Familie bittet Öffentlichkeit um Hilfe
„Wir gehen durch die Hölle“: Mädchen Mila (9) aus Burgkirchen kämpft um ihr Leben
Während für viele Kinder der Schulalltag längst wieder begonnen hat, kämpft die neunjährige Mila aus Burgkirchen um ihr Leben. Ihre Familie bittet nun die Öffentlichkeit um Unterstützung.
Burgkirchen – „Wir gehen durch die Hölle“, erklärt Saskia Schätz im Gespräch mit innsalzach24.de. Die 32-Jährige bangt seit September zusammen mit Ehemann Andreas und Kind Marie (1) um das Leben ihrer Tochter Mila (9). Denn bei dem Mädchen wurde vor knapp einem Monat Medulloblastom diagnostiziert. Ein hochgradig bösartiger Tumor mit Krebseigenschaften.
Mila (9) aus Burgkirchen kämpft um ihr Leben
„Es ging damit los, dass Mila immer wieder über gewisse Symptome wie Kopfschmerzen oder Erbrechen geklagt hatte. Wir sind dann zu unserer Hausärztin gegangen, die erst meinte, dass es sich um einen harmlosen Infekt handelt“, erzählt die Mutter. „Als die Schmerzen aber nicht weniger wurden, hat sie uns zu einem Neurologen geschickt. Dort wurde dann nach einem MRT am 11. September die Diagnose gestellt.“
Ein Schlag ins Gesicht für die junge Familie: „Eine solche Krankheit kommt bei Kindern zwar durchaus häufig vor, aber das Blastom war schon relativ groß. Deswegen wollte das Krankenhaus Altötting Mila auch gleich über das Wochenende behalten, doch wir haben dem einen Riegel vorgeschoben. Der psychische Druck wäre für meine Tochter enorm gewesen“, mutmaßt die Burgkirchnerin. Am darauffolgenden Montag habe man den Anruf erhalten, dass Mila gleich am nächsten Morgen im Uni-Klinikum in Großhadern operiert werden könne.
Trotz Operation immer noch Probleme
Und das nur fünf Tage nach Feststellung: „Normalerweise dauert eine solche Operation, bei der der Tumor entfernt wird, vier bis fünf Stunden. Mila lag allerdings neun Stunden unter dem Messer. Danach wurde nochmals ein MRT durchgeführt, um zu sehen, ob alles gut gelaufen ist. Dabei wurde aber ein Blutgerinnsel entdeckt“, seufzt Schätz und fügt an. „Auch das wurde entfernt, weswegen sie knapp zwölf Stunden operiert wurde.“
Seitdem gehe es Mila aber nicht zwingend besser: „Sie lag danach für 48 Stunden auf der Intensiv-Station im Koma. Inzwischen befindet sie sich in der Haunerschen Kinderklinik, hat aber immer noch kaum Wachphasen. Letztens war sie beispielsweise für gerade einmal 15 Minuten wach. Die Ärzte sind deswegen auf Ursachenforschung, da dies nicht der typische Krankheitsverlauf nach einer solchen Operation sei.“ Unter anderem sei bei ihr eine Pilzinfektion festgestellt worden, die aktuell medikamentös behandelt werde.
Familie bittet Öffentlichkeit um Hilfe: „Brauchen jeden Euro“
Für Schätz eine unfassbare Herausforderung: „Es ist wahnsinnig krass. Am Anfang habe ich unfassbar viel geweint und wusste gar nicht, wohin mit mir. Aber ich bin ein Kämpfertyp und möchte stark sein für meine Familie.“ Ihren Ehemann nehme das Ganze brutal mit: „Mila ist zwar nicht mein leibliches Kind, aber ich sehe sie voll und ganz als meine Tochter an und versuche zu helfen, wo ich nur kann.“
Doch die Familie bittet nun auch die Öffentlichkeit um Hilfe: „Ich bin Instandhaltungstechniker und mein Job steht auf der Kippe, da ich wegen dem Vorfall schon länger krankgeschrieben bin. Wir brauchen aber jeden Euro, um Mila helfen und alle weiteren Schritte zahlen zu können. Sie braucht eine Strahlen- und Chemotherapie, wobei das Ganze mehrere Monate dauern und unter anderem in Heidelberg stattfinden wird. Das sind enorme Kosten, die auf uns zukommen.“
Mutter wendet sich an leiblichen Vater
Denn die monatlichen Fixkosten würden bleiben: „Deswegen haben wir uns dazu entschieden, ein Spendenkonto für Mila anzulegen. Wir konnten auch schon bereits über 10.000 Euro sammeln, was wir enorm zu schätzen wissen. Wir sind über jede einzelne Spende unendlich dankbar und wünschten auch, dass wir etwas zurückgeben können. Aber wir machen das Ganze für Mila, damit sie schnell wieder gesund werden kann.“
Zum Abschluss wendet sich die 32-Jährige noch an ihren Ex-Freund, den leiblichen Vater von Mila: „Wir haben ihn bereits versucht, zu kontaktieren, da es sein kann, dass sein drittes Kind unter der gleichen Krankheit leidet. Ich hoffe einfach nur, dass, wenn er das hier lesen sollte, sein Kind untersuchen lässt. Weil das, was wir aktuell durchmachen, wünsche ich keiner anderen Familie.“ (gz)