Dorf will sich weiterentwickeln
Albaching schafft Bau-Chancen am Ortseingang: Ein Interessent lässt aufhorchen
Albaching entwickelt sich weiter. Ein interessantes Projekt nimmt langsam Gestalt an: neue Flächen für Gewerbe und Wohnen am Ortseingang. Ein Interessent für die Ansiedlung lässt dabei aufhorchen.
Albaching – Mit knapp 1800 Einwohnern ist Albaching bekanntlich ein relativ kleiner, ruhiger Ort zwischen Haag und Wasserburg. Im Wesentlichen soll sich daran nichts ändern, gleichwohl sind Gemeindeverwaltung und Gemeinderat bestrebt, Entwicklungsmöglichkeiten auszuloten. Und das heißt, neue Flächen für Arbeit und Wohnen zu schaffen. So wie andernorts auch.
Für dieses Vorhaben treibt Rathauschef Rudolf Schreyer ein Projekt auf der grünen Wiese am Ortseingang voran, wo schon im kommenden Jahr die Bauarbeiten für die Erschließung beginnen sollen, entlang der Kreuzstraße. Lange genug hat‘s gedauert: „Wir befassen uns damit schon seit mindestens 15 Jahren“, sagt er.
Ziel: Entwicklung mit Weitsicht
Der Grunderwerb durch die Kommune habe sich als zeitraubend erwiesen, jetzt aber habe man es endlich geschafft. „Das ist sehr gut, das war die Hauptproblematik.“ Einstmals nur eine Vision, nehmen die Pläne Gestalt an, die Endphase ist erreicht. Schreyer spricht von einem „Entwicklungsschritt mit Weitsicht für Albaching.“ Davon ist er fest überzeugt, Zweifel hat er keine. Und verweist auf seine Erfahrung: 40 Jahre sei er im Baugewerbe tätig, 30 Jahre im Gemeinderat.
Der Bebauungsplan soll noch bis zum Herbst, spätestens in diesem Jahr fertig sein und von den Behörden genehmigt. Das bestätigt auch Bauamtsleiter Marin Niedermeier. Auf zwei Hektar, 20.000 Quadratmeter, sollen am Ortseingang am Kreisel zur linken Hand Gewerbebetriebe mitsamt Gebäuden entstehen. Aber gut Ding braucht Weil: „Wir müssen darauf achten, was von der Immission her, also die Lärmbelastung, zulässig ist“, sagt Schreyer. „Das ist ein ganz wichtiger Faktor.“
Supermarkt mit Ankerfunktion
Immerhin, ein erster Interessent habe sich bereits gemeldet – ein Vollsortimenter, also ein Supermarkt-Betreiber. Einen Namen kann oder will Schreyer noch nicht nennen. Aber er ist überzeugt: Ein solches Geschäft hätte gewissermaßen eine Ankerfunktion in Albaching. Hier gibt es in der Ortsmitte noch einen Edeka-Laden.
Daneben soll auf der Fläche ein Mischgebiet für „ansehnliches Gewerbe“ und Wohnen entstehen. Niedermeier spricht von fünf „reinen Wohnhäusern“ mit jeweils maximal zwei Wohneinheiten. Wie die Gebäude mit Blick auf die Nutzung letztendlich gestaltet werden, ist noch offen. Grundstücke dafür seien noch nicht verkauft worden, das wäre der nächste Schritt. Auch an einen Seniorenbereich sei gedacht, worüber sich laut Niedermeier der Gemeinderat noch Gedanken machen soll. Das Dorf selbst will Schreyer weitestgehend von großen Baumaßnahmen verschonen. „Wir wollen den ländlichen Charakter erhalten.“
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