Die A8 zwischen Frasdorf und Bernau
Nur noch zwei statt drei Spuren: Warum der Bernauer Berg jetzt dauerhaft „verengt“ bleibt
So mancher träumt von einer dreispurigen A8 zwischen Rosenheim und Salzburg - doch den Bernauer Berg hinunter, wo die Autobahn schon dreispurig gewesen ist, wurde sie jetzt dauerhaft auf zwei Fahrstreifen verschmälert. Wir haben die Hintergründe:
Bernau - Ende Juni wurde frisch markiert, seitdem ist die Autobahn 8 zwischen Frasdorf und Bernau schmaler geworden: Dem Bernauer Berg wurde in Richtung Salzburg der rechte, dritte Fahrstreifen „weggenommen“. Wir haben uns bei der zuständigen Autobahn GmbH erkundigt. Das Problem liegt nicht an der dreispurigen Autobahn in dem Bereich, sondern weiter unten, an der Anschlussstelle Bernau.
„Schwierige Situationen und Unfälle“ an Anschlussstelle Bernau
Direkt nach der Anschlussstelle Bernau verengt sich die Autobahn ohnehin wieder auf zwei Spuren. Wer aber in Bernau auf die A8 in Richtung Salzburg auffuhr, musste somit in einem Zug über zwei Spuren einfädeln: über den Beschleunigungsstreifen und danach direkt über die endende dritte Spur. Auch die Fahrzeuge, vor allem Lkw, die zuvor schon auf der rechten Fahrspur der A8 unterwegs waren, mussten sich an genau dieser Stelle umorientieren. „Da gab es viele schwierige Situationen, auch Unfälle“, so Josef Seebacher von der Autobahn GmbH gegenüber chiemgau24.de.
Deshalb wurde der Bernauer Berg hinunter in Richtung Salzburg in einem Zug wieder zweispurig „verengt“ und der rechte Fahrstreifen „abmarkiert“, wie Seebacher sagt. Die Unfallkommission aus Polizei und Straßenbaulastträger prüft regelmäßig die verschiedensten Abschnitte der Autobahn und kam voriges Jahr zu diesem Entschluss. Auf der Gegenfahrbahn, bergauf in Richtung Rosenheim und München, bleibt es wie gehabt bei drei Spuren.
Der Sprecher der Autobahn GmbH beschreibt die A8 zwischen Rosenheim und Salzburg sowieso als eine Art Dauerbaustelle: „Wir leben dort halt immer noch mit dem Zeug aus den 1930er-Jahren.“ Eine weitere Baustelle, die im Bereich von Bernau momentan läuft, hat mit dem schweren Lkw-Unfall vom Juli 2024 zu tun. Der Lastwagen verlor nach einem Unfall rund 500 Liter Kraftstoffe. Auch wenn Ölsperren am Moosbach errichtet wurden, gelangten Reste davon in den Chiemsee. Jetzt baut die Autobahn GmbH Schächte mit einem Ölabscheider, in denen das Wasser vom Bernauer Berg temporär zurückgehalten wird. (xe)
