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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Noch einmal Schnee-Chaos – dann dreht das Wetter in Deutschland komplett

Erst Schnee und Chaos, dann dreht die Strömung komplett. Der Jetstream katapultiert uns in eine Wetterlage mit Regen und Sonne. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Am Donnerstagmorgen (19. Februar) sorgt ein kräftiger Wintereinbruch noch für chaotische Verhältnisse. Schnee, glatte Straßen und Behinderungen bestimmen das Bild. Doch die Wetterlage stellt sich rasch um. Schon kurz darauf setzt sich ab Samstag (21. Februar) eine ausgeprägte Westströmung durch.

Das Starkwindband, der Jetstream, liegt am Samstag (21. Februar) genau über Deutschland. Das bleibt nicht folgenlos.

Atlantische Tiefdruckgebiete übernehmen das Kommando und lenken deutlich mildere Luftmassen nach Deutschland. Der Temperaturanstieg erfolgt dabei spürbar und innerhalb kurzer Zeit. Aus frostiger Kaltluft wird zunehmend maritime Luft, die von Westen her ins Land strömt und die Schneereste vielerorts rasch wieder verschwinden lässt.

Jetstream über Deutschland: Wetter stellt sich nach nächstem Wintereinbruch komplett um

Ursache für diese markante Umstellung ist der Jetstream. Dieses Starkwindband in rund neun bis zwölf Kilometern Höhe trennt kalte Polarluft von milder Subtropikluft. Verläuft der Jetstream direkt über Deutschland, geraten wir in eine dynamische Westlage mit ständig nachrückenden Tiefs. Genau das ist jetzt der Fall. Der Höhenwind steuert ein Tief nach dem anderen über Mitteleuropa hinweg. Am Wochenende wird es deshalb verbreitet windig bis stürmisch. Besonders in freien Lagen und auf den Bergen sind starke Böen möglich. Gleichzeitig erreichen uns mit der kräftigen Westströmung immer wieder Regengebiete.

Wetter-Prognose für Deutschland: Mild, wechselhaft und teils sonnig

In der neuen Woche setzt sich die milde Luft landesweit durch. Die Temperaturen steigen verbreitet auf 10 bis 17 Grad, lokal sind sogar 18 Grad möglich. Damit fühlt sich die Luft eher nach Frühling als nach Winter an. Allerdings bleibt das Wetter wechselhaft. Immer wieder ziehen Regenfelder durch, dazwischen lockern die Wolken auf und die Sonne zeigt sich zeitweise. Typisch für eine ausgeprägte Westwetterlage wechseln sich Schauer, Wind und freundliche Abschnitte rasch ab. Deutschland liegt dabei mitten im Einflussbereich des starken Höhenwinds und bleibt vorerst im dynamischen Wettergeschehen eingebunden.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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