Debatte über Weihnachtsbeleuchtung
Helle Christkindl-Märkte in Zeiten der Energiekrise? So planen die Fraueninsel und Prien
Optimistisch geht die Prien Marketing (Prima) heuer in die Planung der Christkindlmärkte in Prien und auf der Fraueninsel. Doch auch in diesem Jahr wird man vor neue Herausforderungen gestellt.
Prien – Angesichts der Energiekrise ist die Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern bis vorerst Februar 2023 verboten, wie die Prima schildert. Nach aktuellem Stand seien jedoch Kulturveranstaltungen wie etwa Weihnachtsmärkte von dieser Regelung ausgeschlossen. Damit hat sich die Unsicherheit, mit der die Prima noch bei während der ersten Planungen für die Christkindlmärkte im September kämpfen musste, vorerst aufgelöst. Damals war noch unklar, welche Verordnungen zum Energieverbrauch für die Adventszeit gelten würden.
Beleuchtung großteils auf LED umgestellt
Mit den neuen Erkenntnissen habe die Prien Marketing in Absprache mit den Gemeinden Prien und Chiemsee entschieden, die Weihnachtsbeleuchtung auch in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen.
Jedoch sollen überwiegend energiesparende Leuchtkörper bei einer reduzierten Leuchtzeit zum Einsatz kommen.
Laut der Geschäftsführerin der Prien Marketing, Andrea Hübner, sei die Beleuchtung ohnehin schon zum Großteil auf LED umgestellt worden. Derzeit laufe die Planung für die konkrete Umsetzung. „Gerade in der dunklen Jahreszeit ist die Beleuchtung für viele sehr wichtig“, findet Hübner. Sie hofft daher, dass die Lichter „in angemessener Form“ erstrahlen können.
Unter dem Motto „Prien leuchtet“ stand die von Corona und Inflation gebeutelte Adventszeit der vergangenen beiden Jahre im Zeichen der Verbundenheit, Gemeinschaft und Hoffnung. Pandemiekonforme Alternativen – wie beispielsweise der Winterwald, der Nikolaus mit seiner prächtigen Pferdekutsche, das ökumenische Projekt „Sternenweg“, die Rundfahrt der Weihnachtsmänner des Vereins Bulldogfreunde Prien/Atzing und das „Priener Adventskranzleuchten“ – sorgten trotz der gravierenden Einschränkungen für eine vorweihnachtliche Stimmung in der Marktgemeinde.
Standbetreibern fehlt Personal
Dennoch müssen sich beide Christkindlmärkte wohl anders aufstellen. „Durch die Pandemie haben wir leider viele Aussteller verloren“, klagte Hübner im September. Auch die Chefin des Chiemsee-Alpenland-Tourismus, Christina Pfaffinger, klagte auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen seinerzeit über weniger Standbetreiber, denen es vor allem an Personal fehle.
Für Prien wiederum seien die Standplätze inzwischen belegt, berichtet Prima-Geschäftsführerin Andrea Hübner. Allein für die Veranstaltung auf der Fraueninsel könnten sich noch Standbetreiber bewerben. Hier habe es auch ein paar Absagen gegeben, zum einen, wegen der verlängerten Öffnungszeiten, zum anderen, weil einige die Coronapandemie wirtschaftlich nicht überstanden hätten.
An den vier Adventswochenenden
An den vier Adventswochenenden soll der Christkindlmarkt in Prien jeweils von 13 bis 20 Uhr offen haben. Auch auf der Fraueninsel soll der Christkindlmarkt wieder stattfinden. Die Besonderheit in diesem Jahr: Der Markt verlängert sich um zwei Tage. Die Insel lade mit funkelnden Lichtern, kulinarischen Schmankerln und dampfenden Getränken von Donnerstag, 24. November, bis Sonntag, 27. November, sowie von Donnerstag, 1. Dezember, bis Sonntag, 4. Dezember,
Besucher auf das Eiland im Bayerischen Meer. Am Donnerstag und Freitag geht der Christkindlmarkt von 14 bis 19 Uhr und am Samstag und Sonntag von 12 bis 19 Uhr.
Standanmeldungen für die Fraueninsel nimmt Martina Lehmann per E-Mail entgegen. Das Programm zu den beiden Märkten soll Anfang November veröffentlicht werden.
