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Backen in der Weihnachtszeit

Diese Alternativen ersetzen Zucker beim Plätzchen backen – doch nicht alle sind gesund

Weihnachtsplätzchen ohne herkömmlichen Zucker? Das sind die Alternativen und ihre gesundheitlichen Auswirkungen. Nicht alle sind so gesund, wie sie scheinen.

Frankfurt – Für viele Menschen ist die Weihnachtszeit untrennbar mit dem Duft von Plätzchen verbunden. Jedes Jahr werden unzählige Bleche voller Vanillekipferl, Zimtsterne und Butterplätzchen gebacken, die die Adventszeit versüßen. Die Auswahl an Weihnachtsrezepten ist groß. Allerdings sind die Leckereien nicht ohne: Sie enthalten viele Kalorien und vor allem Zucker. Es ist allgemein bekannt, dass ein übermäßiger Zuckerkonsum ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann.

Deutsche konsumieren zu viel raffinierten Zucker

Laut aktuellen Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) liegt der jährliche Pro-Kopf-Zuckerkonsum in Deutschland bei etwa 33,2 Kilogramm. Im Gegensatz dazu empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) bei einer täglichen Aufnahme von 2000 Kilokalorien nur 50 Gramm Zucker, was auf das Jahr hochgerechnet etwa 18,25 Kilogramm entspricht. Besonders groß sind die Auswirkungen bei Kleinkindern. Um den Konsum von raffiniertem Zucker zu reduzieren, sollte man daher auf unverarbeitete, natürlich süße Lebensmittel wie Obst zurückgreifen. Es gibt jedoch auch Alternativen zum herkömmlichen Zucker selbst.

Wer beim Plätzchenbacken auf Zucker als Zutat verzichten will, kann auf verschiedene Alternativen ausweichen – darunter Xylit, Erythrit und Kokosblütenzucker.

Plätzchen backen in der Adventszeit: Diese Auswirkungen haben Alternativen für Zucker

Zu den Alternativen zum raffinierten Zucker gehören Xylit, Erythrit sowie Kokosblüten- und Rohrzucker. Xylit, ein Zuckeralkohol, ist in vielen Lebensmitteln enthalten und hat etwa 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker. Es handelt sich jedoch nicht um einen natürlichen Süßstoff, wie oft behauptet wird, da er nur in geringen Mengen in Obst oder Gemüse vorkommt. Tatsächlich erfordert die Herstellung von Xylit laut dem Gesundheitsformat ARD Gesund viel Energie. Eine Studie weist zudem auf das potenzielle Risiko des Süßungsmittels hin, insbesondere für Menschen mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Erythrit, ein weiterer Zuckerersatz, wurde in einer Studie aus dem Jahr 2023 mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle in Verbindung gebracht. Obwohl der kausale Zusammenhang noch nicht bestätigt ist, sollten Menschen mit Vorerkrankungen sicherheitshalber auf andere Alternativen zurückgreifen. Ansonsten ist Erythrit gut geeignet für diejenigen, die Kalorien einsparen möchten, aber nicht auf den Geschmack von Zucker verzichten wollen.

Keine wissenschaftliche Belege dafür, dass Kokosblütenzucker gesünder ist

Kokosblütenzucker wird oft als gesünder als herkömmlicher Zucker angepriesen, allerdings gibt es dafür bisher keine wissenschaftlichen Belege. Er besteht zu etwa 70 bis 90 Prozent aus Saccharose und unterscheidet sich daher nicht wesentlich von normalem Zucker. Für Diabetiker ist er daher keine Alternative. Ein weiteres Problem ist der ökologische Fußabdruck des Süßungsmittels: Kokosblütenzucker kommt nicht aus Europa und hat daher lange Transportwege.

Rohrzucker ist eine weitere Alternative, die in fast jedem Lebensmittelmarkt erhältlich ist. Im Vergleich zu weißem Zucker wird er nicht raffiniert, wodurch noch Sirupreste am braunen Rohrzucker haften. Laut ARD Gesund enthält er zwar etwas mehr Vitamine und Mineralstoffe, die Mengen sind jedoch für die Nährstoffaufnahme unbedeutend. Er ist also nicht gesünder, schmeckt aber ein wenig nach Karamell.

Natürliche Alternativen für herkömmlichen Zucker zum Backen in der Weihnachtszeit

Zu weiteren natürlichen Alternativen zum gewöhnlichen Zucker gehören Honig, Agavendicksaft, Dattel- und Ahornsirup. Wer Wert auf regionale Produkte legt, kann Honig als Zuckerersatz verwenden. Er hat weniger Kalorien und eine höhere Süßkraft, enthält aber von Natur aus viel Zucker, Fructose und Glucose. Agavendicksaft hat einen ähnlichen Geschmack und Inhalt, kann jedoch bei Überdosierung zu Blähungen und Durchfall führen. Zudem stammt er häufig aus Mexiko und ist daher nicht umweltfreundlich.

Dattel- und Ahornsirup sind weitere natürliche Alternativen. Während Dattelsirup süßer als herkömmlicher Zucker ist, ist Ahornsirup weniger süß. Beide haben relativ wenige Kalorien, enthalten aber viel Fructose. Laut ARD Gesund neigen Menschen dazu, bei flüssigen Zuckervarianten mehr zu verwenden, als sie eigentlich möchten. Dattel- und Ahornsirup sind daher nicht unbedingt gesünder als Zucker.

Es gibt also keine pauschale Antwort auf die Frage, welche die gesündeste Alternative zu raffiniertem Zucker ist. Der ideale Zuckerersatz existiert nicht. Laut ARD Gesund sollte jeder diese Entscheidung individuell abwägen, wobei Faktoren wie Vorerkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme, Übergewicht, persönlicher Geschmack und Konsistenzpräferenzen eine Rolle spielen. Alle Süßungsmittel eignen sich jedoch als Zutat für Plätzchen. (cln/bk)

Rubriklistenbild: © imago

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