„Ermittlungen laufen auf Hochtouren“
Nach Brandalarm in Asylunterkunft in Altötting: Das wissen die Ermittler bisher
In einer Asylunterkunft in Altötting kam es am Wochenende zu einem schweren Brand, das Haus ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Altötting - Am vergangenen Samstag (6. September) brach am frühen Nachmittag in einer Asylunterkunft in Altötting ein schwerer Brand aus, der von den umliegenden Feuerwehren aus Altötting, Neuötting, Kastl und Raitenhart unter Kontrolle gebracht und letztendlich auch gelöscht werden konnte. Zum Zeitpunkt des Brandes sollen sich sieben Menschen in dem Haus befunden haben, wobei sich alle selbstständig in das Freie begeben konnte. Allerdings wurden durch die schnelle Rauchentwicklung drei Bewohner leicht verletzt und mussten noch vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden. Doch was genau soll passiert sein?
Brandalarm in Altöttinger Asylunterkunft
„Die Ermittlungen zur Brandursache laufen aktuell auf Hochtouren, wobei wir noch keine genaueren Angaben dazu abgeben können“, erklärt ein Sprecher der Kriminalpolizei Mühldorf, die sich inzwischen dem Vorfall angenommen haben, auf Anfrage von innsalzach24.de. „Wir hoffen aber, schnellstmöglich Antworten liefern zu können.“ Das weitere Vorgehen sei somit weiterhin Gegenstand der kriminalpolizeilichen Untersuchungen.
Gegen 14 Uhr soll es im Kellerabteil des Mehrfamilienhauses zum Brand gekommen sein: „Bei dem Brandgut im Keller handelte es sich vor allem um Unrat und Reifen. Aufgrund dessen kam es zu einer massiven Rauchentwicklung im Gebäude“, teilte die Polizeiinspektion Altötting mit. Aufgrund der deutlichen Hitzeentwicklung soll die Statik des Gebäudes derart in Mitleidenschaft gezogen worden sein, dass das Gebäude, nach Besichtigung eines THW-Fachberaters, aufgrund Einsturzgefahr schließlich gesperrt wurde. Zusätzlich musste die Trostberger Straße wegen des Einsatzgeschehens zusätzlich für drei Stunden komplett gesperrt werden.
Wo sind die Anwohner nun untergebracht?
Der Schaden soll im sechsstelligen Bereich liegen und wird auf knapp 100.000 Euro geschätzt. Die Anwohner seien derzeit anderweitig untergebracht worden: „Wir haben dem Landratsamt Altötting den Sachverhalt mitgeteilt, wobei sie ihren Aufgaben nachgekommen sind und den betroffenen Bewohnern Wohnungen zur Verfügung gestellt haben, in welchen diese aktuell zu Hause sind“, erklärte ein Sprecher der Altöttinger Dienststelle auf Nachfrage von innsalzach24.de.
Die Feuerwehr teilte mit, dass der Brand „innerhalb weniger Minuten“ gelöscht werden konnte, man aber unter schwerem Atemschutz in die Unterkunft vordringen musste: „Anschließend belüfteten die Einsatzkräfte das Haus, um die Brandgase zu entfernen. Um verbliebene Glutnester abzulöschen und die Löschwirkung zu verbessern, wurde der Keller vorsorglich mit Löschschaum geflutet.“ Am Einsatz waren insgesamt 71 Feuerwehrleute, drei THW-Angehörige, 21 Rettungsdienstmitarbeiter und vier Polizisten beteiligt. (gz)