„Kann wirklich jeder spielen“
Riesiger Hype: Vier Schläger und ein Glaskasten – Padel erobert auch Burghausen
Vier Spieler, vier Schläger, ein Ball – und das Ganze in einem Glaskasten: Padel, die Trendsportart aus Spanien, begeistert derzeit die Welt. Dabei kann man dem Hype auch in Burghausen nachgehen.
Burghausen – Fußball, Tennis, Golf. Die drei wohl mit am beliebtesten Sportarten der Welt bekommen nun Konkurrenz aus Spanien. Denn „Padle-Tennis“ löst bei Jung und Alt aktuell einen regelrechten Hype aus. Kein Wunder also, dass die neue Trend-Sportart auch in unsere Region übergeschwappt ist. Dabei hat Padel wenig mit dem klassischen Tennis zu tun.
Trendsportart Padel im Landkreis Altötting
„Seit etwas mehr als einem Jahr haben wir einen Padel-Court in Töging stehen, wobei dieser sehr gut genutzt wird“, erklärt Oskar Männer, Mitgründer der Firma Padel4All, im Gespräch mit innsalzach24.de. „In Burghausen gibt es die Plätze erst seit wenigen Monaten, wobei diese nun aber ordentlich Spieler an Land ziehen. Am Anfang hat das Ganze erstmal ein bisschen Anlaufzeit gebraucht, was völlig normal ist.“
Doch was macht Padel so reizvoll? „Es ist einfach ein sehr angenehmer Sport, da jeder ohne Vorwissen spielen kann und schon nach wenigen Schlägen Erfolge zu sehen sind. Dementsprechend ist die Frusttoleranz im Vergleich zum normalen Tennis äußerst gering“, gibt Männer zu Protokoll. „Zudem kommt man selten in einen hohen Pulsbereich, hat aber trotzdem viele schnelle und intensive Bewegungen mit dabei.“
Männer: „Man braucht kein großartiges Equipment“
Gespielt wird allerdings nicht im Eins-gegen-Eins: „Man kann zwar alleine üben oder sich zu zweit aufwärmen, aber der klassische Padel wird im Zwei-gegen-Zwei gespielt. Dies ist international überall gleich.“ Auch deswegen sei es eine tolle Bereicherung für den sportlichen Alltag: „Es macht einfach viel mehr Spaß, wenn man sich mit seinen Freunden oder Familienmitgliedern duellieren und alles auf dem Platz lassen kann.“
Darüber hinaus habe die Sportart noch einen sehr nützlichen Vorteil: „Ich vergleiche Padel immer mit Minigolf oder Volleyball am Badesee. Man braucht einfach kein großartiges Equipment, sondern bucht sich bei uns einen Platz und bekommt zusätzliche Leihschläger dazu. Dadurch sind die Bedingungen für alle gleich“, schmunzelt der Tennislehrer, der sich vor allem dem SV Wacker Burghausen sehr dankbar zeigt.
Vereinsmitgliedschaft kein Muss
„Für mich persönlich ist das alles andere als selbstverständlich, dass ein Verein solche Courts auf seinem Gelände aufstellen lässt. Der SV Wacker hat uns aber von Beginn an signalisiert, dass sie diese neue Sportart anbieten möchten. Sie sehen darin nämlich einen absoluten Mehrwert für das Vereinsleben.“ Würden sich manche Klubs das nicht trauen, dann könnten die Leute Padel eben auch nicht kennenlernen.
Vier Spieler, vier Schläger, ein Ball und ein Glaskasten. Was ziemlich absurd klingt, entpuppt sich tatsächlich als die neue Trendsportart: „Wir freuen uns über jeden, der vorbeikommt und Padel eine faire Chance gibt. Entweder in Töging oder eben in Burghausen. Dabei muss man kein Mitglied des Vereines sein. Bei uns ist jeder willkommen“, so Männer zum Abschluss. (gz)