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Fünf Jahre nach Pandemie-Beginn

„Habe die Hölle erlebt“: Was OVB-Leser während Corona durchmachten

Beatmung und Koma: Das musste auch OVB-Leser Manfred Küpper aus Kiefersfelden während der Corona-Pandemie mitmachen. (Symbolfoto)
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Beatmung und Koma: Das musste auch OVB-Leser Manfred Küpper aus Kiefersfelden während der Corona-Pandemie mitmachen. (Symbolfoto)

Es waren teils dramatische Szenen, die sich in Kliniken während der Corona-Pandemie abspielten. Auch zwei OVB-Leser aus der Region mussten schreckliche Erfahrungen machen. Hier erzählen sie, was sie erlebten.

Kiefersfelden Überlastete Kliniken, fehlendes Personal, schwer kranke Patienten: Die Corona-Pandemie war wohl für die meisten Menschen in unserer Gesellschaft eine massive Herausforderung. Besonders dann, wenn man sich im hohen Alter mit dem Virus infiziert hat. So wie OVB-Leser Manfred Küpper aus Kiefersfelden. Der heute 82-Jährige infizierte sich während der Pandemie mit dem Corona-Virus und wurde schließlich ins Romed-Klinikum eingeliefert.

Corona-Folge: „Lange im Koma und Beatmung“

Doch statt eines kurzen Aufenthalts bis zur Genesung, wurde daraus eine Krankenhaus-Odyssee. Er wurde in zwei weitere Krankenhäuser verlegt. Verbrachte dort ein halbes Jahr – immer im Einzelzimmer. „Ich habe die Hölle erlebt“, sagt er heute. „Ich lag lange im Koma und musste beatmet werden.“ Nachdem er die Infektion überstanden hatte, war es allerdings noch lange nicht vorbei. „Das war leider nur die erste Etappe“, berichtet Küpper. Anschließend hatte er mit Long Covid zu kämpfen.

„Ich musste mich mit eiserner Disziplin und einem starken Willen – teils unter Schmerzen – scheibchenweise zurück ins Leben kämpfen“, sagt Küppers. „Und ich kämpfe heute noch immer. Jeden Tag, jede Nacht.“ Zum Glück habe er eine liebe Familie, die ihm helfe, noch einen Sinn im Leben zu finden, beschreibt er.

Im Krankenhaus mit Corona infiziert

Ähnliches erlebte auch Monika Geibel-Laimböck aus Kiefersfelden. Sie landete im Dezember 2020 im Klinikum in Bad Aibling – allerdings nicht wegen Corona. Die damals 85-Jährige stürzte zu Hause und fiel aufs Gesicht. Die Folge: Eine blutende Wunde auf der Stirn, die genäht werden musste. Aufgrund von Augenhämatomen und eines Nasenbeinbruchs musste sie dann noch drei weitere Tage im Krankenhaus bleiben.

Wenige Tage nach der Entlassung bekam Geibel-Laimböck hohes Fieber. Infolgedessen stellte ihre Hausärztin eine Corona-Infektion fest und wies sie aufgrund ihres Alters ins Rosenheimer Klinikum ein. „Dort wurde ich gut versorgt und kam in ein Zimmer mit fünf weiteren Corona-Patienten. Man legte mir eine Infusion an. Es folgten viele in den darauffolgenden Tagen“, erzählt sie. „Ich hatte das Gefühl, alle Kräfte schwinden aus mir.“

85-Jährige dachte sich nach Corona-Infektion: „Dir zeig‘ ich‘s!“

Schließlich sei ein Arzt zu ihr ans Krankenbett gekommen und habe ihr mitgeteilt, dass für sie kein Spezialbett zur Verfügung stünde. „Das ist den Jüngeren vorbehalten. Sie sind alt“, habe er ihr mitgeteilt. Anschließend habe er sie, wohl in der Auffassung, dass sie ohnehin versterben würde, gefragt, ob sie reanimiert werden möchte, was sie verneinte. „Ich dachte: ‚Dir zeig’ ich's!‘ Das letzte Wort spricht immer noch der liebe Gott“, erzählt sie.

Nach etwa zehn Tagen sei sie dann aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bis sie wieder Kräfte gesammelt hatte, dauerte es allerdings noch. „Im Kopf war ich voller Pläne, aber ich war völlig kraftlos“, sagt sie. „Heute bin ich 89 Jahre alt und freue mich meines Lebens.“

Schickt uns eure Erfahrungen aus der Pandemie

Strafzettel auf Skitour, die einsame Hochzeit, die Geburt unter Extrembedingungen oder die Familienfeier, die von der Polizei gesprengt wurde: Was sind Eure Erinnerungen an die Corona-Zeit? Schreibt uns Eure Gedanken, Eure Corona-Geschichten per E-Mail an corona@ovb.net.

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