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Wichtige Auszeichnungen für Chiemsee-Region

Hauben-Regen für Spitzenköche der Region – und weshalb die Residenz Winkler leer ausging

Verleihung der Michelin-Sterne 2022: Edip Sigl
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Sterne und Hauben: Edip Sigl, Chef der es:senz, ist der höchstdekorierte Koch der Region. Das Foto zeigt ihn bei der Sterne-Kür 2022.

Wohl bekomm‘s: Bei der Verleihung der Gault Millau-Hauben haben Spitzenrestaurants aus der Region Rosenheim abgeräumt. Eine Bilanz mit fünf Gewinnern, einem Absteiger – und einem Abwesenden.

Rosenheim – Drei Jahrzehnte lang war sie der kulinarische Leuchtturm der Region: Die Residenz Heinz Winkler in Aschau im Chiemgau. Zunächst mit zwei, später auch mit drei Sternen durfte sich das Haus schmücken.

„In seinem Sinne weiterführen“: Marianne Lauber führt die Geschäfte in der Residenz Heinz Winkler. Auszeichnungen, sagt sie, seien weniger wichtig als Substanz.

Im Oktober vergangenen Jahres starb der legendäre Heinz Winkler. Das Restaurant der Residenz geriet in schwieriges Fahrwasser, potenzielle Nachfolger sprangen ab. Die Sterne gingen flöten, in der jüngsten Ausgabe des Michelin gab‘s für die Residenz nichts mehr zu holen. Auch jüngst, bei der Vergabe der „Hauben“ des Gault Millau, ging die Residenz leer aus. Residenz-Geschäftsführerin Marianne Lauber äußert sich gelassen: „Auszeichnungen sind ganz schön, spielen aber einfach nicht mehr die große Rolle.“

Geschäftsführerin: Sind dabei, ein Team für Residenz Heinz Winkler zu formen

Nun soll das Traditions-Restaurant den Kurs Richtung Konsolidierung einschlagen. Man arbeite bereits an einem Team, es müsse nur noch zusammenwachsen und sich „eingrooven“, sagt Marianne Lauber. „Dann kommen Auszeichnungen von ganz alleine.“

Was das neue Team auftischen will, werde ganz im Sinne Heinz Winklers sein, kündigt sie an. „In seinem Sinne zu kochen fordert Mut zum Minimalismus“, sagt sie. Dazu brauche es französisch ausgerichtete Köche, mit Fähigkeit zur perfekten Sauce, „die sich trauen, ein Grundprodukt in den Mittelpunkt zu stellen, mit möglichst wenig drum rum. Diese Küche wird bleiben“.

Christian Jürgens bekommt eine Haube, steht aber nicht mehr am Herd

Kurios: Die Küche eines anderen Spitzenkochs wird vom Gault Millau mit Hauben dekoriert, obwohl der Maitre gar nicht mehr da ist: Christian Jürgens. Er wird in der neuen Gault Millau-Ausgabe mit zwei Hauben dekoriert.

Dabei hat das Hotelrestaurant Überfahrt die Zusammenarbeit mit dem Spitzenkoch nach Vorwürfen sexueller Übergriffe beendet. Jürgens bestreitet die Vorwürfe, die Überfahrt hat aber schon einen neuen Chef gesucht: The Duc Ngo will das hohe Niveau mit asiatischer Crossover-Küche halten.

Feiner Chiemsee: Fünf Restaurants als Gault Millau-Tipps

Insgesamt kann man sagen: Die Region am Westufer des Chiemsees ist in der Welt der Spitzen-Kochkunst herausragend vertreten. Mit ihrer Kombination aus Bodenständigkeit und Weltläufigkeit, Eleganz der Speisen und oft regionaler Herkunft der Lebensmittel, Tradition und Experimentierlaune schafften es nicht weniger als fünf Restaurants unter die Tipps des französischen Kulinarik-Führers. Darunter drei allein in Frasdorf, je eines in Grassau und in Prien. Wir präsentieren die Fünf – mit dem Lobpreis des Gault Millau im Wortlaut.

Spitzenadressen der Chiemsee-Region: Lobpreis vom Kulinarik-Führer

Es:senz im Resort Achental im Chiemgau, drei rote Hauben: „Modern und gemütlich, regional und weltläufig: Edip Sigl beeindruckt mit seinem Gourmetrestaurant im Golfhotel Das Achental am Chiemsee mit einer ideenreichen Küche aus Topprodukten aus der Gegend und aus aller Welt.“

„Wachter Foodbar“ in Prien am Chiemsee, zwei rote Hauben:Dominik Wachters federleichte, verbindliche Freundlichkeit findet sich in seinen eleganten Gerichten wieder. Die hochfeinen Aromen seiner Grundprodukte erhält der junge Koch, indem er klassisches Handwerk kenntnisreich nutzt.“

Michaels Leitenberg, Frasdorf, zwei rote Hauben: Michael Schlaipfer kocht fein, subtil, geschliffen auf – weltläufig und elegant in einer ehemaligen Dorfwirtschaft. Respekt!“

„Gourmet Restaurant im Karner“, Frasdorf, zwei schwarze Hauben: „Im äußerlich traditionellen Landgasthof kocht Manuel Wimmer modisch-modern mit Produkten aus der direkten Nachbarschaft.“

Die „Stubn in der Frasdorfer Hütte“, in Frasdorf, eine rote Haube: „Moderne Bergküche in einer historischen Hütte im Chiemgauer Land. Max Müller kocht auf offenen Feuer mit Produkten aus der Region und Ideen aus dem ganzen Alpenraum. Wanderschuhe nicht vergessen, der Aufstieg dauert eine Stunde.“

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