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Im Kampf für die Kitze

Das ist Impulsgeberin Elke aus Rosenheim

Elke Stepen engagiert sich als Kitzretterin
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Elke Stepen engagiert sich als Kitzretterin

Die Magazine ROSENHEIMERIN und CHIEMGAUERIN suchen gemeinsam mit OVB24 die „Impulsgeberin 2025“. Das Ziel dabei ist es, engagierten Frauen aus der Region eine Plattform zu geben, um auf gemeinnützige Projekte aufmerksam zu machen. Unsere nächste Kandidatin ist Elke.

Jedes Frühjahr beginnt für Elke und ihr Team eine besonders intensive Zeit: die Mahdsaison. Als Einsatzkoordinatorin und Bergungshelferin bei KitzDrohne Inntal e.V. setzt sie sich mit großem Engagement für den Schutz junger Wildtiere ein. Ursprünglich ist die 58-jährige Rosenheimerin als Marketingmanagerin tätig.

Durch Elke und ihr Team werden jedes Jahr viele Tiere gerettet

Präzision und Herzblut: Kitzrettung mit Drohnentechnik

Elke ist aktives Mitglied bei KitzDrohne Inntal e.V., einer Initiative, die mit Infrarot-Drohnen Wiesen absucht, bevor diese gemäht werden. „Mit unseren Infrarot-Drohnen fliegen wir im Frühjahr die Wiesen ab, bevor diese gemäht werden, und retten die darin liegenden Rehkitze vor schrecklichen Verletzungen und einem grausamen Tod.“ Die Arbeit erfordert eine genaue Koordination, da die Einsätze wetterabhängig und oft kurzfristig geplant werden müssen. Dank dieser präzisen Suche konnten bereits unzählige Kitze gerettet werden.

Ein Kitz liegt in der Wiese

Eine Kindheitserinnerung als treibende Kraft

Elkes Motivation entspringt einer prägenden Kindheitserinnerung: Schon als Kind wollte sie ihren Vater begleiten, wenn er Landwirten und Jägern half, Rehkitze in den Wiesen zu finden. Warum er sie nicht mitnehmen wollte, konnte sie erst Jahre später verstehen. Immer wieder werden Kitze durch die scharfen Messer der Mähwerke schwer verletzt. Obwohl ihr Vater die Wiesen stundenlang absuchte, konnten nicht alle Tiere gerettet werden und so musste er oft grausame Entdeckungen machen.

Dieser Anblick sollte Elke erspart bleiben und dafür ist sie auch heute noch dankbar. „Damals konnte ich nicht begreifen, warum die Wiesen trotzdem gemäht wurden und es gab leider noch keine Drohnen, die bei der Suche eine große Hilfe gewesen wären.“ Heute gibt es mit modernen Drohnen endlich eine Lösung, die das Tierleid erheblich reduziert.

Impulse für die Region - Frauen, die bewegen

Ein Appell an alle: Helfen kann jeder

Doch noch immer fehlen Drohnen und engagierte Helfer. Jährlich sterben Tausende Rehkitze und Hasen auf grausame Weise durch landwirtschaftliche Maschinen. Elke Stepen möchte das ändern und ruft dazu auf, sich zu engagieren. Die Saison dauert nur sechs bis acht Wochen, doch jeder Helfer kann einen großen Unterschied machen. Auch Jäger und Jagdgemeinschaften werden ermutigt, eigene Drohnen anzuschaffen – der Verein unterstützt mit Schulungen und technischer Hilfe.

Wer sich für das Projekt interessiert, findet auf der Vereinswebsite www.kitzdrohne-inntal.de weitere Informationen. Jedes gerettete Kitz ist ein Erfolg für den Tierschutz.

Hier gehts zur Übersicht über alle Impulsgeberinnen. (nt)

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