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Stadtrat stimmt Beitragserhöhung zu

Mittagsbetreuung an Grundschulen: So tief müssen Eltern in Kolbermoor künftig in die Tasche greifen

In Kolbermoor werden die Preise für die Mittagsbetreuung an der Grundschule zum kommenden Schuljahr 2025/2026 erhöht.
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In Kolbermoor werden die Preise für die Mittagsbetreuung an der Grundschule zum kommenden Schuljahr 2025/2026 erhöht.

Eltern von Kindern, die in Kolbermoor in die Grundschule gehen, müssen sich zum kommenden Schuljahr auf höhere Beiträge bei der Mittagsbetreuung einstellen. Wie groß der Unterschied zu den aktuellen Beiträgen sein wird – und wieso die Offene Ganztagsschule an der Anton-Rasp-Schule verschwindet.

Kolbermoor – Eltern von Grundschulkindern in Kolbermoor müssen sich fürs neue Schuljahr 2025/2026 nicht nur auf eine neue Betreuungsform einstellen, sondern auch auf höhere Beiträge: Der Kolbermoorer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einer Beitragserhöhung von rund acht Prozent mehrheitlich zugestimmt. Zudem wird die Geschwisterermäßigung gestrichen.

Während an der Adolf-Rasp-Schule für Grundschulkinder aktuell noch das Betreuungsangebot einer Offenen Ganztagsschule (OGS) unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) besteht, wird an der Mangfall-Grundschule auf die Betreuungsform der „verlängerten Mittagsbetreuung“ gesetzt. Ab dem kommenden Schuljahr 2025/2026 will die Stadt die „verlängerte Mittagsbetreuung“ nun zum Standard machen, so dass in beiden Grundschulen das gleiche Angebot besteht.

Eine Entscheidung, die der Stadtrat bereits bei seiner Sitzung im Mai 2024 getroffen hatte. „Entscheidendes Kriterium war, dass die Stadt bei diesem Modell steuernd mitwirken und über vertragliche Regelungen Einfluss nehmen kann“, umschreibt Kolbermoors Stadtverwaltung die Gründe für diese Entscheidung. Als Träger für die „verlängerte Mittagsbetreuung“ setzt die Stadt ebenfalls auf die Awo, dem Vertrag zwischen Stadt und Sozialverband erteilte der Stadtrat jetzt grünes Licht.

Stadt übernimmt OGS-Defizite aus den Jahren 2023, 2024 und 2025

Sozusagen als Einstandsgeschenk zum neuen Vertrag stimmte das Gremium außerdem dafür, die Defizite der Awo aus der „Offenen Ganztagssschule“ aus den Jahren 2023, 2024 und dem laufenden Jahr 2025 zu übernehmen, obwohl sie das eigentlich gar nicht müsste. Doch da sich die Zusammenarbeit mit der Awo „sehr gut“ gestalte und Abstimmungsprozesse „einwandfrei“ laufen würden, empfahl die Verwaltung dem Gremium, die Defizite zu übernehmen. Für 2023 und 2024 belaufen sich diese auf insgesamt knapp 23.000 Euro, für 2025 hat die Awo im Haushaltsplan als Defizit rund 3000 Euro angesetzt.

Damit Defizite für die Zukunft unwahrscheinlicher werden, hat die Arbeiterwohlfahrt der Stadt, die zustimmen muss, eine Erhöhung der Elternbeiträge um rund acht Prozent vorgeschlagen, was der Stadtrat mehrheitlich billigte. In der Kurzgruppe von 11.15 bis 14 Uhr werden demnach ab dem Schuljahr 2025/2026 bei wöchentlich zwei Tagen Betreuung 42 Euro (bisher 38 Euro) fällig, bei drei Tagen 55 (51 Euro), bei vier Tagen 68 Euro (64 Euro) und bei fünf Tagen 81 Euro (77 Euro). In der Langgruppe, in der die Kinder von 11.15 bis 16 Uhr betreut werden, sind es künftig für zwei Tage 54 Euro (49 Euro), für drei Tage 72 Euro (69 Euro), für vier Tage 90 Euro (83 Euro) und für fünf Tage 108 Euro (100 Euro).

Geschwisterermäßigung wird gestrichen

Gestrichen wird zudem die Geschwisterermäßigung in Höhe von zwei Euro. Die Stadtverwaltung wies aber darauf hin, dass es für die Mittagsbetreuung die Möglichkeit einer Sozialermäßigung gebe, die sich an der Regelung der Musikschulsatzung orientiere. So sinkt der Beitrag für Eltern, die einen schriftlichen Antrag stellen, um 50 Prozent, wenn sie beispielsweise Leistungen nach dem Wohngeldgesetz, Bürgergeld oder Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz beziehen.

Was die Stadtverwaltung zudem deutlich machte: Eine Ferienbetreuung, die hinsichtlich des Anspruchs auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/2027 angeboten werden muss, ist in diesen Beiträgen noch nicht enthalten. „Für die Ferienbetreuung werden eigene Elternbeiträge kalkuliert werden müssen“, so die Stadtverwaltung, zumal es noch „völlig offen“ sei, wie die Finanzierung „seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus ausgestaltet werden wird“.

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