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Kein Verzicht mehr

Von wegen Dickmacher: Diese Lebensmittel sind viel besser als ihr Ruf

Ein Obstteller
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Obst wird oft mit viel Fruchtzucker in Verbindung gebracht.

Abends keine Pasta, sowieso nur wenig Kohlenhydrate, und Fette am besten gar nicht. Diese und ähnliche Vorurteile gegen bestimmte Lebensmittel halten sich hartnäckig. Welche Lebensmittel durchaus öfter auf dem Speiseplan stehen können, erfahrt Ihr hier.

Der Sommer naht und damit wird an vielen Tischen wieder der Speiseplan optimiert, damit man im Urlaub auch im Bikini oder knappen Shorts eine gute Figur macht. Der allgemeine Tenor heißt dann: weg mit Fetten und Kohlehydraten, da sie allgemein als Dickmacher verschrien sind. Dabei fallen gern Lebensmittel sprichwörtlich unter den Tisch, die viel besser sind als ihr Ruf.

Diese Lebensmittel sind besser als man denkt:

  • Kartoffeln: Die Knolle, die wie kaum ein zweites Gemüse für die deutsche Küche steht, hat ein schlechtes Image. Als kohlenhydrathaltiger Dickmacher wird sie von allen Low-Carb-Essern geschmäht, dabei sind Kartoffeln kalorienärmer als man denkt (etwa 70 kcal pro 100 g) und liefern wichtige Nährstoffe wie Vitamin C, B-Vitamine, Kalium und Ballaststoffe. Sie sättigen gut und haben einen niedrigen Fettgehalt, solange sie nicht in fettigen Varianten wie Pommes Frites zubereitet werden.
  • Avocados: Zugegeben, die Avocado hat ihren Ruf nicht umsonst - im Vergleich zu anderen Früchten (ja, botanisch gesehen handelt es sich bei der Avocado um Obst) hat sie einen sehr hohen Fett- und Kaloriengehalt. Pro 100 Gramm enthält sie etwa 160–233 Kalorien und 15–24 Gramm Fett, je nach Sorte. Dabei handelt es sich aber vor allem um gesunde, einfach ungesättigte Fettsäuren. Diese fördern die Herzgesundheit, wirken entzündungshemmend und sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Studien zeigen sogar, dass der Verzehr von Avocados nicht zwangsläufig zu Gewichtszunahme führt. Im Gegenteil: Sie können durch ihre sättigende Wirkung und positive Effekte auf den Stoffwechsel beim Abnehmen helfen. In Maßen gegessen, ist sie ein äußerst gesundes Lebensmittel.
  • Nüsse: Auch Nüsse sind auf den ersten Blick kleine Fettbomben, sie haben einen hohen Fett- und Kaloriengehalt (bis zu 700 kcal pro 100 g), was sie oft in Verruf bringt. Studien zeigen jedoch, dass sie nicht zwangsläufig zu Gewichtszunahme führen. Im Gegenteil: Ihre ungesättigten Fettsäuren fördern die Herzgesundheit und helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Außerdem sättigen sie lange und können ungesunde Snacks ersetzen.
  • Obst: Früchte im Allgemeinen enthalten Fruchtzucker, was oft zu der Annahme führt, dass sie dick machen. Allerdings liefern sie lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Fruchtzucker aus natürlichen Quellen hat nicht dieselbe Wirkung wie raffinierter Zucker. Doch auch hier muss lohnt sich ein genauer Blick: Obstsorten wie Weintrauben oder reife Bananen enthalten viel Fruchtzucker, der bei übermäßigem Konsum den Blutzucker beeinflussen kann, Beeren (Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren etc.) eignen sich für eine kalorienarme und gesunde Ernährung dagegen besser. Trockenobst dagegen enthält viel Zucker und eine hohe Energiedichte. Hier eher weniger essen, mal als Snack oder klein geschnitten ins Müsli geben. Vorsicht auch bei Smoothies, durch die Menge an verarbeitetem Obst, nimmt man in einem Glas oft viel mehr zu sich (und damit auch Zucker) als man es im Einzelnen tun würde.
  • Brot & Pasta: Beide gelten als Dickmacher und kommen in der Low-Carb-Ernährung meist gar nicht auf den Teller. Dabei sollte man genauer hinschauen: Weißbrot hat tatsächlich einen hohen glykämischen Index, was Heißhunger begünstigen kann, Nudeln bestehen hauptsächlich aus Kohlenhydraten. „Schuld“ am schlechten Ruf sind nicht selten aber ihre Begleiter wie Butter, ungesunde Aufstriche, Marmelade oder fettige Soßen. In der Vollkorn- oder Urkornvariante (Dinkel, Emmer) sind Nudeln und auch Brot in moderaten Mengen durchaus besser als ihr Ruf.

Die Mischung machts

Wie bei vielen Nahrungsmitteln ist die Dosis entscheidend: In Maßen genossen, ausgewogen und nicht zu einseitig, macht eine gesunde Ernährung aus. Dazu gehören frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, gesunde Fette, Fisch und Meeresfrüchte, dazu in moderaten Mengen Fleisch und sonstige tierische Produkte und wenig bis keinen industriellen Zucker. (si)

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