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Missverständnis bei Krippen-Plätzen?

Bedarf doch nicht gedeckt? Was es mit einer Warteliste für Kita-Plätze in Aibling auf sich hatte

Bekommen in Bad Aibling wirklich alle Kinder einen Krippen-Plaz (Symbolbild)?
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Bekommen in Bad Aibling wirklich alle Kinder einen Krippen-Plazt (Symbolbild)?

Im Mangfalltal, insbesondere in Bad Aibling, sieht man sich für das kommende Betreuungsjahr verhältnismäßig gut aufgestellt. In der Kurstadt sollen ab September alle benötigten Krippen- und Kindergartenplätze angeboten werden. Und dennoch gab es eine Warteliste. Die Hintergründe.

Bad Aibling – Das Fazit nach einer umfangreichen OVB-Recherche in der gesamten Region fiel speziell im Mangfalltal positiv aus. Wie berichtet, sehen sich die fünf Gemeinden im Verbreitungsgebiet des Altlandkreises verhältnismäßig gut aufgestellt, was das Angebot an Plätzen in den Kindertagesstätten angeht. Das gilt insbesondere mit Blick auf das neue Kindergartenjahr ab September. Doch sind die Zahlen zu den Betreuungsangeboten wirklich so positiv wie zunächst angenommen?

In Bad Aibling etwa bewertet man die Lage derzeit als gut. Hier wurde das Angebot an Kindertagesstätten in den vergangenen Jahren sukzessive ausgebaut. Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete wie zuletzt in Harthausen-Ost nimmt die Kommune auch den Bedarf an Kinderbetreuung jeweils genau unter die Lupe. So konnten sich am früheren Klinikstandort Harthausen heuer im Februar die ersten Mädchen und Buben der „Kleinen Weltenentdecker“ über ihre nagelneuen Räumlichkeiten freuen.

Platz-Bedarf doch nicht gedeckt?

Wie die Aiblinger Stadtverwaltung kürzlich mitteilte, gibt es weder für Krippen- noch für Kindergartenplätze Wartelisten. Denn: Der Bedarf könne mit dem Platzangebot in der Kurstadt gedeckt werden. So sei in den Aiblinger Krippen Platz für insgesamt 159 Kinder, nach jetzigem Stand liegt der Bedarf zum Herbst 2025 knapp darunter mit 156 Plätzen. In den Kindergärten 675 Plätze einem Bedarf von 663 Kindern gegenüber. „Zudem soll das BRK-Haus für Kinder ,Kleine Weltentdecker‘ planmäßig auch noch durch die Eröffnung weiterer Gruppen mit Leben gefüllt werden“, erklärte Bürgermeister Stephan Schlier. Zum neuen Kindergartenjahr soll die Einrichtung von zwei auf vier Gruppen wachsen. Aussagen, die gerade bei den vielen Familien für Entspannung sorgen dürften.

Hatte die Suche nach einem Betreuungsplatz für das eigene Kind doch in der Vergangenheit in vielen Haushalten für große Herausforderungen gesorgt. Verzweifelte Suche, lange Wartelisten und die Frage, wie berufstätige Eltern überhaupt zurechtkommen sollen, sollte das Kind keinen Kita- oder Kindergartenplatz bekommen. All das sollte es in diesem Jahr in der Kurstadt eigentlich nicht geben. Doch nun stellt sich heraus, dass trotz städtischer Ankündigung, wonach der Bedarf mit dem Platzangebot gedeckt werden könne, einige Familien dennoch um einen entsprechenden Platz ab September bangen mussten.

Knackpunkt tatsächlicher Bedarf

Doch wie passt das zusammen und woran liegt das? Auf Nachfrage erklärte Franziska Vogl, Pressesprecherin der Stadt Bad Aibling, zunächst, dass die Zahlen, die man im Zuge der ersten OVB-Anfrage bezüglich der Betreuungssituation mitteilte, korrekt sind. Knackpunkt und Grund für die Diskrepanz zwischen der angekündigten Bedarfsabdeckung und den Eltern, die dennoch auf Wartelisten standen und um einen Kita-Platz bangen mussten, war dabei offenbar die Frage, ob eine zusätzliche Gruppe benötigt wird.

Franziska Vogl: „Das BRK-Haus für Kinder ‚Kleine Weltentdecker‘ hat im April mitgeteilt, dass bei genügend Personal ab dem 1. September 2025 eine weitere Kinderkrippengruppe, (zwölf Plätze) eröffnet wird.“ Somit wurden dann laut der Pressesprecherin tatsächlich einige Kinder auf eine Art „Warteliste“ gesetzt. Denn diese Gruppe besteht derzeit offiziell zwar noch nicht. Sie sei aber „planmäßig“ und „rechtzeitig in Planung gegangen“, so Vogl.

Heißt: Das benötigte Personal steht hierfür nun auch zur Verfügung. „Die betroffenen Eltern erhalten zeitnah eine Rückmeldung vom Träger“, sagt Vogl. Neben dieser positiven Nachricht stellt sie auch klar, dass es sich bei den betroffenen Familien, die bis zuletzt noch keinen sicheren Platz für ihre Kinder innehatten, „um Einzelfälle“ handelt.

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