Mit dem Schiff zu den Inseln
„Ein alljährliches Ritual”: Preise für die Chiemsee-Schifffahrt steigen zum neuen Jahr an
Rund 1,5 Millionen zahlende Gäste waren im vergangenen Jahr auf den bayerischen Seen mit Schiffen unterwegs. Für die Schifffahrtsbetreiber ein sehr erfolgreiches Jahr. Dennoch sollen 2024 die Preise erhöht werden. Auch für die Schiffe auf dem Chiemsee.
Prien – Wer die Fraueninsel besuchen will oder das Schloss Herrenchiemsee von König Ludwig II., kommt dort nur mit dem Schiff hin. Die Chiemsee-Schifffahrt, genauer Chiemsee-Schifffahrt Ludwig Feßler, betreibt ganzjährig den Linienverkehr zwischen Prien-Stock, der Herreninsel, Frauenchiemsee und Gstadt am Chiemsee. Im Sommer werden außerdem Seebruck, Chieming, Übersee-Feldwies und Bernau-Felden angefahren. Und das seit mehr als 100 Jahren.
Fahren mit dem Schiff wird teurer
Wer im kommenden Jahr mit dem Schiff auf dem Chiemsee unterwegs sein will, wird etwas tiefer in den Geldbeutel greifen müssen. „Das ist eigentlich ein alljährliches Ritual und nichts besonderes”, sagt Michael Feßler, Chef der Chiemsee-Schifffahrt. Um wie viel sich die Preise erhöhen will er zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen. Doch soviel steht fest: „Die Preise sind fertig und werden etwas teurer werden.” Bisher zahlt man beispielsweise für die „Inseltour West“, eine Fahrt ab Prien, Gstadt oder Bernau zur Herren- und Fraueninsel hin und wieder zurück 11,60 Euro oder für die „Große Chiemseetour”, die alle Uferorte und die beiden Inseln abdeckt, 17,10 Euro. Das sind die Preise für eine erwachsene Person.
Positiver Blick auf die Sommersaison
Feßler kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Man könne zufrieden sein, sagt er. „Natürlich gibt es keine Saison, ohne was zu jammern, aber im Großen und Ganzen sind wir wieder auf Vor-Corona-Niveau.“ Gepeinigt wurde die Schifffahrt auf dem Chiemsee auch durch die hohen Temperaturen im Sommer. Heißes Wetter sei oft abschreckend, wenn man einen Ausflug machen wollte. Aber nicht nur für die Menschen ist das heiße Wetter nicht optimal. „Wir hatten teilweise mit niedrigen Wasserständen im See zu kämpfen. Aber wir sind von größeren Geschichten verschont geblieben.”
Von den großen Sommerstürmen sind die Schiffe von Feßler nicht beeinträchtigt worden. Mitte Juli war ein großer Sturm über den Chiemgau gezogen, 36 Boote waren auf dem Chiemsee in Seenot geraten. „Den Schiffen geht es allen gut“, sagt Michael Feßler.
Mit dem Schiff zum Christkindlmarkt
Nicht nur im Sommer ist die Fahrt mit dem Schiff auf dem Chiemsee lohnenswert. Auch in der Vorweihnachtszeit kann man sich auf eine besondere Reise mit dem Schiff machen. Der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel gilt als „romantisches Wintermärchen“ und seit langer Zeit bei Einheimischen und Gästen sehr beliebt. Mehr als 90 Aussteller laden an den ersten beiden Adventswochenenden ein. Schon am kommenden Donnerstag, den 30. November startet der Markt und ist bis Sonntag, den 3. Dezember geöffnet. In der zweiten Adventswoche dann noch einmal vom 7. bis zum 10. Dezember. Die Schiffe zum Christkindlmarkt auf der Fraueninsel fahren von Prien ab 10 Uhr halbstündlich und zurück ebenfalls halbstündlich bis 21 Uhr.