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Kontroverse Diskussionen in Petting

Ein Hofcafé und Schwimmteich im Schutzgebiet Waginger See? Skepsis im Gemeinderat

Pettings Grünen-Gemeinderätin Regina Schnappinger übte Kritik an einem Neubau im Landschaftsschutzgebiet.
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Pettings Grünen-Gemeinderätin Regina Schnappinger übte Kritik an einem Neubau im Landschaftsschutzgebiet.

Ein geplantes Hofcafé und ein Schwimmteich sorgen für Diskussionen im Gemeinderat. Während einige die Bebauung kritisieren, sehen andere darin eine Chance für die Gemeinde. Die Baubehörde muss nun entscheiden.

Petting – Gemeinderat Bernhard Leitenbacher (Freie Wählergruppe) erblickt hier nahe dem Waginger See schon jetzt „recht viele Dachflächen“. Soll heißen: eine Ansammlung von Gebäuden. Und jetzt soll dort ein weiteres hinzukommen. Johann Mayer plant auf seinem Pferdehof-Anwesen Seehof 1 den Bau eines Hofcafés und eines Schwimmteichs für „eigene Gäste“, wie es in der jüngsten Gemeinderatssitzung hieß. Davon waren nicht alle Räte begeistert. 

15 mal 9 Meter groß soll der Bau mit Gast- und Ruheraum, mit Küche und Terrasse werden. Daneben ein Schwimmteich mit einer Tiefe bis zu 2,30 Meter. „Gespeist mit Trinkwasser?“, fragte Andreas Breitenlohner (FW). Nein, beruhigte Bürgermeister Karl Lanzinger (CSU), einmal befüllt, werde das Wasser mithilfe eines Filterteichs gereinigt. „Es soll sich selbst regenerieren.“ 

„Der Bau liegt im Landschaftsschutzgebiet“, merkte Regina Schnappinger (Grüne) dazu an. Das Projekt diene keinem landwirtschaftlichen Zweck, sondern sei rein „gewerblich“. Lanzinger entgegnete, dass sich ein landwirtschaftlicher Betrieb ein zweites Standbein schaffen dürfe, was dann „mitprivilegiert “ sei. Geprüft würde das letztlich vom Landratsamt. 

Ufert Reiterhof im Landschaftsschutzgebiet zu sehr aus?

„Wieder ein weiteres Gebäude im Landschaftsschutzgebiet“, blieb Schnappinger bei ihrer Kritik, „wenn so was geht, dann ist eigentlich alles möglich.“ Der Schutzstatus stehe wohl „nur auf dem Papier.“ Der Bürgermeister sieht die Grenzen des Schutzgebietes damals „willkürlich gezogen“ – kurzerhand die Fläche zwischen Staatsstraße und Seeufer. „Dabei stellt man sich eigentlich ein Naturareal vor, hier aber haben wir intensiv bewirtschaftete Wiesen und Felder“, beschrieb Lanzinger seine Sicht der Wertigkeit. Doch Schnappinger pochte auf den Unterschied: „Hier geht‘s um Bebauung“.

Thomas Stippel (FW) erzählte, dass er mit „dem Hansi“ (dem Antragsteller) gesprochen habe. „Dort sind hochwertige Ferienwohnungen, alles ist wirklich sehr sauber.“ Mit diesem Neubau wolle der Antragssteller den Standard weiter heben, was nebenbei auch helfe, die Leute von der Straße fernzuhalten, denn wenn Gäste blieben, steuerten sie nicht irgendwo anders hin. 

„Es schaut gut aus“, lobte Vizebürgermeister Ludwig Prechtl (FW) den Entwurf. Nicht zuletzt würde das Projekt Arbeitsplätze mit sich bringen. Gäste besuchten zudem heimische Gaststätten oder tankten an der örtlichen Tankstelle. Prechtl schwärmte: „Der stellt da was brutal Scheen‘s auf d’Fiaß.“ Für ihn ein „Aushängeschild der Gemeinde.“ Doch entscheiden würde letztlich eh die Baubehörde im Landratsamt. 

Bernhard Leitenbacher blickte auf die dortige Entwicklung: „Es stehen da inzwischen brutal viel Gebäude. Wann hört das auf?“ – „Am See“, scherzte Franz-Martin Abfalter (CSU). Schließlich erteilte das Gremium mehrheitlich das gemeindliche Einvernehmen, nur Regina Schnappinger und Bernhard Leitenbacher sagten nein. (hhö)

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