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Wie steht es um die Zukunft der Altstadtschule?

Neubau der Realschule in der Zaglau? Burghauser Bürgermeister stellt Stadtrat neue Idee vor

Könnte hier künftig ein neuer Bau für die Maria-Ward-Realschule entstehen?
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Könnte hier künftig ein neuer Bau für die Maria-Ward-Realschule entstehen?

Geht es nach dem Burghauser Bürgermeister Florian Schneider, dann bleibt die Maria-Ward-Realschule auf jeden Fall in der Altstadt. Bei der jüngsten Stadtratssitzung brachte er seine Idee zu einem möglichen Neubau vor.

Burghausen – Der Burghauser Stadtrat hat sich in seiner letzten Sitzung mit der Zukunft der Maria-Ward-Realschule befasst. Bürgermeister Florian Schneider (SPD) brachte dabei eine neue Idee ins Spiel: ein möglicher Neubau der Schule auf dem Parkplatz in der Zaglau. „Es sollte eine Denkvariante sein, in der Altstadt zu schauen, wo Schulräume untergebracht werden können“, erklärte er. Ziel sei es, einen modernen, hellen und attraktiven Bau zu schaffen, der den Anforderungen einer zeitgemäßen Schule gerecht wird. Eine Entscheidung dazu sei jedoch noch nicht getroffen. Erst müssten Grundsatzbeschlüsse in den Kreisgremien erfolgen und Fragen zur Finanzierung geklärt werden.

Sanierungsbedarf und finanzielle Herausforderungen

Die Zukunft der Realschule beschäftigt die Stadt bereits seit längerem. Das bisherige Schulgebäude am Stadtplatz ist sanierungsbedürftig, eine grundlegende Modernisierung wäre mit hohen Kosten verbunden. „Ich sehe es als ein großes Sanierungsprojekt für die nächsten Jahre“, so Bürgermeister Schneider. Er betonte, dass man 2025 grundsätzliche Weichenstellungen vornehmen müsse, um die Zukunft der Schule zu sichern. „Wir sind hier zwar nicht der Sachaufwandsträger, aber ich denke, wir sollten das Projekt ganz nennenswert unterstützen.“

Stadtrat Gunter Strebel (Grüne) hob die große Bedeutung der Realschule für Burghausen hervor, betonte aber zugleich, dass der Freistaat Bayern und der Landkreis hier gefragt seien. Klaus Schultheiß (Freie Wähler) wies auf die angespannte Haushaltslage hin und betonte, dass eine klare Priorisierung notwendig sei. Er äußerte Skepsis, ob sich der Altbau überhaupt noch zu einer funktionalen Schule umgestalten lasse. Da im Altöttinger Kreistag darüber gesprochen wurde, dass die Schulstiftung die Trägerschaft für die Maria-Ward-Realschule abgeben wolle, forderte er eine Stellungnahme des Bürgermeisters.

Bürgermeister Schneider: „Realschule soll in Burghausen bleiben“

Schneider betonte: „Es geht darum, wie man die Realschule gut in Burghausen hält. Gebäudesanierung und Trägerschaft sind zwei Paar Schuhe.“ Seiner Ansicht nach könne die Realschule mit einem Kostendeckel und einer vernünftigen Trägerschaft in Burghausen bleiben. Entsprechende Gespräche liefen weiterhin. Schultheiß erinnerte daran, dass die Schulstiftung bereits vor drei oder vier Jahren einen Planungsauftrag vergeben habe, der jedoch gescheitert sei. „Wir sollten diskutieren, was für die Stadt Sinn macht und uns einen Plan B überlegen“, forderte er.

Aktuell werde untersucht, welche Räume in der Schule weiterhin genutzt werden können und welche nicht, so Schneider. „Es sollte eine Denkvariante sein, in der Altstadt zu schauen, wo Schulräume untergebracht werden können. Ein Beispiel wäre, den Parkplatz in der Zaglau zu überbauen und dort einen modernen, hellen, attraktiven Schulbau entstehen zu lassen.“ Zunächst müssten aber die nötigen Grundsatzbeschlüsse in den Kreisgremien gefasst werden. Zudem sei zu klären, wer welche finanziellen Beiträge leisten kann und welche Förderungen es gibt.

Schulstiftung hält sich bedeckt

„Die Burghauser Altstadt hat sich als Schulstadt und Schulstandort entwickelt. Aber die jetzigen Gebäudlichkeiten für die Schule weiterzunutzen, scheint ein Fass ohne Boden zu sein“, so Stadtrat Peter Schacherbauer (UWB). Auch die Finanzlage des Landkreises lasse eine umfassende Unterstützung fraglich erscheinen. Burghausen müsse in jedem Fall eigene Projekte priorisieren. Dritter Bürgermeister Stefan Angstl (Grüne) betonte, dass das Staatsministerium eine Schlüsselrolle spiele. „Zum einen ist es eine Bedarfschule, und dann kann eine entsprechende finanzielle Verantwortung nicht von sich gewiesen werden“, erklärte Angstl.

Die Schulstiftung selbst äußerte sich bislang nicht zur Diskussion. Vorstandsvorsitzende Dr. Ulrike Senger bat um Verständnis, dass der Vorstand im Zuge der laufenden Gespräche derzeit keine Stellungnahme abgeben könne.

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