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Frau seit über einem halben Jahr vermisst

Aiblingerin (35) verlässt Wohnung – und kehrt nicht zurück: Was der Zeugenaufruf gebracht hat

In Bad Aibling wird die 35-jährige Eman E. seit gut einem halben Jahr vermisst.
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In Bad Aibling wird die 35-jährige Eman E. seit gut einem halben Jahr vermisst.

Sie verließ ihre Wohnung am 11. November 2024 und verschwand. Seit über einem halben Jahr fehlt jede Spur von Eman Elsayed aus Bad Aibling. Was die Polizei unternimmt und ob sich Zeugen gemeldet haben.

Bad Aibling – Es ist das ernüchternde Ergebnis nach über einem halben Jahr intensiver Ermittlungsarbeit: Es fehlt weiter jede Spur von Eman Elsayed, einer 35-jährigen Frau aus Bad Aibling. Zuletzt ruhte die Hoffnung der Polizei vor allem auf der bewussten Kommunikation in der Öffentlichkeit. Mit einem Zeugenaufruf wollten die Ermittler versuchen, vermeintlich hilfreiche Hinweise zum möglichen Aufenthaltsort der ägyptischen Staatsangehörigen zu erhalten. Mit einem bislang enttäuschenden Resultat.

Seit fast sieben Monaten ist die 35-jährige Frau aus Bad Aibling nun verschwunden. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd vor gut zwei Wochen mitteilte, hatte ein naher Angehöriger am Abend des 11. November 2024 Eman Elsayed als vermisst gemeldet. Sie habe am Morgen ihre Wohnung in der Kurstadt verlassen und sei nicht mehr zurückgekehrt. Seitdem fehlt jede Spur der jungen Frau.

Zahlreiche Suchmaßnahmen

Einige Wochen nach ihrem Verschwinden hatte das zuständige Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die Ermittlungen in diesem Fall übernommen. Seitdem wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Frau aus Bad Aibling ausfindig zu machen. Doch die umfangreichen Untersuchungen und Suchmaßnahmen in der Region führten bislang nicht zur Ermittlung des Aufenthaltsortes der Frau, erklärte zuletzt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf OVB-Nachfrage.

So hätten zu Beginn zunächst Kollegen der Polizeiinspektion Bad Aibling die Vermisstenmeldung aufgenommen und erste Überprüfungen durchgeführt. „Dazu gehört beispielsweise, dass wir in Erfahrung bringen, ob sie in ein Krankenhaus gebracht wurde und sich deshalb womöglich nicht selbst melden konnte“, erklärte Sonntag. Doch da die ersten Suchen erfolglos blieben, habe man im Dezember „ganz viele Umfeldermittlungen“ durchgeführt. Geprüft wurde unter anderem, ob Geld abgehoben wurde, ob die Frau Kontakt mit der Familie oder mit Freunden hatte, ob es grundsätzlich ein Lebenszeichen gibt.

Gibt es Gründe für ihr Verschwinden?

All diese Dinge wurden seitens der Polizei überprüft. Auch in ihrem Umfeld suchten die Ermittler nach möglichen Gründen für ihr Verschwinden, „etwa nach privaten Problemen oder gar Suizidgedanken“, erläuterte die Polizei das generelle Prozedere. Doch die umfangreichen Untersuchungen führten nicht zum Erfolg. „Die Maßnahmen dauern nach vielen Monaten natürlich weiterhin an, aber wir haben die Frau bislang leider nicht finden können, es gibt keine Spur, auch nicht, wo sie sich vielleicht aufhalten könnte oder was geschehen sein könnte“, sagte Sonntag.

Kriminalpolizei bittet weiter um Hinweise aus der Bevölkerung

Beschreibung der Vermissten: ca. 170 cm, dunkle über die Schulter lange Haare, normale Statur, gewöhnlich mit Kopftuch bekleidet, spricht nur gebrochen Deutsch.

Wer hat die Vermisste ab dem Vormittag des 11. November 2024 noch gesehen?
Wer kann Hinweise zum aktuellen Aufenthaltsort der Frau geben?
Wer kann sonstige Angaben machen, die zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen könnten?

Hinweise werden an die Kriminalpolizei Rosenheim unter der Telefonnummer (08031) 2000 oder an jede andere Polizeidienststelle erbeten.

Eine weitere Suchmaßnahme war nun jener Zeugenaufruf. Doch auch hier bleibt bislang die Ernüchterung. So hatte die Kriminalpolizei am 21. Mai um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten. Dazu erklärt Sonntag nun auf erneute OVB-Nachfrage: „In der Vermisstensache gibt es leider keine neuen Erkenntnisse.“ Bei der Polizei hätten sich auch nach Veröffentlichung der Pressemeldung „bislang keine Zeuginnen oder Zeugen gemeldet“.

Statistisch gesehen klären sich die meisten Vermisstenfälle bereits in den ersten Tagen auf. Es kommen jedoch immer wieder Fälle vor, in denen Menschen über Monate, sogar Jahre, verschollen bleiben – auch in der Region, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilt. „Solche Fälle sind also nicht die absolute Seltenheit, aber schon eher die Ausnahme.“

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