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Leserdiskussion um Weihnachtsbeleuchtung

Stade Zeit „ohne Beleuchtungsorgien“ contra „Verzichtet doch auf E-Autos“

Leserin Nadine Kolter-Breu / Ein weihnachtlich beleuchtetes Haus
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Leserin Nadine Kolter-Breu / Ein weihnachtlich beleuchtetes Haus

Schon länger ist klar: dieser Winter wird vermutlich kälter und dunkler als die Jahre davor. Energiesparen ist angesagt. Doch wenn es nach der Deutschen Umwelthilfe geht, ist bei Leuchtreklamen und angestrahlten Denkmälern noch nicht Schluss: auch an der Weihnachtsbeleuchtung soll gespart werden. Geht das zu weit? Die Meinungen unserer Leser sind gespalten.

Politiker geben Energiespartipps, Leuchtreklamen müssen seit dem 1. September zwischen 22 Uhr bis 16 Uhr des Folgetages abgeschaltet werden, und auch viele sonst mit Scheinwerfern in Szene gesetzten Gebäude bleiben nachts dunkel. Nun forderte die Deutsche Umwelthilfe, dass zusätzlich die Weihnachtsbeleuchtung reduziert werden soll, sowohl in den Städten, als auch bei Privathaushalten.

„In diesem Winter sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachtsbeleuchtung in Städten, als auch auf die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird. Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Energieknappheit, aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollten wir einmal innehalten“, sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sein Vorschlag: ein beleuchteter Baum pro Stadt oder Gemeinde. Wir haben Euch gefragt, ob Ihr bereit wärt, in dieser Weihnachtszeit auf Beleuchtung zu verzichten - und Eure Ansichten sind da ganz unterschiedlich:

Maria Peron

Leserin Maria Peron

Ich verzichte gerne. Es geht ja auch mal ohne. Ich habe so viele Kerzen zu Hause, die kommen dann mal zum Einsatz.

Christl Kralle

Ich frage mich, warum man immer alles Schwarz-Weiß sehen muss?!? Warum müssen die ersten Bürgermeister die Beleuchtung verbieten? Warum sollte man zu Hause gleich komplett darauf verzichten? Wie wäre es mal mit der Hälfte (dann hängt halt nur jeder zweite Stern/Girlande), lässt das ganze für zwei drei Stunden leuchten und gut! Man hat Energie gespart und die Leute haben was von Weihnachten … Kann man denn gar keine Mittelwege mehr finden?

Tanja Neustedt

Der weihnachtlich beleuchtete Balkon von Leserin Tanja Neustedt.

Ich werde auf meine Weihnachtsbeleuchtung nicht verzichten. Die Herbst/Winterzeit ist eh schon eine so triste, dunkle Zeit. Für viele auch wieder eine Zeit der Depressionen. Ich finde, die Beleuchtung zur Weihnachtszeit heitert da bestimmt einige wieder auf, und komplett darauf verzichten fände ich nicht gut. Ich möchte anderen mit meiner Beleuchtung eine Freude bereiten, allein schon für Kinder ist es schön. Wie die kleinen Äuglein erstrahlen, wenn sie schön beleuchtete Häuser/Balkone sehen können. Ich persönlich kann mir vorstellen, die Beleuchtungszeit etwas zu reduzieren, aber komplett weglassen, nein. Mein Strom, meine Entscheidung, meine Nachzahlung.

Daniela Kugelmann (rosenheim24)

Wie so viele Menschen versuchen auch wir, Energie zu sparen, und unsere Weihnachtsbeleuchtung ist ohnehin dezent und nur indoor (wir müssen nicht das ganze Viertel illuminieren (...)). Aber darauf auch noch zu verzichten, würde uns ein trauriges Weihnachtsfest bescheren. Was tun also? Ich habe mal kurz zusammengerechnet: Unsere Lichterketten und sonstige Lichterdeko für Weihnachten haben zusammen eine Leistungsaufnahme von knapp 30W(!).

