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Heimatfilmfestival Biennale Bavaria

Ein Hauch von Oscar bei der Biennale: Gewinner des Festivals in Altötting prämiert

Gruppenfoto mit Filme- und Festivalmachern zum Abschluss der Biennale Bavaria.
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Gruppenfoto mit Filme- und Festivalmachern zum Abschluss der Biennale Bavaria.

Glanz und große Emotionen beim Heimatfilmfestival Biennale Bavaria: In Altötting wurden die Saphira-Preise in fünf Kategorien an herausragende Filme vergeben. Das sind die Gewinner.

Altötting/Mühldorf/Wasserburg – „Es herrscht ein Hauch von Oscar im Saal“, meint BR-Moderatorin Ursula Heller. Sie führt gemeinsam mit ihrem Kollegen Jerry Gstöttner durch das Programm zum Abschluss des Heimatfilmfestivals Biennale Bavaria. Mit der Verleihung der Saphira in den fünf Kategorien „Kinder- und Jugendfilm“, „Independence“, „Dokumentarfilm“, „Spielfilm“ und „Courage-Preis“ findet die dritte Auflage des Festivals ihren Höhepunkt.

Moderatoren und Schirmherr: (von links) Jerry Gstöttner, Jean Asselborn, Ursula Heller.

Promis in der Jury

Jury und Laudatoren, darunter die Schauspielerinnen Michaela May und Johanna Bittenbinder und Pfarrer Rainer Maria Schießler, waren voll des Lobes für die ausgewählten Filme und bezeichneten die Entscheidungen über die Preisträger übereinstimmend als schwierig. Alle hätten einen Preis verdient, doch nur einer könne gewinnen, hieß es.

Eingangs hatte der Schirmherr der Biennale und ehemalige Außenminister Luxemburgs, Jean Asselborn, seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass der neu gewählte Papst Leo XIV. Frieden in die Welt bringen und die USA und Europa gemeinsam dazu beitragen werden, Kriege zu beenden. Schließlich gehe es für die Menschen um ihre Heimat, Millionen hätten diese aufgrund der Kriege und Verfolgung nicht mehr. Dabei kritisierte Asselborn das Vorgehen der Bundesregierung, die mit ihren Kontrollen an den Grenzen den falschen Weg gehe und den Schengenraum gefährden: „Aussperren ist ein Fehler“, sagte er.

In der Kategorie „Kinder- und Jugendfilm“ machte Produzent Sven Rudat mit „Grüße vom Mars“ das Rennen und nahm den von der Firma Siltronic gestifteten Preis aus den Händen von Klaus Angermaier entgegen.

Preisübergabe in der Kategorie Kinder und Jugendfilm „Grüße vom Mars“: (von links) Klaus Angermaier und Produzent Sven Rudat.

Als besten Film aus der Kategorie „Independence“ zeichnete die Jury den Film „Independent“ von Roxana Samadi aus, den ihre Cousine Pegah Samadi von Tobias Heiserer (Verbund Innkraftwerke) in Empfang nahm.

Übergabe in der Kategorie Independent „Freiheit im Herzen“: (von links) Elisabeth Bee, Tobias Heiserer, Pegah Samadi, Jerry Gstöttner, Johanna Bittenbinder und Christian Klandt.

Als besten Dokumentarfilm kürte die Jury das Werk „Trog“ der Regisseurin und Buchautorin Ella Hochleitner, die ihren Preis von Bettina Apelt (Country Line) erhielt.

Übergabe in der Kategorie Dokumentarfilme „Trog“: (von links) Uli Decker, Bettina Apelt, Ella Hochleitner, Pfarrer Rainer Maria Schießler und Martin Kowalczyk.

Der beste Spielfilm trug den Titel „Könige des Sommers“. Den Preis übergab Patrick Nutz (Firma Nutz) an Lena Kettner vom Filmverleih.

Übergabe in der Kategorie Spielfilme „Könige des Sommers“: (von links) Patrick Nutz, Lena Kettner, Marc Gerstorfer und Michaela May.

Die fünfte und letzte Kategorie war der als „Courage-Preis“ titulierte Sonderpreis, zu dem der „Vater des Heimatfilmfestivals“, wie er am Abend bezeichnet wurde, Günther Knoblauch, die Laudatio hielt. Seit 2023 vergibt das Heimatfilmfestival diesen „Courage-Preis“. Mit ihm sollen Filme ausgezeichnet werden, deren Machen sich in besonderer Weise und mit Mut dafür einsetzen, dass das Zusammenleben gelingt. „Menschen, die sich sorgen und dafür engagieren, dass Menschenrechte eingehalten, Ungerechtigkeiten benannt und vielleicht auch Wege zu einem besseren Miteinander aufgezeigt werden“, sagt Knoblauch. „Oftmals sind es Filme, in denen die Menschen, die sie realisieren, sich selbst großen Gefahren aussetzen.“

Der vielleicht wichtigste Preis des Heimatfilmfestivals Biennale Bavaria: Der Courage-Preis. Er ging an den Film „No other land” – Rihm Miriam Hamdan (links) und Shelly Steinberg nahmen ihn aus den Händen von Waldemar Heymann und Günther Knoblauch (rechts) entgegen.

Ein Funken Hoffnung

So gehe es auch im heuer ausgezeichneten Film, um Leben und Tod. „Und dennoch, bei all dem Schrecklichen, das „No other land“ zeigt, ist er auch ein Film, der zumindest einen Funken Hoffnung beinhaltet“. Denn er zeige das scheinbar Unmögliche, das, was eigentlich in der Logik der Hardliner auf beiden Seiten überhaupt nicht vorgesehen sei. „Was nicht sein kann und nicht sein darf: dass es wahre und tiefe Freundschaften zwischen Palästinensern und Israelis geben kann und dass diese Freunde werden können.“

Heimatfilmfestival-Chef Günther Knoblauch verteilte gläserne Herzen.

Den Preis für diesen Film überreichte Waldemar Heymann an die Israelin Shelley Steinberg und die Palästinenserin Rihm Miriam Hamdan, zwei Freundinnen, die sich in einer emotional geprägten Ansprache an das Publikum wandten und die Zustände in ihrem Land schilderten.

Im Anschluss gab es noch eine Überraschung für die 14-jährige Hauptdarstellerin Dileyla Agirman, die für ihre Rolle in „Sieger sein“ mit einer Miniaturausgabe der Saphira ausgezeichnet wurde.

Dileyla Agirman erhielt für ihre Hauptrolle in „Sieger sein“ eine kleine „Saphira“

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