Gemeindeentwicklung bis 2040
Edling plant Verbesserungen bei der Mobilität und der Gestaltung öffentlicher Plätze
Edling arbeitet seit 2023 an einem Entwicklungskonzept für die kommenden Jahre. Nun wurden in diesem Zusammenhang vier Schwerpunkte vorgestellt. Was die Gemeinde konkret für die Zukunft plant.
Edling – Seit dem April 2023 beschäftigt sich nun die Gemeinde Edling mit einem Gemeindeentwicklungskonzept bis zum Jahr 2040. „Wie soll sich unsere Gemeinde in diese Zukunft hin entwickeln“, heißt die Frage im Vorwort der Verschriftlichung des Konzeptes, die der Bürgermeister der Gemeinde, Matthias Schnetzer (CSU) formulierte.
Vereinbart hat der Gemeinderat zudem, dass man sich zweimal im Jahr mit einem Zwischenbericht der eingerichteten Arbeitsgruppe befasst. Mitglieder der Arbeitsgruppe sind die Dritte Bürgermeisterin Nicole Bauer-Schäfer (ÜWG) und die beiden Gemeinderäte Jürgen Hansen (UBG) und Martin Baumann (CSU).
Vier Schwerpunkte vorbereitet
Mit der Feststellung „Wir sollten da einfach einmal drüber schauen, damit wir wissen, was passt und wo wir momentan auch schon etwas regulieren könnten“, eröffnete der Bürgermeister die Beratung.
Vier Schwerpunkte hatte Jürgen Hansen als Berichterstatter der Arbeitsgruppe vorbereitet: Das Krippnerhaus, den Rathausvorplatz, die Rufbus-Möglichkeiten und die Verbesserung der Radweginfrastruktur mit den eigenen Ressourcen der Gemeinde. Beim Krippnerhaus gibt es zwei Schwerpunkte: einen festinstallierten behindertengerechten Zugang und die Gestaltung des Vorplatzes inklusive der Parkplatznutzung. „Die Verbesserung im Zugang für Menschen mit einer Behinderung muss zur Verbesserung der jetzigen Lösung machbar sein“ sagte Eingangs der Beratung zu diesem Thema Matthias Schnetzer. Zugleich schlug er vor, diesen durch einen der größeren Seiteneingänge des Saales zu bauen, „diese sind jetzt schon breiter und dadurch für Rollstühle besser geeignet“. Günther Weiß (ÜWG) pflichtete ihm bei und schlug dazu vor, diesen Zugang als fest gebauten zu erstellen. Rudolf Adler (CSU) dachte über eine bauliche Veränderung über die bestehende Haustüre nach, „damit die betroffenen behinderten Menschen im Sinne der Inklusion diese Seiteneingangslösung nicht als Diskriminierung sehen“ wie er sagte.
Mit einbezogen ist diesem Zusammenhang die Gestaltung des Vorplatzes und die Nutzung der Parkplätze, die, wie der Bürgermeister sagte, „kein Anliegerparkrecht“ beinhalten. „Auch nicht für die benachbarte Arztpraxis“ wie Helmut Hammerbacher (UBG) dazu deutlich anfügte. Da die Arztpraxis mit der Fertigstellung des Rathaus-Erweiterungsgebäudes dorthin zieht, ist es deshalb aus der Sicht des Gemeinderates notwendig, frühzeitig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Besonders dann, wenn aus der Praxis Wohnungen werden. Die Aufstellung von Schildern, die die Parkplatznutzung eindeutig nur für das Krippnerhaus festlegen, soll deshalb über den Bauhof erledigt werden. Ebenso die Gestaltung der Grünfläche, die besonders für ältere Menschen der Gemeindebürgerschaft mit einer Sitzmöglichkeit, wie Martin Baumann verschlug, nutzbar gemacht werden soll. Dies könnte nach der Aussage von Matthias Schnetzer „mit einem geringen Aufwand“ umgesetzt werden. Den Vorschlag, einen Schachplatz mit vorzusehen, fand Sandra Waldherr (UBG) nicht ganz so gut. „Der wäre in einer zentraleren Ortslage besser“, sagte sie.
Beispielsweise auf dem Rathausvorplatz. Diesen möchte die Arbeitsgruppe des Gemeinderates mit einer kleinen Bestuhlung benützbarer gestalten. Der Bürgermeister sieht dafür die Gestaltung der sogenannten Hofstatt in der Stadt Wasserburg als Beispiel, wo zu der Bestuhlung des Cafés auch die Stadt selber eine farbige Bestuhlung aufgestellt hat. „Da werde ich mit der Stadt in Kontakt treten, wie die das so geregelt haben“, sagte er. Sandra Waldherr möchte die Möglichkeit festschreiben, dass die Nutzung der Bestuhlung nicht grundsätzlich an einen Verzehr durch das vor Kurzem eröffnete Cafe gebunden ist. „Dem Betreiber des neu eröffneten Cafes könnte aber ein Angebot gemacht werden, zusätzlich seine eigene Bestuhlung aufzustellen.“
Bepflanzung nach Baumaßnahmen
Nach den Baumaßnahmen rund um den Rathausplatz will die Gemeinde auch eine Bepflanzung wieder zum Thema machen. „Mit dem Gartenbauarchitekten Niederlöhner in Wasserburg habe ich darüber schon gesprochen“ wie Matthias Schnetzer sage.
Weiterhin soll jedoch auch Platz für den Metzgereiverkaufsladen einmal in der Woche sein.