Drei Bauabschnitte geplant
Spatenstich für Aiblinger Feuerwehr-Gerätehaus: Warum das Projekt „keinen einfachen Start“ hatte
Drei Bauabschnitte sind geplant, um zukunftsorientiert die Einsatzfähigkeit der Bad Aiblinger Feuerwehr dauerhaft zu erhalten und zu steigern. Dazu zählen der Neubau des Rückgebäudes, welches bereits abgebrochen ist, die Erweiterung und Sanierung des Hauptgebäudes sowie der Neubau der Fahrzeughalle.
Bad Aibling – „Ihr als Feuerwehr seid immer für die Bürger der Stadt da, an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden rund um die Uhr, gleich, ob zur Brandbekämpfung, bei Unfällen, technischen Hilfeleistungen, Hochwasser-Einsätzen oder als Ersthelfer, deshalb geben wir als Stadtverwaltung, Stadtrat und Bürgermeister mit der Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses an der Heubergstraße ein klares Bekenntnis für eine moderne und gut ausgestatte Feuerwehr ab“. machte Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier anlässlich des offiziellen Spatenstichs zu den Baumaßnahmen deutlich. Schlier gab einen Rückblick auf den Werdegang des Projekts und freute sich, „dass es nun endlich losgeht“.
Drei Bauabschnitte sind geplant, um zukunftsorientiert die Einsatzfähigkeit der Bad Aiblinger Feuerwehr dauerhaft zu erhalten und zu steigern. Dazu zählen der Neubau des Rückgebäudes, welches bereits abgebrochen ist, die Erweiterung und Sanierung des Hauptgebäudes sowie der Neubau der Fahrzeughalle, für die bereits ein Provisorium errichtet ist. „Startschuss war der Stadtratsbeschluss vom 25. Mai 2023, der in Sachen Planung einstimmig war“, rief Schlier in Erinnerung, der Martin Haas als zuständigen Sachgebietsleiter der Verwaltung mitgebracht hatte.
Lediglich bei der Kostenfortschreibung gab es einige wenige Gegenstimmen. Die Anfänge reichten jedoch noch bis in die Zeit seiner Amtsvorgänger Dr. Werner Keitz und Felix Schwaller zurück. Beide waren ebenso zum Spatenstich gekommen wie die ehemaligen Kommandanten Sepp Glaser (mittlerweile Ehrenkommandant der Aiblinger Wehr und Ehren-Kreisbrandinspektor) und Max Goldbrunner (aktuell Kreisbrandinspektor), die Ehrenmitglieder Jakob Schöberl und Karl Scherer. Die Kreisbrandinspektion war zudem mit Kreisbrandmeister Josef Kirner vertreten.
Baumaßnahmen bis 2029
Die Wichtigkeit des Projekts verdeutlichte zudem die Tatsache, dass außergewöhnlich viele Stadträte sowie die Vertreter alle Ortsfeuerwehren an der Zeremonie teilgenommen hatten. Bad Aiblings Stadtoberhaupt verhehlte auch nicht, dass es Schwierigkeiten bei der Einigung mit der Feuerwehr gab, letztlich sei „der gordische Knoten jedoch mit Hilfe von Kreisbrandrat Richard Schrank zerschlagen worden“. An der erzielten Einigung zur 19 Millionen schweren Maßnahme werde nun nicht mehr gerüttelt und die Planung fortgeschrieben. Diverse Zuschüsse der Regierung von Oberbayern zu den Stellplätzen und für die energetische Sanierung federn die Kosten etwas ab.
Den Zeitpunkt habe man sich nicht aussuchen können, so Schlier weiter, der auf die aktuelle Finanzsituation der Kommunen verwies und auf Aiblinger Seite auf den eben fertiggestellten Neubau des Großprojekts St.-Georg-Schule. „Ein Wegducken gibt es aber nicht“, so der Bürgermeister, der den zeitlichen Rahmen der Baumaßnahmen bis 2029 und darüber hinaus angab. Ihm liege das Projekt in welches er als Bürgermeister in die erste Leistungsphase mit den bisherigen Architekten des Büros IPROconsult in Geretsried eingestiegen sei, persönlich am Herzen. Erster Kommandant Reinhard Huber freute sich in seiner kurzen Ansprache darüber, dass er nun das „Werk vollenden darf“, welches seine Vorgänger Max Goldbrunner, Rudi Hofschneider und Wolfram Höfler auf den Weg gebracht und begleitet haben. Er machte deutlich, dass 2016 die ersten Maßnahmen ergriffen wurden und nur eine „große Lösung als zielführend“ infrage kam.
„2023 waren die langen Jahre der Planung zu Ende, wir sind froh, dass es nun endlich losgeht“, sprach Huber allen Aktiven der Feuerwehr Bad Aibling aus der Seele. Kreisbrandinspektor Max Goldbrunner blickte 25 Jahre zurück, als unter seiner Ägide „der Plan schon da war“, und der damalige Bürgermeister Dr. Keitz ein erster Wegbereiter war. „Irgendwie ist das dann aber alles im Sande verlaufen, umso mehr ist es erfreulich, dass die Planung wieder aufgenommen wurde und das Werk von damals fortgeführt und vollendet wird“, so Goldbrunner. „Es war kein einfacher Start, wir mussten uns zusammenraufen“, wusste Christine Albrecht vom ausführenden Architekturbüro, es habe aber dann gut funktioniert. Albrecht dankte allen Beteiligten für die nun beste Zusammenarbeit und besonders Kommandant Reinhard Huber, der ein zuverlässiger Ansprechpartner in allen Belangen sei.Uhe