Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eilantrag der Gemeinde Riedering abgelehnt

Containerdorf steht: Auf Gut Spreng ist Platz für 180 geflüchtete Menschen

Eingerahmt von Containern: Das Gut Spreng zwischen Riedering und Lauterbach wird künftig etwa 180 Asylbewerber beherbergen.
+
Eingerahmt von Containern: Das Gut Spreng zwischen Riedering und Lauterbach kann künftig etwa 180 Asylbewerber beherbergen.

Auf Gut Spreng in der Gemeinde Riedering können künftig etwa 180 Asylsuchende unterkommen. Die Bemühungen der Gemeinde Riedering gegen eine „Ghettoisierung“ waren umsonst. Das sind die Gründe.

Riedering – Die Tatsachen sind geschaffen. Die Bauarbeiten auf Gut Spreng schreiten voran. In der ehemaligen Klinik sollen bald bis zu 70 Asylsuchende unterkommen. In den beiden „Wohnpavillons“ weitere 112 Menschen. Der Nutzungsänderung des Bestandsgebäudes in eine Flüchtlingsunterkunft hatte der Gemeinderat mit großer Mehrheit zugestimmt. 

In der einstigen Hackethal-Klinik sollen etwa 70 geflüchtete Menschen ein Zuhause auf Zeit finden.

Klage gegen Wohncontainerblöcke

Gegen die beiden dreistöckigen Wohncontainerblöcke setzte sich die Gemeinde aber zur Wehr, um mit einer Überdimensionierung des Standortes eine „Ghettoisierung“ zu verhindern. Denn wie sollen die geflüchteten Menschen im „Nirgendwo“ integriert werden? „Für sie ist dort keinerlei Infrastruktur vorhanden“, kritisiert Bürgermeister Christoph Vodermaier. Von Riedering bis zum Gut Spreng sind es etwa drei Kilometer. Mehr als eine Staatsstraße gibt es aber nicht. Keinen Rad-, keinen Fußweg. Im etwa einen Kilometer entfernten Lauterbach gibt es immerhin einen Bäcker. Mehr aber nicht.

In einer Wohncontaineranlage sollen 56 geflüchtete Menschen leben können. Zwei wurden auf Gut Spreng errichtet.

Landratsamt überstimmt Gemeinde

Die Argumente der Riederinger fanden beim Landratsamt kein Gehör. Statt eines Kompromisses gab es am 10. Oktober ein „Machtwort“ aus Rosenheim: die Baugenehmigung für die Containeranlagen auf Gut Spreng. Im November 2024 klagte die Gemeinde gegen die Baugenehmigung. Als das Landratsamt Anfang des Jahres trotzdem die Fundamente für die Container setzte, beantragte die Gemeinde per Eilantrag beim Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung der Klage. Das war Mitte Januar.

Inzwischen ist April. Die Containerwohnanlagen sind so gut wie fertig. Das Landratsamt hat auf eigenes Risiko weitergebaut und damit, wie es scheint, sogar Glück gehabt. „Am 26. März wurde unser Eilantrag vom Verwaltungsgericht abgelehnt“, informiert der Bürgermeister auf OVB-Anfrage. Die erste Prüfung habe keine Unrechtmäßigkeiten bei der Baugenehmigung erkennen lassen, hieß es. Und das, so Vodermaier, sei meist ein Zeichen dafür, dass auch in der Hauptsache die Chancen der Gemeinde schlecht stünden. Ob und welche Rechtsmittel die Gemeinde einlegen werde, solle nun mit dem Anwalt beraten werden.

Mitte des Jahres könnten Bewohner einziehen

Auf Gut Spreng geht es so weiter, wie vom Landratsamt geplant. Die Container stehen. Die Arbeiten im alten Klinikgebäude gehen voran. Bis Mitte des Jahres, schätzt Vodermaier, werden bis zu 180 geflüchtete Menschen die Unterkünfte beziehen. Er hofft, dass das Landratsamt dann auch angekündigte Integrationsmaßnahmen wie Shuttle-Bus oder Vor-Ort-Sozialdienst umsetzt. Auch ein Hausmeister-Service und eine Security-Überwachung wurden angekündigt.

Kommentare