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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Modelle zeigen Umschwung an – neue Februar-Prognose hat es in sich
Die Temperaturen steigen nächste Woche plötzlich deutlich an, doch hinter den milden Signalen lauert weiter arktische Luft. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Tatsächlich deuten die aktuellen Wettermodelle auf eine spürbare Milderung in der letzten Februarwoche (ab 23. Februar) hin. Vielerorts könnten die Temperaturen wieder in den zweistelligen Bereich klettern, regional sind sogar 14 oder 15 Grad möglich. Nach Schnee, Frost und teils zweistelligen Minusgraden fühlt sich das wie ein erster Frühlingsgruß an.
Besonders im Westen und Südwesten dürfte sich mildere Atlantikluft durchsetzen, Hochdruckeinfluss könnte zeitweise sogar für freundliche Abschnitte sorgen. Doch diese Entwicklung bedeutet noch lange keinen nachhaltigen Umschwung. Denn die großräumige Wetterlage zeigt weiterhin, dass kalte Luftmassen über Nord- und Osteuropa in Lauerstellung liegen und bei passender Konstellation jederzeit wieder nach Deutschland vorstoßen können.
Frühlings-Wetter im Februar – doch kalte Luft bleibt gefährlich nah
Von einer stabilen Großwetterwende kann daher keine Rede sein. Die Druckverteilung über dem Atlantik und Skandinavien bleibt anfällig für Blockadelagen, die erneut Kaltluft nach Mitteleuropa lenken könnten. Gerade im März sind kräftige Kaltlufteinbrüche keine Seltenheit, selbst späte Winterrückfälle sind klimatologisch nichts Ungewöhnliches.
Sollte sich erneut ein Hoch über dem Atlantik aufbauen, könnte auf dessen Ostflanke wieder polare Luft südwärts strömen. Das würde die Temperaturen rasch einbrechen lassen – mit Frost, Graupel oder sogar neuen Schneefällen bis in tiefere Lagen. Die aktuelle Milderung ist daher eher als Verschnaufpause zu werten und nicht als endgültiger Abschied vom Winter.
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Selbst zu Ostern ist Schnee möglich – Wetter in Deutschland bleibt weiter winterlich
Ein Blick weiter nach vorn zeigt: Auch im April ist winterliches Wetter keineswegs ausgeschlossen. Ostern fällt in diesem Jahr auf den 5. April, und statistisch sind zu diesem Zeitpunkt durchaus noch Schneeregen oder Schneeschauer möglich. Besonders bei nordwestlicher oder nördlicher Strömung kann es nochmals empfindlich kalt werden.
Zwar nimmt die Sonnenkraft deutlich zu, doch klare Nächte bringen weiterhin Frostgefahr. Ein nachhaltiger Frühlingsdurchbruch braucht eine stabile südwestliche Strömung oder länger anhaltenden Hochdruck über Mitteleuropa. Beides ist derzeit nicht in trockenen Tüchern. Fazit: Ja, es wird milder – aber der Winter hat sein letztes Wort sehr wahrscheinlich noch nicht gesprochen.