Einige Veränderungen stehen fest
Was 2025 auf dem Herbstfest und Christkindlmarkt alles anders wird – Steigen die Preise?
Die Vorbereitungen für das Rosenheimer Herbstfest und den Christkindlmarkt 2025 sind bereits in vollem Gange. Auch für heuer sind einige Veränderungen geplant. Und das, obwohl es auch eine sehr teure Herausforderung gibt. Welche Auswirkungen das für Besucher haben könnte. Und welche Neuheiten es gibt.
Rosenheim – Der grobe Plan steht. Und er hat ein paar Neuheiten zu bieten. So viel konnte Klaus Hertreiter, Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbandes (WV) schon verraten. „Die Planungen für das Herbstfest sind sehr weit“, sagte er am Rande der Mitgliederversammlung des Verbandes. Was 2025 genau alles neu sein wird, wollte er aber noch nicht sagen. Das ein oder andere Detail ließ sich der Geschäftsführer dennoch entlocken.
Neuheit für das Rosenheimer Herbstfest angekündigt
„Wir haben auf jeden Fall wieder eine abwechslungsreiche Gestaltung, darunter sind viele neue Betriebe“, betonte Hertreiter. Vor allem bei den Fahrgeschäften gebe es eine „absolute Neuheit“. „Das kommt brandneu aus der Fabrik nach Rosenheim“, sagte der WV-Geschäftsführer. Auch einige andere Fahrgeschäfte, die schon länger nicht mehr auf dem Herbstfest vertreten waren, sollen in diesem Jahr zurückkommen. Namen wollte Herreiter noch nicht preisgeben.
Bei den Festzelten werde es heuer hingegen keine großen Veränderungen geben. Genauso werde man – wie auch in den Jahren zuvor – am Feuerwerk am zweiten Wiesn-Donnerstag festhalten. „Das ist einfach eine Hauptattraktion und für uns nicht wegzudenken“, sagte Hertreiter. Allerdings hatte der WV-Geschäftsführer auch eine schlechte Nachricht im Gepäck: Womöglich werden die Preise auf dem Herbstfest in diesem Jahr teurer. „Es ist tatsächlich so, dass man mit kleineren Anpassungen bei den Betrieben rechnen muss“, sagte er.
Preise auf der Wiesn könnten steigen
Warum, das erklärte Tobias Tomczyk, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes. „Im vergangenen Jahr haben wir uns entschieden, die Stellplatzgebühren nicht anzuheben, obwohl wir extrem gestiegene Kosten hatten“, betonte er. Dadurch hätten auch die Fahrgeschäfte ihre Preise stabil halten können. „Das geht heuer nicht mehr“, sagte Tomczyk. Dennoch ist das Rosenheimer Herbstfest bei den Fahrpreisen ihm zufolge nach wie vor eines der günstigsten Feste in ganz Deutschland. „Es gibt keine vergleichbare Riesenradfahrt, die so günstig ist, wie bei uns“, sagte der stellvertretende Vorsitzende.
Bei den gestiegenen Ausgaben beim WV schlagen vor allem die Inflation und die höheren Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen zu Buche. „Allein beim Sicherheitsdienst für das Gelände zahlen wir 100.000 Euro. Vor zehn Jahren waren es noch 20.000 Euro“, sagte Klaus Hertreiter. Da sei das Sicherheitspersonal für die Zelte noch gar nicht dabei. Genauso hätten die Anschläge wie in Magdeburg, Aschaffenburg und München einiges verändert.
Sicherheit der Veranstaltungen kosten viel Geld
Der Verband mache sich zusammen mit den Behörden und der Politik viele Gedanken, um die Sicherheit auch weiterhin zu gewährleisten. Die zusätzlichen Maßnahmen dafür und die Erfüllung von höheren Auflagen kosten aber auch mehr Geld, betonte Hertreiter. Zudem ein Verwaltungsgericht im vergangenen Jahr entschieden habe, dass die Sicherheitskosten der WV als Veranstalter bezahlen muss und nicht die Stadt Rosenheim.
Die gestiegenen Kosten für die Veranstaltungen hatten bereits Konsequenzen für den Wirtschaftlichen Verband. Die Einnahmen, die unter anderem mit Herbstfest, Christkindlmarkt oder Faschingsbällen erzielt werden, sind 2024 im Vergleich zum Vorjahr spürbar zurückgegangen. „Die Ertragssituation war nicht befriedigend“, sagte Tobias Zerbe, Finanz-Chef des WV. Eine Rolle spielten dabei auch die höheren Gema-Gebühren von rund 28.000 Euro für die Musik am Christkindlmarkt.
Christkindlmarkt bleibt unverändert
Klaus Hertreiter versprach aber, dass dennoch auch in diesem Jahr nicht auf das Bühnenprogramm verzichtet werden soll. „Wir überlegen, wie und was wir machen können“, sagte der WV-Geschäftsführer. Eine Möglichkeit sei, auf mehr Gema-freie-Musik zu setzen. Ansonsten seien keine größeren Veränderungen für den Christkindlmarkt geplant. Obwohl es mit der Baustelle an einem Gebäude am Max-Josefs-Platz ein paar Herausforderungen bei der Platzierung der Stände gibt, bleibe der Markt von der Größe her gleich.
Ob sich bei den Öffnungszeiten etwas ändert, stehe noch nicht fest, sagte Hertreiter. Im vergangenen Jahr – in dem es einen Besucherrekord zum 40-jährigen Jubiläums des Christkindlmarktes gab – hatten die Gastronomiebetriebe am Freitag und Samstag bis 21 Uhr geöffnet. Die anderen Stände schlossen um 20 Uhr. „Wir schauen uns das nochmal an und klären dann, ob wir das beibehalten oder Anpassungen treffen“, sagte der WV-Geschäftsführer.
Eine Veranstaltung weniger in Rosenheim
Fest steht dagegen, dass es die Veranstaltung „Schall und Brauch“ in diesem Jahr nicht mehr geben wird. Nach drei Jahren sei erstmal Schluss. „Der Aufwand für jede einzelne Veranstaltung wird mehr und es wird immer schwieriger, das am Schluss wirtschaftlich darzustellen“, erklärte Hertreiter. Das endgültige Aus für „Schall und Brauch“ sei dies aber nicht. „Der Zuspruch war schon gut“, sagte der Geschäftsführer. In der momentanen Situation müsse man aber Prioritäten setzen und schauen, wo man den Fokus setzt.
