sicherheit der Reisenden kaum oder gar nicht; hier handele es sich um Schwarzfahren und Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz.

Einen Grund für diesen Rückgang sieht Polte in der ständigen Präsenz von uniformierten und zivilen Polizisten. „Dementsprechend kann die Bundespolizei Straftaten sowie Ordnungswidrigkeiten wirksam auf ein Mindestmaß eindämmen.“

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