Bierprobe beim Unertl
„Zehn Tage beste Unterhaltung“: Vorfreude aufs Haager Herbstfest – das kostet die Mass
O‘zapft is! Die Vorfreude aufs Haager Herbstfest ist groß: Das war bei der Bierprobe deutlich zu spüren. Das sind die Highlights der diesjährigen Wiesnzeit, das kostet die Mass.
Haag in Oberbayern – Die Vorfreude aufs Haager Herbstfest ist groß: Das war bei der Bierprobe nicht schwer zu erkennen. Zahlreiche Gäste waren in der Weißbierbrauerei Unertl zugegen, als Wolfgang Heindl, Vorsitzender des Haager Festvereins, das traditionelle „O‘zapft is!“ ertönen ließ und die Haager Böllerschützen ihren Salut abfeuerten.
Mit zwei, beziehungsweise drei gekonnten Schlägen zapften die Mitglieder des Festvereins, Dr. Stephan Dörfler (Zweiter Vorsitzender), Alexander Furch (Beisitzer), Martin Zieglgänsberger (Schatzmeister), Franz Xaver Pöschl (Schriftführer), Wolfgang Heindl sowie Eva Furch (Beisitzerin) die Fässer an. Nur bei Eva Furch dauerte es ein paar Schläge mehr. Mit etwas Schützenhilfe von Veranstalter Stefan Staudinger und einem zweiten Zapfhahn klappte es dann doch mit dem Anzapfen ihres Winzz-Weinfasses.
Wie gewohnt sind beim Haager Herbstfest wieder fünf Brauereien dabei: Bräu im Moos, Gut Forsting, Brauerei Stierberg, Weißbierbrauerei Unertl und Bräu z‘Loh sowie die beliebte Winzz-Weinschorle vom Veranstalter des Haager Herbstfests, SAS Events, mit Manuel Scheyerl und Stefan Staudinger. 12,40 Euro kostet heuer die Mass – also 80 Cent mehr als im Vorjahr.
Manuel Scheyerl betonte bei seiner Ansprache, dass alle Beteiligten „als Team zusammengewachsen“ seien. Er freute sich über einen „extrem schönen Festplatz“, den es heuer wieder geben werde. „Das Haager Herbstfest hat einen sehr guten Ruf, wir haben viele Schausteller-Bewerbungen und können sie uns sogar aussuchen“, so Scheyerl. Das Rahmenprogramm und das „ausgewogene Sicherheitskonzept“ – mit Barrikaden und Security – würden stehen. Auch die B12-Arena für junge Partygäste gebe es heuer wieder. „Wir freuen uns auf zehn Tage beste Unterhaltung.“
Dem stimmte Festwirt Herbert Zeilinger zu: „Langweilig soll's nicht werden“, meinte er und mahnte davor, „in Stillstand zu verharren“. Das Haager Herbstfest genieße hohes Ansehen, „so soll es auch bleiben“, sagte der Festwirt. Heuer gebe es auch wieder eine Burschen- und Dirndl-Versteigerung für den guten Zweck. „Wir haben einen langjährigen Fotografen auf dem Haager Herbstfest, dessen vierjähriger Sohn an einem seltenen Gendefekt leidet“, erklärte er. Da der kleine Bub irgendwann auf den Rollstuhl angewiesen sein wird, bauen seine Eltern das Zuhause barrierefrei um. „Um die Familie finanziell zu unterstützen, gehen die Einnahmen der Versteigerung an sie.“ Es sei wichtig, auch an diejenigen zu denken, denen es nicht so gut gehe, betonte er. Wer sich also versteigern lassen will, kann sich bei Herbert Zeilinger oder über die Homepage des Haager Herbstfests melden.
Mit von der Partie sind natürlich auch Petra Bauer-Würdinger und ihr Mann Matthias Würdinger. Sie betreiben seit Tag eins den Café- und Weinstadl auf dem Haager Herbstfest. „Es gibt gutes Essen, gute Musik, alte Bands, neue Bands und eine umgestaltete Hütte“, erklärte Petra Bauer-Würdinger bei ihrer Ansprache. Auch die neuen Festwirte des Bräustüberl-Festzelts, Simon Felber und Dominic Wright, stellten sich kurz vor und erklärten ihr Konzept, bei dem sie „Vollgas aufs Essen“ setzen, wie Felber im Interview mit der Redaktion berichtet hatte. Es gebe ein „All-you-can-eat“-Spareribs-Buffet, ein großes Abo-Buffet am letzten Tag des Haager Herbstfests, einen Ochsenfetzen- sowie Brezen- und Käsestand und die eigens betriebene Fischbraterei.
Nach dem offiziellen Rahmenprogramm ließen die Anwesenden den Abend mit Schmankerl und einer zünftigen Mass ausklingen. Musikalisch umrahmt wurde die Bierprobe von den Mitgliedern der Blaskapellen aus Haag, Winden, Isen, St. Wolfgang, Kirchdorf, Gars, Ramsau, Schwindegg und Schonstett.


