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Mehrwöchige Sperrung der B299

„Keine kleinräumige Umleitung“: Worauf müssen sich die Trostberger einstellen?

Mehrwöchige Sperrung B299 Trostberg
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Die abschnittsweise Sperrung der B299 zieht sich über die Länge der gesamten Sommerferien durch Trostberg.

Die Autofahrer in und um Trostberg sehen sich die kommenden Wochen vermehrt mit Sperrungen und Umleitungsschildern konfrontiert. Die Ortsdurchfahrt wird in den Sommerferien aufwändig saniert. Worauf genau müssen sie sich einstellen?

Trostberg -  Von 4. August bis voraussichtlich 13. September ist dicht: Die B299 wird umfangreich in Stand gesetzt - beginnend in der Ortsmitte ab der Einmündung Vormarkt und im weiteren Verlauf bis zum Kreisverkehr Aubergtunnel. Die Gesamtlänge der Fahrbahnsanierung beträgt 2,6 Kilometer

Grundversorgung gesichert

Trostbergs Bauamtsleiter Bernhard Unterauer rechnet damit, dass sicherlich Anliegen und Fragen, womöglich auch Beschwerden, seitens der Bevölkerung und betroffener Pendler bei der Stadtverwaltung aufschlagen werden.

Die Handlungsmacht liege zu 100 Prozent beim Staatlichen Bauamt Traunstein, man sehe sich nur als Mittler zwischen vorliegenden Anliegen und der ausführenden Stelle in der Zeit der Beeinträchtigungen: „Großen Einfluss nehmen können wir nicht, wenngleich wir mit den Baufirmen kooperieren, weil in der Straße mitunter auch entsprechende Kanäle angepasst werden.“

Er ist sich allerdings sicher, dass bei den insgesamt vier Bauabschnitten Einrichtungen zur Grundversorgung zu jeder Zeit erreichbar sein werden - wenn auch die Leute womöglich einen Umweg in Kauf nehmen müssen.

Die Übersicht der verschiedenen Bauabschnitte.

Wochenweise Veränderungen der Einschränkungen

Das Bauamt hat bereits umfangreich informiert und wird die Betroffenen im Laufe der Zeit weiter auf dem Laufenden halten, wo, wann und unter welchen Umständen sie mit Behinderungen rechnen müssen.

„Es ist gewiss kompliziert, da sich die Arbeiten wie bei einer Wanderbaustelle wochenweise verändern und so auch die Verkehrsverbindungen unterschiedlich belasten. Es handelt sich um keine kleinräumige Umleitung, sie ist umfangreich und für jeden Abschnitt anders gestaltet“, weiß Unterauer.

Betroffen ist in jedem Fall der Busverkehr, wie die Firma Hövels mitteilt. Fahrgäste werden gebeten, ihre Reiseplanung entsprechend anzupassen. Auch der Individualverkehr - und Pendler, die die Ortsdurchfahrt passieren, müssen sich auf Einschränkungen und teilweise weiträumige Umwege einstellen.

Auf Umwege zu den Geschäften

„Der Lieferverkehr für die örtliche Industrie wird sich auf Einschränkungen einstellen müssen. Einzelhandelsbetriebe rechnen in der Zeit bestimmt mit Einbußen und eingeschränkter Erreichbarkeit“, mutmaßt Unterauer. Hier müsse sich jeder Einzelne individuell bewusst machen: „Wann bin ich wo direkt betroffen und in welchem Zeitraum?“

„Die Lebensmittelbereiche sind im Grunde zu jeder Zeit erreichbar - vielleicht nicht von jeder Seite, aber es wird Möglichkeiten geben, die Geschäfte zu erreichen, mit dem Rad und zu Fuß sowieso und mit dem Auto über entsprechende Beschilderung und Umwege“, betont Unterauer.

„Es gilt, die Umfahrungen zu nutzen oder seine Einkäufe in der Zeit überbrückend zu planen. Man muss flexibel bleiben und hoffen, dass die Maßnahme in der Ferienzeit, in der das Verkehrsaufkommen ohnehin geringer ist, gut vorankommt“, sagt Unterauer. Wie die Arbeiten verlaufen, hängt letztlich auch ein bisserl vom Wetter ab.

Er plädiert aber auch an die Vernunft ortskundiger Autofahrer, bekannte Schleichwegerl dem Anliegerverkehr zu überlassen. Denn: Im Zuge solcher Bauarbeiten sei es „nie vermeidbar, dass Pendler nicht doch Abkürzungen nehmen“. Wichtig: Eher auf Beschilderung vertrauen als auf das Navi, bevor man ratlos vor gesperrten Straßen steht.

Trostbergs Ortsdurchfahrt extrem belastet

Einen kritischen Punkt stellt sicherlich der Schwarzer Berg in der zweiten Bauphase dar: „Die Schwarzauer Straße bis zum Abschnitt des sogenannten Riegerknotens wird stark belastet sein. Da wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung nötig sein, da die Straße auf Dauer für eine solche Verkehrsbelastung nicht ausgelegt ist.“

Was wohl Unterauer zufolge deutlich erkennbar wird durch die Maßnahme: Wie komplex die Verkehrsführung in Trostberg ist und welche Auswirkungen diese hat.

„Wir sehen, wie zentral belastet die Ortsdurchfahrt ist, tiefe Spurrillen säumen die Straße und es sind deutliche Schäden erkennbar. Daher würde es durchaus Sinn machen, den Verkehr langfristig nach außen zu verlagern - so, wie es in den jüngsten Debatten in puncto Ortsumfahrung im Stadtrat die Überlegung war.“ (mb)

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