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Rufbus und Radwege

Edling diskutiert über regionalen Rufbus und Radwege-Ausbau – Es drohen auch Konflikte

Nicht immer ist die vom Landkreis Rosenheim angebrachte Beschilderung zu finden oder zu erkennen. Manchmal ist sie recht hoch angebracht oder beginnt schon zu verwittern.burlefinger
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Nicht immer ist die vom Landkreis Rosenheim angebrachte Radwege-Beschilderung gut zu finden oder zu erkennen.

Edling berät derzeit über die Einführung eines regionalen Rufbusangebots und den Ausbau des Radwegenetzes. Wie teuer ein Rufbus für die Gemeinde kommen würde und welche Konflikte das Thema Radwege mit sich bringt.

Edling – Sehr gut informiert zeigte sich der Edlinger Erste Bürgermeister, Matthias Schnetzer (CSU), bei der Aussprache zum Zwischenbericht über die Themen eines gewünschten regionalen Rufbusangebotes und dem Ausbau der Infrastruktur des Radwegenetzes. Die Frage der Kostenverteilung ist dabei ein wichtiger Faktor.

Verkehrsverbund ist Linienbetreiber

Nicole Bauer-Schäfer (ÜWG) brachte deshalb zudem neben einem Rufbus eine gemeinsame Lösung mit anderen Nachbargemeinden durch den Kauf eines eigenen Bus ins Gespräch, der durch Freiwilligendienstleistende gefahren werden könnte.

„Sachstand heute ist, dass der bisherige Öffentliche Personennachverkehr (ÖPNV) durch den Landkreis nicht mehr organisiert wird“ stellte der Bürgermeister bei der Beratung klar. Denn Linienbetreiber ist nun der Münchener Verkehrsverbund (MVV) und im Landratsamt gibt es deshalb die Koordinierungsstelle momentan nicht mehr. „Das Rufbusangebot müsste europaweit ausgeschrieben werden und dann von der Stadt Wasserburg und den teilnehmenden Gemeinden stark subventioniert werden“ sagte er. Für Edling würde das seiner Einschätzung nach „wahrscheinlich jährlich so um die 40 000 Euro“ kosten und Defizite müssten trotzdem noch zusätzlich, je nach dem Einwohnerrichtwert, ausgeglichen werden. Zudem dürfe der Rufbus auch nicht in Konkurrenz zu Linien des ÖPNV tätig werden. Die staatliche Förderung von anfangs 65 Prozent reduziert sich während der Laufzeit auf 35 Prozent und die Kosten selber wären dabei sowohl für den Freistaat wie auch für die Kommunen sogenannte freiwillige Leistungen. „Auch das ist aber keine Garantie“. In der Diskussion wurde dazu vorgeschlagen, auch von einem Bürger aus Brandstätt der Rederecht erhielt, mit den Abgeordneten Sebastian Friesinger und Matthias Eggerl (beide CSU) im Land- bzw. im Bezirkstag in Kontakt zu treten, „ob nicht doch was geht“, wie der Zuhörer in der Sitzung sagte. „Wir werden jedenfalls am Thema dran bleiben“ versprach Schnetzer.

Auch die Verbesserung der Radweginfrastruktur im Gemeindegebiet ist offensichtlich nicht so einfach, wie das in der Bürgerschaft oftmals gesehen wird. Denn nicht alle Grundstückseigentümer sind damit einverstanden, wenn aus geduldeten Radlwegen auf landwirtschaftlichem Grund ein öffentlicher Eintrag in einer Radwegekartierung wird.

Gespräch mit Eigentümern suchen

Gemeinderat Josef Krieger (ÜWG) konnte in der Sitzung von einer Begegnung eines Landwirtes berichten, der von einem Radfahrer beschimpft wurde, weil er bei seiner landwirtschaftlichen Arbeit mit dem Kreisler über den von ihm geduldeten nicht offiziellen Radweg gefahren sei.

Sandra Waldherr (UBG) stellte deshalb fest, „Wir müssen da schon noch trennen, ob es sich um eine Freizeit- und Arbeitswegnutzung oder um einen offiziellen Radfernweg geht“, wofür sie auch vom Bürgermeister Zustimmung erhielt.

Allgemeine Meinung im Gemeinderat war zudem die Nutzung von Wanderwegen in Gemeindebereich, die zugleich als Radwege genutzt werden können. Helmut Hammerbacher (UBG) verwies in diesem Zusammenhang auf die 3-stufige Radwegkartierung, die derzeit von einem Arbeitskreis ausgearbeitet wird. Gemeinsam mit Nicole Bauer-Schäfer wurde er vom Bürgermeister gebeten, dabei das Gespräch mit den Grundstücksbesitzern zu suchen. „Das wäre dann ein geringerer Aufwand. Denn für das Netz der Wanderer und Radler haben natürlich auch immer irgendwo die Kosten ihre Priorität“, sagte Matthias Schnetzer am Schluss der Beratung des Zwischenberichtes zum Gemeindeentwicklungskonzept im Edlinger Gemeinderat.

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