Zukunft der Realschule weiter ungewiss
Millionenfrage um Realschule Burghausen: „Stehen kommunaler Übernahme wohlwollend gegenüber“
Die Sanierung der Maria-Ward-Realschule Burghausen wird teuer – die Rede ist von hohen zweistelligen Millionenbeträgen. Stadt, Landkreis und Stiftung suchen gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung.
Burghausen – Die Zukunft der Maria-Ward-Realschule Burghausen bleibt weiterhin offen. Zwar sind sich alle Beteiligten einig, dass das historische Schulgebäude dringend saniert werden muss, doch wie es konkret weitergeht, ist noch nicht entschieden. Im Gespräch waren bereits mehrere Optionen – von einer umfassenden Sanierung über eine Teilmodernisierung bis hin zu einem ergänzenden Neubau in der Zaglau. Dabei ist die Rede von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag, den die Schulstiftung allein wohl nicht tragen kann. So kam auch eine staatliche Trägerschaft ins Gespräch. Nun äußerten sich Stiftung, Stadt Burghausen und Landratsamt Altötting zum aktuellen Stand.
Attraktives Gesamtkonzept liegt bereits vor
Die Maria-Ward-Schulstiftung stellt sich bisher zurückhaltend zu Details. Ulrike Senger, Vorsitzende des Vorstands, betont aber: „Die baldige Grundsanierung des historischen Schulgebäudes ist dringend erforderlich und die Klassenräume müssen an moderne Standards angepasst werden.“ Die Sanierung soll „hohe zweistellige Millionenbeträge“ kosten. Laut Senger liege bereits ein „attraktives Gesamtkonzept zur Gestaltung der Schule nach modernen Standards“ vor, konkrete Umsetzungsschritte seien jedoch noch nicht festgelegt worden. Ein Spitzengespräch mit dem Landratsamt Altötting und der Stadt Burghausen sei allerdings „in den Blick genommen“ worden.
Finanzielle Lage beeinflusst die nächsten Schritte
Die Stadt Burghausen und das Landratsamt Altötting arbeiten eng mit der Maria-Ward-Schulstiftung zusammen, um eine langfristige Lösung für den Schulstandort zu finden. Dabei spielen die finanziellen Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle, denn sowohl die Haushaltslage des Landkreises als auch die der Stadt Burghausen sind angespannt.
Der Burghauser Bürgermeister Florian Schneider (SPD) betont, dass er den Standort der Realschule in der Altstadt als „wichtig und richtig“ sieht. Seiner Ansicht nach müssten hier gute, moderne Räume zum Lernen entstehen. „Das kann auch eine Kombination aus Sanierung im Altbestand sowie ein moderner Neubau in der Zaglau sein“, so Schneider. „Wichtig dabei sind ein Kostendeckel und ein gutes, zeitgemäßes Konzept mit Zukunft – für die langfristige Sicherung der Schule am Standort Burghausen.“ Klar sei, dass die weiteren Schritte maßgeblich auch von der aktuellen und künftigen wirtschaftlichen Lage abhängen.
„Stehen kommunaler Übernahme wohlwollend gegenüber“
Parallel prüft der Landkreis Altötting, ob eine Übernahme der Schule in kommunale Trägerschaft möglich ist. Auf Anfrage von innsalzach24.de teilt Markus Huber, der Pressesprecher des Landratsamtes in Altötting, mit, dass der Landkreis und die Stadt Burghausen einer Übernahme der Schule in kommunale Trägerschaft „wohlwollend gegenüberstehen“ – natürlich vorbehaltlich der notwendigen Beschlüsse durch den Kreistag.