Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Im April könnte sich ein typisches Wetter-Szenario zeigen – gleich mehrere Faktoren sprechen dafür
Der Frühling startet mild, doch im April könnte die Atmosphäre plötzlich umschalten. Meteorologen sehen Signale für wechselhafte Wetterlagen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Der April gilt meteorologisch als einer der unberechenbaren Monate des Jahres. Während die Sonne bereits kräftig scheint und vielerorts erste frühsommerliche Tage möglich sind, lauert in der Atmosphäre noch immer kalte Polarluft. Genau diese Mischung sorgt immer wieder für abrupte Wetterumschwünge.
Graupel, Schneeflocken und turbulente Schauer auch im April möglich
Der Grund dafür liegt in der besonderen Struktur der Atmosphäre im Frühling. Während die Luft in Bodennähe durch die zunehmende Sonneneinstrahlung relativ mild ist, bleibt die Luft in größeren Höhen oft noch sehr kalt. Dieser starke Temperaturunterschied macht die Atmosphäre instabil. Die Folge sind kräftige Quellwolken und schauerartige Niederschläge.
Gerade bei Kaltlufteinbrüchen können dabei typische Erscheinungen auftreten, die viele Menschen eher mit dem Winter verbinden: Graupelschauer, kurze Schneeschauer oder sogar einzelne Gewitter mit eisigen Niederschlagskernen. Solche Schauer können lokal sehr intensiv sein, dauern aber meist nur kurz. Besonders im Süden Deutschlands, etwa in Baden-Württemberg und Bayern, sind solche Aprilereignisse klimatologisch keineswegs ungewöhnlich. In manchen Jahren fällt selbst im Flachland noch einmal kurzzeitig Schnee.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Warum das April-Wetter zum Sorgenbringer werden kann
Für Meteorologen ist der April deshalb ein Monat mit besonders großer Unsicherheit. Auch wenn die durchschnittliche Temperatur am Monatsende mild ausfällt, können einzelne Kaltluftphasen das Wettergefühl stark prägen. Typisch ist ein Wechselspiel aus milden Tagen mit Temperaturen über 15 Grad und abrupten Rückfällen auf Werte um 5 bis 10 Grad.
Hinter durchziehenden Kaltfronten strömt dabei häufig maritime Polarluft nach Mitteleuropa. Diese bringt eine lebhafte Schaueraktivität mit sich, bei der neben Regen auch Graupel oder Schneeflocken möglich sind. Genau deshalb gilt der April seit jeher als launischer Übergangsmonat. Auch 2026 könnte er wieder zeigen, wie schnell der Frühling in Mitteleuropa noch einmal einen Hauch von Winter bekommen kann.