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Vorfall am Rosenheimer Bahnhof

Polizeiauto in Rosenheim mit Absicht gerammt? Das steckt wirklich hinter dem Social-Media-Video

Ein Vorfall am Rosenheimer Bahnhof hat am Montag (14. Juli) für Aufsehen gesorgt.
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Ein Vorfall am Rosenheimer Bahnhof hat am Montag (14. Juli) für Aufsehen gesorgt.

Es wurde geteilt, weitergeleitet, sorgte auch abseits vom Bildschirm für viel Gesprächsstoff: In den sozialen Medien herrscht Aufregung um ein Video. Darin ist zu sehen, wie ein Polizeiauto am Rosenheimer Bahnhof von einem schwarzen Fahrzeug gerammt wird. Was dahinter steckt – und wie es den Beamten geht.

Rosenheim – Wirklich gut ist die Qualität des Videos nicht. Das Wichtigste erkennt man trotzdem. Zu sehen ist ein Auto der Bundespolizei, das auf dem Bahnhofsvorplatz parkt. Zwei Beamte sitzen im Fahrzeug, mehr erkennt man aufgrund der getönten Scheiben nicht.

Passanten zücken Handys

Nur Sekunden später wird das Polizeiauto von einem schwarzen BMW gerammt und zur Seite geschoben. Der Fahrer des BMWs setzt zurück. Dann passiert für einen kurzen Moment nichts. Die Videoaufnahme wackelt. Man sieht Passanten, die ihre Handys zücken, Autofahrer, die stehen bleiben, um das weitere Geschehen zu beobachten.

Gespräch mit Verursacher

Die Polizisten schalten schließlich ihren Warnblinker an, steigen aus und suchen das Gespräch mit dem Fahrer des schwarzen BMWs. Auch der hat mittlerweile sein Auto verlassen, schaut fast ungläubig auf die Situation vor ihm. Dann endet die Videoaufnahme.

Innerhalb kürzester Zeit verbreitet sich das Video in den Sozialen Medien und wird auf mehreren Kanälen geteilt. Wurde das Polizeiauto absichtlich gerammt? Ist der BMW-Fahrer auf der Flucht? Steckt ein Motiv dahinter? Die wildesten Gerüchte machen die Runde. Einige Nutzer kommentieren unter dem Video.

„Ich weiß nicht, was hier falsch ist. Anscheinend steht das Auto auf drei Parkplätzen und der Hausmeister schiebt sie zu Recht“, heißt es. Oder: „Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass 90 Prozent der am Bahnhof Rosenheim anwesenden Personen nicht real und ein soziales Experiment sind, um meine Geduld zu testen.“

71-jähriger Mann saß am Steuer

Bleibt die Frage, was genau denn nun wirklich passiert ist. Antworten dazu liefert Polizeihauptkommissar Robert Maurer. Mit wenigen Klicks hat er den Vorfall in seinem System gefunden. Der Unfall ereignete sich ihm zufolge am Montag (14. Juli) um 16.15 Uhr. Ein 71-jähriger Mann aus Rosenheim wollte aus seiner Parklücke am Südtiroler Platz fahren.

Das Problem: Der Senior verwechselte Gas und Bremse. Statt also gemütlich nach hinten zu setzen, fuhr er mit Tempo in das vor ihm parkende Auto der Bundespolizei. Beim Zurückfahren rammte er nicht nur ein Fahrrad, sondern erwischte auch noch eine Holzplanke. „Der Schaden beläuft sich auf 3.500 Euro“, sagt der Hauptkommissar. Verletzt wurde niemand.

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