In ehemaliger Kantine an Gießereistraße
Lokal im Ex-Kathrein-Werk: So will sich das „Werk1“ demnächst groß der Öffentlichkeit vorstellen
Nur fünf Minuten vom Rosenheimer Bahnhof entfernt findet sich schon seit einer Weile an der Gießereistraße das Lokal „Werk1“, in dem italienische Kost geboten wird. Nach einem Umbau und Betreiberwechsel will man sich dort am Samstag, den 3. Mai bei einem großen „Marktsamstag“ mit einem umfangreichen Rahmenprogramm der Öffentlichkeit vorstellen. Wir haben im Vorfeld vorbeigeschaut.
Rosenheim - Geht man die Salinstraße in Richtung Gießereistraße hinunter, sticht einem auf einmal, kurz vor der Einmündung, viel Grün entgegen. Dann ist man beim Rückeingang beziehungsweise dem Außenbereich des „Werk1“ angekommen. Aus Kästen und Töpfen wächst es hier allmählich heran. Und auch im Inneren des Lokals tut sich einiges. Deswegen ist zwischen dem 30. April und 2. Mai geschlossen. „Am ‚Marktsamstag‘ am 3. Mai werden wir uns mit dem neuen Konzept präsentieren und dann wird es ab dem Montag, den 5. Mai mit einem regulären Betrieb losgehen“, verrät Betreiber Patric Stoss, „Dann auch mit erweiterten Öffnungszeiten, Montags bis Freitags immer von 11 bis 14 Uhr und außerdem Mittwoch bis Sonntag außerdem von 17.30 Uhr bis 22 Uhr.“
Das „Werk1“, in den Räumlichkeiten, in denen einst die Kantine der Kathrein-Werke untergebracht waren, gibt es bereits seit etwa zwei Jahren. Geboten wird italienische Küche, von Antipasti, Pizza und Pasta. Außerdem ist ein großzügiger Saal zur Verfügung für Veranstaltungen jeder Art. „Ob Feiern, Veranstaltungen oder sagen wir Kursstunden einer Tanzschule: Da ist Platz genug!“ Liest man sich beispielsweise die Google-Rezensionen durch, sind diese, Stand Ende April, auch mit 4,7 von 5 möglichen Sternen in 71 Berichten auch überwiegend positiv. Nun wird es also unter neuer Führung und mit neuem Konzept weitergehen. Betreiber Patric Stoss kann auf jahrelange Erfahrung in einem italienischen Restaurant verweisen.
Lokal im Ex-Kathrein-Werk: So will sich das „Werk1“ demnächst groß der Öffentlichkeit vorstellen
„Wir werden die Umbauzeit nutzen, um vor allem die Inneneinrichtung anzupassen“, so Stoss. Wer schon einmal Gast im „Werk1“ war, soll danach mit vielen großen und kleinen Details, die sich bei der Einrichtung ändern werden, erfreut werden. Beispielsweise soll die aktuelle Holzverkleidung des Tresens in der Gaststube ersetzt werden und die Farbgestaltung überarbeitet werden. „Vor allem aber werden wir, wie gesagt, länger offen haben.“ Er verspreche sich viel von der Zukunft. „Zum Rosenheimer Bahnhof sind es ja nur 350 Meter oder fünf Minuten zu Fuß.“
Beim „Marktsamstag“ am 3. Mai soll das Lokal in neuem Gewand dann in großem Rahmen vorgestellt werden. Dies in Kooperation mit der Kaffeerösterei Rechenauer, dem Brauhaus Hohenaschau, Inter-Fisch, dem Hofladen Gut Filzenhof, der Brennerei Psenner aus Südtirol und dem Miesbacher Gastroservice. Gleichzeitig wird auch Elektro Weinl, das Unternehmen welches hinter dem „Werk1“ steht, sich sowie seine Teilbetriebe und weitere Firmen bei dieser Art Hausmesse vorstellen. Im großzügigen Innnenhof des Areals werden dabei eine Vielzahl von kulinarischen Angeboten und Aktivitäten geboten sein.
Das Programm des „Marktsamstag im Werk1“:
9.30 Uhr: Kesselfrische Weisswürste mit bayerischer Musikbegleitung
12 Uhr: Italienisches Streetfood und neopolitanische Pizza
14 Uhr: DJ, Aperitivo-Bar und Kinderprogramm
„Ich war schon als Kind immer sehr neugierig und hatte Spaß an allem Elektrischen. Diese Freude habe ich mir bis heute bewahren können. Ich habe meinen Traumberuf gefunden, der mir jeden Tag viel Abwechslung und gleichzeitig eine spannende Konstante bietet. In einem starken Team, das jeden Tag 100 Prozent gibt. Es erfüllt mich mit Stolz, was wir jeden Tag schaffen“, beschreibt sich Christoph Weinl, Gründer und Geschäftsleiter selbst. Bereits 2013 wurde die Firma in Rosenheim gegründet, 2016 hatte sie ihren ersten Auszubildenden, 2020 schon insgesamt 20 Mitarbeiter. Ende jenes Jahres ging es dann zunächst in ein Geschäftsgebäude in Schechen. Im Mai 2024 folgte dann der Umzug in die jetzigen Geschäftsräume in Rosenheim. Inzwischen ist der Betrieb auf 65 Mitarbeiter angewachsen
Zahlreiche Unternehmen im Ex-Kathrein-Werk, auf 7000 Quadratmetern sollen außerdem Wohnungen entstehen
Hier belegen das Unternehmen sowie die zugehörigen Firmen „EW Bau GmbH“ und „WeMa Haustechnik“ nun einiges der ehemaligen Räumlichkeiten der Kathrein-Werke. Sie sind nicht die einzigen, welche die noch bestehenden Gebäude mit Leben füllen. Da wäre zunächst einmal die weiterhin vor Ort ansässige „KATHREIN Digital Systems“. Daneben sind hier auch noch eine Reihe anderer Betriebe und Unternehmen angesiedelt, wie beispielsweise eine Automobilwerkstatt, aber auch ein Fortbildungszentrum. Direkt in der Nachbarschaft werden andere Wege gegangen.
Wie die OVB-Heimatzeitungen Anfang April berichteten, soll auf dem restlichen Areal auf etwa 7.000 Quadratmetern ein neues Stadtquartier entstehen. Aktuell liegt jenes Areal brach und wird überwiegend für Parkplätze genutzt. Angelehnt ist das ganze, laut den Planern, an das Werksviertel in München. Aktuell laufen bis Ende Juni 2025 noch Gespräche mit potenziellen Co-Investoren. Beim „Werk1“ blickt man hoffnungsvoll auf diese Zukunft. „Erst einmal freuen wir uns aber natürlich darauf, am kommenden Samstag dann zahlreiche Gäste beim „Marktsamstag“ begrüßen zu dürfen.“ (hs)

