Mehr Freizeitmöglichkeiten im Ort
Edling muss „in die Puschen kommen“ – Wann der Bike-Park endlich kommen soll
Schon vor zwei Jahren gab der Edlinger Gemeinderat grünes Licht für einen Bike-Park. Doch bisher ist auf dem Areal an der Viehauser Straße nichts passiert. Warum sich die Arbeiten verzögert haben, wann der Bike-Park kommen soll und was die Gemeinde dort noch plant.
Edling – In Edling soll nun endlich der lang ersehnte Bike-Park hinter dem Neubaugebiet an der Viehauser Straße für Jugendliche und Kinder entstehen. „Vor gut zwei Jahren ist der Wunsch angenommen worden“, erklärte Bürgermeister Matthias Schnetzer (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Geld dafür sei bereits eingeplant. Wegen Pachtverträgen seien die Planungen jedoch recht langsam vorangegangen. Auch der Bebauungsplan habe zuerst eine Hürde dargestellt. Nun habe er den Initiator, Thomas Breu, eingeladen, um zu besprechen, ob der Bike-Park noch gebraucht werde und wie es weiter gehen solle, so Schnetzer.
Bike-Park in Edling wird weiterhin gebraucht
Thomas Breu erklärte dem Gremium, dass der Hinderniss-Park, auch wenn der Antrag schon ein paar Jahre her sei, nach wie vor gebraucht werde. „Die Kinder biken auch heute noch“, sagte er. In der Anlage sollten die Hindernisse sowohl für Jugendliche als auch für die Kleinen auf Laufrädern infrage kommen.
Dr. Stefan Schweitzer (CSU) appellierte, dass „wir jetzt einmal in die Puschen kommen“. Bereits zweimal habe sich der Gemeinderat einstimmig für den Bike-Park ausgesprochen. Das Projekt sollte nun nicht mehr hinterfragt werden. Stattdessen sollte mit ersten Planungen begonnen werden. Stefan Stubenrauch (CSU) stand dem Vorhaben anfangs skeptischer gegenüber. „Der Bike-Park in Eiselfing verwahrlost mittlerweile. Sträucher und Bäume hängen rein“, sagte er. Es bestehe schon die Gefahr, dass das auch in Edling passieren könne.
Sandra Waldherr (UBG) sprach sich hingegen für den Park aus. Die Zielgruppe könne sich ändern. „Doch dass man den Park nur aus der Angst heraus, er würde nicht genutzt werden, gleich komplett verwirft, das finde ich falsch“, verdeutlichte sie. Florian Prietz (UBG) war gleicher Meinung, fragte jedoch nach, ob das bereits veranschlagte Geld auch heute noch ausreiche. Die Berechnungen müssten aktualisiert werden, antwortete Schnetzer.
Bike-Park um Spielplatz und Schachbrett erweitern
Thomas Breu würde das Konzept des Bikes-Parks zudem um einen Spielplatz und Aufenthaltsmöglichkeiten für Senioren mit beispielsweise einem Schachbrett erweitern. Waldherr fand diese Idee gut. „Die Fläche ist groß genug, um das Freizeitangebot zu vergrößern“, sagte sie.
Beides könnte jedoch nicht gleichzeitig errichtet werden, ergänzte Bauverwaltungsleiterin Sabine Sturm. Denn der Bike-Park stehe als Einzelmaßnahme im Haushalt und müsse somit auch als einzelne Leistung finalisiert werden. Zudem müsse noch geklärt werden, ob auf dem für den Spielplatz infrage kommenden Areal andere Dienstbarkeiten vorlägen, erklärte sie. Nicole Bauer-Schäfer (ÜWG) schlug vor, vorerst den Bike-Park zu errichten und sich um einen eventuellen Spielplatz im nächsten Jahr zu kümmern.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Planer des Bike-Parks zu kontaktieren, um eine neue Kostenaufstellung zu erlangen. Sobald die Baumaßnahmen für das neue Wohngebiet in der Viehauser Straße Ende des Jahres beginnen würden, sollten auch die Arbeiten für den Bike-Park anfangen. Des Weiteren sollen weitere Freizeitmöglichkeiten entworfen werden.

