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Kitas spielen zentrale Rolle

„Alarmierend“: Zuckerkonsum von Zweijährigen beeinflusst Gesundheit ein Leben lang

Eine neue Studie zeigt, dass begrenzter Konsum von Zucker in den ersten 1000 Tagen das Risiko senkt, an Bluthochdruck oder Diabetes zu erkranken.

Bei wenigen Themen sind Eltern so radikal: Wie viel Zucker darf mein Kleinkind essen? Ganz oder gar nicht? Millennial-Eltern teilen sich meist in zwei Gruppen. Die Grenzen sind verhärtet. Während die einen versuchen ihr Kind komplett von der süßen Versuchung fernzuhalten, sind die anderen der Meinung, genau dann eskaliert das Kind, wenn es auf einem Kindergeburtstag doch einmal ein Eis probiert und sehen es etwas lockerer.

Würde man die Autorinnen einer kürzlich veröffentlichten Studie bitten, sich auf eine Seite zu stellen, wäre das vermutlich die der radikalen Zuckervermeider. Sie untersuchten, welchen Einfluss Zuckerkonsum in den ersten 1000 Tagen – während der Schwangerschaft und in den ersten beiden Lebensjahren – hat und kamen zu einem eindeutigen Ergebnis.

Hoher Zuckerkonsum vor dem zweiten Geburtstag beeinflusst die Gesundheit als Erwachsener.

Hoher Zuckerkonsum führt zu erhöhtem Risiko, an Diabetes, Adipositas oder Bluthochdruck zu erkranken

Wenn der Zuckerkonsum in dieser Zeit begrenzt wird, sinkt das Risiko, später an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um 35 Prozent. Zudem können die Risiken für Adipositas um 30 Prozent und für Bluthochdruck um 20 Prozent reduziert werden. „Alarmierende Erkenntnisse“, sagt Barbara Bitzer BuzzFeed News Deutschland von IPPEN.MEDIA. Sie ist Sprecherin der Deutschen Allianz für Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).

Die Forschenden verwendeten Daten von Erwachsenen, die kurz vor und nach der Zuckerrationierung im Vereinigten Königreich im September 1953 gezeugt wurden. Durch die Rationierung wurde der Zuckerkonsum damals auf ein Niveau beschränkt, das den aktuellen Ernährungsrichtlinien entspricht, und verdoppelte sich unmittelbar nach der Rationierung nahezu.

„Kitas und Schulen spielen eine zentrale Rolle“ für die Gesundheit der Kinder

Bei der Ernährung für die Jüngsten gibt es vieles zu beachten. Der Bereich „Gesund ins Leben“ beim Bundeszentrum für Ernährung (BLE) beschäftigt sich mit dem Thema und empfiehlt auf wenig Zucker, Süßigkeiten, Salz und Snackprodukte zu achten. „Kein Kind braucht speziell ausgewiesene Kinderlebensmittel. Sie sind teuer und machen oft viel Müll“, sagt Referatsleiterin Katharina Krüger BuzzFeed News Deutschland.

Die Ergebnisse der Studie würden „unterstreichen, dass der Schutz der Kindergesundheit politisch dringend vorangetrieben werden muss“, sagt Bitzer. DANK fordere daher flächendeckende und verbindliche Lösungen, statt allein auf einzelne Pilotprojekte zu setzen. „Kitas und Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle: Eine verpflichtende Stunde Bewegung und eine gesunde Mahlzeit pro Tag sollten dort verbindlich sein“, sagt sie.

Ein kostenfreies Mittagessen für alle Kinder stand auch an erster Stelle der Empfehlungen des Bürgerrats Ernährung des Bundestags. „So könnten alle Kinder von einer gesunden Ernährung schon in der Kita profitieren“, sagt Waltraud Weegmann, Bundesvorsitzende des Deutschen Kitaverbands BuzzFeed News Deutschland. Bisher können nur armutsgefährdete Kinder ein kostenfreies Mittagessen erhalten.

Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

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