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Vor allem ein Landkreis steht weit oben

Autodichte in unserer Region besonders hoch – und welche Marken besonders (un-)beliebt sind

Mega-Stau: Wer mit dem Auto zum Chiemsee Summer will, muss viel Geduld mitbringen.
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Stau am Kreisverkehr bei der A8-Anschlussstelle bei Grabenstätt (Archivbild).

Bayern ist ein Autoland, das ist bekannt - aber unsere Region sticht bei der Autodichte nochmal hervor, besonders ein Landkreis. Wir haben die Zahlen, wie „Auto-vernarrt“ die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf genau sind - und auch, welche Marken und Autotypen bei uns besonders beliebt und unbeliebt sind.

Südost-Oberbayern - Trotz Deutschland-Ticket und Debatten um den Ausbau des ÖPNV: In Deutschland sind immer mehr Autos auf den Straßen. Das zeigen jetzt die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Und im südöstlichen Oberbayern sind nochmal weit mehr Autos angemeldet, als im deutschen Schnitt. Besonders sticht der Landkreis Traunstein hervor. Auf 1000 Einwohner kommen hier 702 Autos. Das übertrifft sowohl den Durchschnitt Deutschlands mit 590 Pkw auf 1000 Menschen, als auch den von Bayern, der bei 635 liegt.

Bei der Kfz-Dichte spielt der Kreis Traunstein ganz oben mit

Bei der „Autodichte“ liegt der Landkreis Traunstein dabei auf Platz 37 von 446 Gebietskörperschaften in Deutschland, die das Statistische Bundesamt ausgewertet hat. Knapp dahinter mit 694 Autos auf 1000 Einwohner liegt der Landkreis Rosenheim - macht deutschlandweit den 59. Platz. Aber auch alle anderen Landkreise der Region liegen über dem deutschen und auch über dem bayerischen Schnitt: der Landkreis Altötting weist eine Autodichte von 659 aus, im Kreis Mühldorf liegt sie bei 651 und im Berchtesgadener Land bei 647.

Die Autodichte je 1000 Einwohner in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land sowie der Stadt Rosenheim.

Deutschlandweiter Spitzenreiter ist übrigens die Autostadt Wolfsburg, Heimat von Volkswagen. Mit einer Kfz-Dichte von 965 kommt dort fast auf jeden Bewohner umgerechnet ein Auto. Bayernweit führt Ingolstadt, der Sitz von Audi, mit einer Autodichte von 742. Die niedrigste Pkw-Dichte weisen die Stadtstaaten Berlin (334) und Bremen (427) aus. In den Städten und Ballungsräumen ist der ÖPNV besser ausgebaut. So verwundert es auch nicht, dass in unserer Region die Stadt Rosenheim mit einer Autodichte von 555 den niedrigsten Wert hat.

Es werden immer mehr Autos - vor allem in unserer Region

Außerdem fällt auf: Die Zahl der Autos ist in unserer Region exorbitant gestiegen, wenn man mit dem Jahr 2000 vergleicht. Das Plus bei der Autodichte je 1000 Einwohner beträgt in ganz Deutschland in diesem Zeitraum 14 Prozent - in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein dagegen 27 bzw. 26 Prozent. Doch nicht nur der fahrbahre Untersatz auf vier Rädern: Auch bei Krafträdern, also Motorrädern, Mopeds oder Rollern, liegen die Landkreise Rosenheim und Traunstein im Spitzenfeld der ganzen Republik. Hier kommen im Kreis Rosenheim 95 Bikes auf 1000 Einwohner, im Kreis Traunstein sind es 92. In Hamburg, Leipzig oder Bremen ist es gerade mal ein Drittel dessen.

Welche Automarken bei uns besonders beliebt und unbeliebt sind

Daten die die Wochenzeitschrift „Die Zeit“ vom Kraftfahrt-Bundesamt ausgewertet hat, zeigen obendrein, was im Südosten Oberbayerns überdurchschnittlich oft gefahren wird: Sportwagen, Pick-Ups und Geländewagen. Bei den Marken stehen BMW, Mini, Tesla, aber auch Seat und Fiat höher im Kurs, als im Rest Deutschlands. Das Berchtesgadener Land ist sogar der Landkreis mit dem höchsten Fiat-Anteil. Im Vergleich mit dem Rest Deutschlands weniger beliebt in unserer Region: Kleinwagen und die Marken Mercedes, Opel, Renault, Citroën und Kia.

„Der Wandel hin zur Elektromobilität schlägt sich hier trotz steigender Zulassungszahlen nur geringfügig nieder“, so das Statistische Bundesamt. Zum Jahresanfang 2025 waren 3,3 Prozent bzw. 1,65 Millionen zugelassene Pkw reine Elektroautos. Bei den Neuzulassungen im ersten Halbjahr aber fast jedes Fünfte. Auch interessant: Mit dem kontinuierlichen Anstieg der Pkw-Dichte ging keine stetige Zunahme der CO2-Emissionen einher. Im Jahr 2023 sind laut Statistischem Bundesamt insgesamt 154,8 Millionen Tonnen CO2 im Straßenverkehr ausgestoßen worden. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 nahmen die CO2-Emissionen im Straßenverkehr um 13,8 Porzent ab. (xe)

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