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Studie enthüllt Risikofaktoren

Darmkrebs-Risiko bei Jüngeren steigt - das können die Gründe sein

Ein medizinisches Modell vom menschlichen Darm für die Früherkennung von Darmkrebs
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Über 58.000 Menschen erhalten jährlich die Diagnose Darmkrebs. (Symbolbild)

Immer mehr Menschen unter 50 Jahren erkranken an Darmkrebs. Neue Studien zeigen jetzt: Neben familiärer Vorbelastung spielen vor allem Lifestyle-Faktoren eine entscheidende Rolle. Was Ihr wissen und beachten müsst.

Die Zahlen sind alarmierend: Etwa zwölf Prozent aller neuen Darmkrebsfälle werden mittlerweile bei Menschen unter 50 Jahren diagnostiziert. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg bei den 20- bis 30-Jährigen. Während die Erkrankungszahlen bei älteren Menschen dank erfolgreicher Vorsorge zurückgehen, zeichnet sich bei jüngeren Menschen ein dramatischer Trend ab.

Zuckerhaltige Getränke und Fast Food als Krebstreiber

Das Ärzteblatt zitiert hierbei eine Studie, die herausgefunden hat, dass wer bereits in jungen Jahren regelmäßig zuckerhaltige Getränke konsumiert, ein doppelt so hohes Risiko hat, an Darmkrebs zu erkranken. Besonders kritisch: der Trend zu Energy-Drinks, deren Inhaltsstoffe das Wachstum krebsfördernder Darmbakterien begünstigen können. Damit kann das Risiko sogar verdreifacht werden.

Auch verarbeitetes Fleisch wie Speck, Würstchen oder Salami steht unter Verdacht. Die darin enthaltenen Nitrate können sich im Körper in krebserregende N-Nitrosoverbindungen umwandeln. Zusammen mit Bewegungsmangel und Übergewicht entsteht ein gefährlicher Cocktail für die Darmgesundheit.

Familiäre Vorbelastung nicht unterschätzen

Eine neue Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zeigt zudem: Auch die Familiengeschichte spielt eine wichtige Rolle. Der leitende Autor der Studie, Mahdi Fallah, DKFZ und NCT Heidelberg, sagt: „Wir haben festgestellt, dass Menschen ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben, wenn bei ihren Verwandten wiederholt Darmpolypen diagnostiziert wurden. Das gilt insbesondere für die Entwicklung der Krankheit in jungen Jahren.“ Bei zwei oder mehr betroffenen Verwandten ersten Grades steigt das Risiko sogar auf das 2,4-fache, in jungen Jahren sogar auf das 4-fache.

Mögliche Darmkrebssymptome

Darmkrebs kann sich mit verschiedenen Symptomen bemerkbar machen. Folgende Symptome können ein Hinweis sein:

  • Blut im oder am Stuhl, das ihn rot oder schwarz färbt
  • Bei Abgang von Blähungen gleichzeitige Entleerung von etwas Blut, Schleim oder Stuhl
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten, z. B. bleistiftdünner Stuhl; Wechsel von Verstopfung und Durchfall
  • Wiederholte, krampfartige Bauchschmerzen, die länger als eine Woche anhalten
  • Häufiger Stuhldrang; Entleeren von auffallend übelriechendem Stuhl
  • Blässe, ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall, Gewichtsabnahme
  • Tastbare Verhärtungen im Bauchraum und/oder vergrößerte Lymphknoten

Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft

Diese und ähnliche Symptome können auch bei harmlosen Erkrankungen auftreten, sie bedürfen aber immer einer ärztlichen Abklärung!

Risiken für Darmkrebs minimieren

Darmkrebs ist derzeit die dritthäufigste Tumorerkrankung in Deutschland, so die Daten der deutschen Krebsregister. Ein gesunder Lebensstil, schon in jungen Jahren, kann das Risiko an Darmkrebs zu erkranken minimieren:

Ballaststoffreiche Ernährung:

  • Mindestens 30 g Ballaststoffe täglich durch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen
  • 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag

Das besser meiden:

  • Alkohol
  • Rotes Fleisch und Wurstwaren
  • Tabak
  • Verarbeitete Lebensmittel und Süßigkeiten

Ausreichend Bewegung

Ab dem 50. Lebensjahr sollten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen werden. Bei Symptomen wie Stuhlveränderungen oder Blutbeimengungen sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen. (si/DKFZ)

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