Angeschaltet werden sie vom 1. Adventssonntag bis zum letzten Tag der Weihnachtsferien (also an 43 Tagen) durchschnittlich 2 Stunden am Tag. Also ein Stromverbrauch von 2,58 kWh insgesamt. Zum Vergleich: meine Bügelstation hat eine Leistungsaufnahme von 2300 bis 2800 Watt. Statt also auf die Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten, erkläre ich einen Teil unserer Sachen zu bügelfreier Wäsche, habe die gleiche Ersparnis und mehr Zeit, um die Weihnachtsbeleuchtung zu genießen. 

Michaela Großpietsch-Pfeifer (innsalzach24)

Ich werd garantiert ned auf mei Weihnachtsbeleuchtung verzichten ... sonst gehts no, oder? Hauptsache im Oktoberfest brennen de Lichter und werd Strom und was sonst noch alles verballert. Do is olles unwichtig, oder wie? 

Nadine Kolter-Breu (rosenheim24)

Irgendwie hört man nur noch vom Verzichten! Corona … Auf Familie und Freunde verzichten (wenn nicht derselbe Haushalt), auf Unternehmungen verzichten, aufs LEBEN verzichten und vor allem auf die FREIHEIT verzichten … So, weiter geht‘s … Jetzt soll man wieder aufs LEBEN verzichten, weil sich das LEBEN keiner mehr leisten kann und dann … Dann soll man auf das auch verzichten … VERZICHTET doch auf die ach so tollen E-Autos!!! Wir sollen Strom sparen, aber E-Autos auf den Markt klopfen, fällt euch was auf??? Mein Verzicht ist definitiv diese be* Regierung! Ein Kindergartenkind hat mehr Ahnung vom wahren Leben als unsere super tolle Regierung!

S. Hahn

Also alles was recht ist, erst Corona, dann Verbote über Verbote, jetzt soll man auch noch auf das verzichten, was Kinderaugen zum Strahlen bringt. Haben wir den Älteren und vor allem den Kindern nicht schon genug Lebensfreude genommen?

Petra Bauer aus Pfaffing

Es sollte jedem selbst überlassen sein, wie und was er beleuchtet, aber vielleicht sollte der eine oder andere etwas weniger machen. Wenn jemand seine Weihnachtsbeleuchtung mit LED ausrüstet oder Lichterketten mit Batterie oder Timerfunktion oder sogar private Stromspeicheranlagen verwendet, dann wird ja schon einiges reduziert.

Energiesparen - also unnötigen Stromverbrauch reduzieren - sollte doch jeder schon seit Jahren machen, z.B. LED verwenden oder beim Gerätekauf darauf achten. Dies sollte doch schon selbstverständlich sein und jeder umsetzen, so gut er kann. Es darf auch nicht soweit kommen, dass Leute, die etwas beleuchten, um Kindern oder älteren Menschen eine Freude machen zu wollen, angegriffen werden. Wenn jeder etwas beiträgt so gut er kann, dann wird schon viel bewegt, aber auch die „großen“ Unternehmen und Firmen, z.B. in Gewerbegebieten, die eine nächtliche Beleuchtung haben, sollten das mal überdenken. Es sollte jeder selbst entscheiden, wie und was möglich ist.

Karin Luibl (mangfall24)

An meinen Weihnachtsbaum kommen Kerzen, natürlich. Aber ansonsten verläuft der Advent bei mir eher ohne Beleuchtungsorgien. Nicht wegen der Energie, sondern weil ich es oft als viel zu viel empfinde. Ich meine, die Stade Zeit sollte auch so sein (tatsächlich ist sie es oft nicht) und diese Lichtermeere nach US-Vorbild sind oft Kitsch pur. Das mag auch jeder für sich selbst entscheiden, bei mir gibt es einen Adventskranz mit richtig dicken Kerzen und die werden allabendlich angezündet, zusammen mit Weihnachtsmusik. Das ist für mich Advent.

Was meint Ihr: Sollte aufgrund der Energiekrise auf Weihnachtsbeleuchtung verzichtet werden?

Werdet Ihr in diesem Jahr wegen der Energiekrise Eure Weihnachtsbeleuchtung reduzieren oder gar ganz weglassen? Oder haltet Ihr das für übertrieben? Schreibt uns Eure Meinung an leserbriefe@ovb24.de.

Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt Namen und Wohnort anschließend in einem entsprechenden Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

fso/dpa

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