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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Nächster Umschwung steht kurz bevor: Wettermodelle rechnen mit außergewöhnlichen Werten
Erst Schnee und Dauerfrost, dann die große Wetter-Wende. Der Atlantik übernimmt das Kommando, der Jetstream greift durch. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Noch in der Nacht auf Donnerstag (19. Februar) sorgt kräftiger Schneefall für turbulente Bedingungen, besonders im Nordosten hält sich Dauerfrost bis Freitag hartnäckig. Eisige Luft bestimmt dort weiterhin den Alltag, Straßen und Landschaft präsentieren sich tiefwinterlich. Doch während viele noch mit Glätte und Kälte kämpfen, steht im Westen bereits der drastische Umschwung bevor.
Schon am Sonntag (22. Februar) klettern die Temperaturen dort auf bis zu 15 Grad. Was wie ein Ausreißer wirkt, entpuppt sich als Auftakt zur wohl wärmsten Phase des gesamten Winters 2025/26. Innerhalb weniger Tage verabschiedet sich die frostige Kontinentalluft – und macht Platz für milde Atlantikluft.
Jetstream bringt Frühlingsluft bis 20 Grad
Verantwortlich für die spektakuläre Wende ist eine grundlegende Umstellung der Großwetterlage. Der Atlantik lebt schlagartig auf, kräftige Tiefdruckgebiete schicken milde Luftmassen nach Mitteleuropa. Der Jetstream verlagert sich direkt über Deutschland hinweg und sorgt mit strammem Westwind für eine rasche Erwärmung.
Die führenden Wettermodelle rechnen kommende Woche mit außergewöhnlich hohen Werten: Das deutsche Modell simuliert am Mittwoch (25. Februar) am Oberrhein knapp 20 Grad, das US-Modell GFS sieht bereits am Dienstag (24. Februar) im Südwesten Höchstwerte nahe der 20-Grad-Marke. Auch sonst werden verbreitet 10 bis 17 Grad erreicht. Selbst im Nordosten endet der Winter dann abrupt – innerhalb weniger Stunden steigen die Temperaturen deutlich über den Gefrierpunkt.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Mit der milden Luft setzt landesweit Tauwetter ein. Schnee und Eis schmelzen rasch, selbst Regionen mit zuvor strengem Frost erleben einen regelrechten Temperatursprung. Allerdings bedeutet die Wärme nicht durchgehend Sonnenschein. Neben freundlichen Abschnitten ziehen immer wieder Wolkenfelder und Regengebiete durch.
Typisch für eine lebhafte Westlage wechseln sich milde, feuchte Luft und windige Phasen ab. Dennoch fühlt sich der Unterschied dramatisch an: Statt klirrender Kälte dominieren zweistellige Plusgrade. Die Heizung kann spürbar heruntergedreht werden – und vielerorts entsteht eher ein Hauch von Vorfrühling als von Spätwinter.