Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Mildes Frühlingswetter in Deutschland hat Ablaufdatum: Zwei Tage für Wetter-Wende im Fokus
Deutschland erlebt derzeit stabiles und mildes Wetter. Doch Meteorologen warnen: Es könnten sich Veränderungen anbahnen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Für viele Menschen fühlt sich diese Phase bereits wie ein früher Vorgeschmack auf den Frühling an. Auch die Niederschlagsmengen bleiben aktuell gering, was vielerorts für sehr ruhige Wetterverhältnisse sorgt. Nach den häufig wechselhaften Wintermonaten wirkt diese stabile Phase deshalb besonders auffällig.
In vielen Regionen Deutschlands zeigt sich das Wetter derzeit von seiner freundlichen Seite. Ein stabiles Hochdruckgebiet sorgt für viel Sonnenschein, trockene Luft und teilweise deutlich milde Temperaturen. Besonders in der Mitte und im Süden des Landes klettern die Werte tagsüber bereits spürbar nach oben, während die Nächte meist noch kühl bleiben.
Warum das stabile Wetter nicht ewig bleibt
Meteorologen erklären jedoch, dass solche Hochdrucklagen im Frühling oft nur eine begrenzte Lebensdauer haben. Die Atmosphäre befindet sich zu dieser Jahreszeit in einer Übergangsphase zwischen Winter- und Sommerzirkulation. Dadurch können sich Wetterlagen relativ schnell verändern.
Sollte sich der Jetstream wieder stärker nach Mitteleuropa verlagern, könnten atlantische Tiefdruckgebiete erneut Einfluss auf das Wettergeschehen nehmen. In diesem Fall würden mehr Wolken, auffrischender Wind und wieder häufiger Regen nach Deutschland gelangen. Auch Temperaturschwankungen wären dann wahrscheinlicher, da mildere und kühlere Luftmassen abwechselnd einströmen könnten.
Wie lange die ruhige Wetterphase noch anhält
Aktuelle Modellrechnungen deuten darauf hin, dass sich das Hochdruckgebiet zunächst noch einige Tage halten könnte. Vor allem im Süden und Osten Deutschlands stehen die Chancen gut, dass sonniges und vergleichsweise mildes Wetter weiter anhält. In anderen Regionen könnte sich jedoch bereits zum Wochenwechsel, ab Montag (9. März) oder Dienstag (10. März), eine allmähliche Umstellung der Großwetterlage bemerkbar machen. Dann würden dichtere Wolkenfelder und erste Niederschläge wahrscheinlicher.
Eine ausgeprägte Schlechtwetterphase zeichnet sich derzeit zwar bisher nicht eindeutig ab, doch die Wahrscheinlichkeit für wieder wechselhaftere Bedingungen nimmt mit zunehmender Entfernung in der Prognose deutlich zu. Genau hier liegt die Unsicherheit, die Meteorologen aktuell besonders im Blick behalten. Einzelne Gewitter und Regenschauer dann besonders ab Mittwoch (11. März) im Westen möglich.
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